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<page index="1" /><align pos="right">HochEdelgeborner Hochgelahrter Herr <aq>Secretair</aq></align>
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<line
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type="break" tab="7" /><align pos="right">VerEhrungswürdigster Gönner!</align>
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<line type="empty" />
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<line
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type="empty" />
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<line type="empty" /> Ew. HochEdelgebh: haben mich durch die neue Probe von Dero
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schätzbaren Gewogenheit ausserorndtlich beschämt. Meine Feder ist zu schwach, Denenselben die
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regen Empfindungen meines Herzens darüber zu schildern. Ich weiß Ew. HochEdelgebh: meine
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<line
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type="empty" />
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<line type="empty" /> Ew. HochEdelgebh: haben mich durch die neue Probe von
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Dero schätzbaren Gewogenheit ausserorndtlich beschämt. Meine Feder ist zu schwach, Denenselben
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die regen Empfindungen meines Herzens darüber zu schildern. Ich weiß Ew. HochEdelgebh: meine
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Dankbegierde auf keine andere Art an den Tag zu legen, als daß ich meine gestrigen Wünsche für
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Dero Wohlseyn wiederhole, und die gütige Vorsicht um die Erhörung derselben anflehe. Der Herr
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überschütte Dieselben und Dero werthes Hauß im künftigen Jahr mit tausend Seegen und Heil. Er
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erhalte Ew. HochEdelgebh: bis zu den spätesten Zeiten im ersprießlichsten Wohlergehen. Er bewahre
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Ew. HochEdelgebh: für alle wiedrige Zufälle in den künftigen Jahren, und <page index="2" />lasse
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mich noch lange das Glük geniessen, Dieselben in dem blühendsten Wohlstande zu sehen, und mich mit
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dem erkenntlichsten Herzen nennen zu dürfen <line type="empty" />
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erhalte Ew. HochEdelgebh: bis zu den spätesten Zeiten im ersprießlichsten Wohlergehen. Er
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bewahre Ew. HochEdelgebh: für alle wiedrige Zufälle in den künftigen Jahren, und <page index="2" />lasse
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mich noch lange das Glük geniessen, Dieselben in dem blühendsten Wohlstande zu sehen, und mich
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mit dem erkenntlichsten Herzen nennen zu dürfen <line type="empty" />
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<line type="break" /><align
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pos="right">HochEdelgebohrner Hochgelahrter Herr Secretair <line type="break" tab="7" />Verehrungswürdigster
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Gönner <line type="break" tab="7" />Ew. HochEdelgebh:</align>
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@@ -29,10 +30,10 @@
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type="empty" />
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<align pos="right">gehorsamsten Diener <line type="break" />Jacob Michael
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Reinhold Lenz</align>
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</letterText>
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</letterText>
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<letterText letter="28"><page index="1" />
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<line tab="1" />Mein Schatten soll Ihnen Rö– schiken ich
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bin froh mich Ihnen als Physiognom nur im Profil zeigen zu dürfen, von meinem Brustbild machte
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Ihnen die <ul>Güte Ihres Herzens</ul> eine viel zu vortheilhafte Zeichnung. Dafür bin ich aber
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@@ -42,18 +43,19 @@
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ist. <line tab="1" />Ich bin den Armen eines Vaters entschlüpft, der so redlich dachte als Sie,
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obgleich nicht so aufgeklärt. Seyen Sie mein Vater! Lenz. </letterText>
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<letterText letter="54">
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<letterText letter="54">
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<page index="1" />
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<line tab="1" />
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<aq>vous pouvez vous fier a ma parole d’honneur que ladite feuille ne sera jamais publiée avec <ul>ma
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bonne volonté.</ul> Aussi n’etoit elle ecrite qu’ <ul>après le point de vue d’une grande partie
|
||||
de vos lecteurs, dont</ul> les caquets au sujet de vous et de vos ecrits ne parviennent jamais
|
||||
jusqu’a vous. Je n’aurois pas crú, que cela pourroit te faire quelque peine, je ne te l’ ai
|
||||
communiqué que pour sonder tes façons d’envisager ces choses lá, pour pouvoir a l’ avenir dire
|
||||
quelque chose de plus raisonnable la dessuzis. Voila mes intentions, <ul>j’ai tout employé de</ul>
|
||||
supprimer cela et je te puis <ul>assurer d’ avance</ul> qu’il ne verra jamais le jour. Nous en
|
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parlerons davantage.</aq>
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bonne volonté.</ul> Aussi n’etoit elle ecrite qu’ <ul>après le point de vue d’une grande
|
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partie
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de vos lecteurs, dont</ul> les caquets au sujet de vous et de vos ecrits ne parviennent
|
||||
jamais jusqu’a vous. Je n’aurois pas crú, que cela pourroit te faire quelque peine, je ne te
|
||||
l’ ai communiqué que pour sonder tes façons d’envisager ces choses lá, pour pouvoir a l’
|
||||
avenir dire quelque chose de plus raisonnable la dessuzis. Voila mes intentions, <ul>j’ai tout
|
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employé de</ul> supprimer cela et je te puis <ul>assurer d’ avance</ul> qu’il ne verra jamais
|
||||
le jour. Nous en parlerons davantage.</aq>
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<line type="break" />
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<align pos="right">Le.</align>
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<sidenote pos="left" page="1" annotation="Am linken Rande, vertikal">
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@@ -67,7 +69,8 @@
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<pe>
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<line type="break" />Wurstfresser aus dem Scheishaus. <line type="break" /><ul>Piphahn.</ul>
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<line
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type="break" />Margaretlin Madre de tuti I Santi <line type="break" /><ul>Galloch Schalloch</ul>
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type="break" />Margaretlin Madre de tuti I Santi <line type="break" /><ul>Galloch
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Schalloch</ul>
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<line
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type="break" />Leisekentritt. Schleicher. <line type="break" />Lasueangel. Laus. Angel. <line
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type="break" />Hengst mensch von einer Prinzeß <line type="empty" />
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@@ -83,27 +86,31 @@
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||||
type="break" />Ahlke Pöleke <nr> </nr> die dumm <nr> </nr> ist und war <line type="break" />
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n’a <nr> </nr> … <nr> </nr>
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<line type="break" />Kropfliesgen. von Harz <line type="break" />
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Metze <nr> </nr> Dreyhaar Alte Hure Kupplerin <line type="break" />Schlinschlanschlodi, kommt
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von Akademien <line type="break" />Metze Magen Regenwurm <line type="break" />Ganz Magen </pe>
|
||||
Metze <nr> </nr> Dreyhaar Alte Hure Kupplerin <line type="break" />Schlinschlanschlodi,
|
||||
kommt von Akademien <line type="break" />Metze Magen Regenwurm <line type="break" />Ganz
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Magen </pe>
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</hand>
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</letterText>
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</letterText>
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<letterText letter="81"><page index="1" />
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||||
<line tab="1" />Gieb mir den gemißbrauchten Namen Gottes
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||||
zurück Herder! mein böser Genius hieß mich das schreiben <line tab="1" />Die Soldaten können noch
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||||
nicht gedruckt werden. Erröthen muß ich freilich über den Unverstand meines letzten Briefes. Gott
|
||||
wo war ich, als ich ihn schrieb. <line tab="1" />Mache Dir keine Gedanken über die Ebbe und Fluth
|
||||
meines Entschlusses. Es sind lauter Lokalverhältnisse die mich so peinigen. Die aber aufhören
|
||||
werden. Ein Poet ist das unglücklichste Wesen unter der Sonnen. <line tab="1" />Grüsse Deine Frau.
|
||||
Sollte ich von hier reisen oder sollte es einst Zeit seyn das grosse Trauerspiel aufzudecken, so
|
||||
werd’ ich Dir vorher schreiben. Bis dahin muß ich noch stumm die Zähne zusammenbeissen und die
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||||
Leiden meines Volks in meinem verborgensten Herzen wüthen lassen. <line type="empty" />
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zurück Herder! mein böser Genius hieß mich das schreiben <line tab="1" />Die Soldaten können
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noch nicht gedruckt werden. Erröthen muß ich freilich über den Unverstand meines letzten
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Briefes. Gott wo war ich, als ich ihn schrieb. <line tab="1" />Mache Dir keine Gedanken über die
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Ebbe und Fluth meines Entschlusses. Es sind lauter Lokalverhältnisse die mich so peinigen. Die
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aber aufhören werden. Ein Poet ist das unglücklichste Wesen unter der Sonnen. <line tab="1" />Grüsse
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Deine Frau. Sollte ich von hier reisen oder sollte es einst Zeit seyn das grosse Trauerspiel
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aufzudecken, so werd’ ich Dir vorher schreiben. Bis dahin muß ich noch stumm die Zähne
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zusammenbeissen und die Leiden meines Volks in meinem verborgensten Herzen wüthen lassen. <line
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type="empty" />
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<line
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type="break" />Strasburg d 18ten Nvbr. 1775. <line type="break" /><align pos="right">Lenz.</align>
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<sidenote
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pos="left" page="1" annotation="am linken Rand, vertikal"> Solltest Du es einst künftig drucken
|
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lassen, so muß auch alsdann mein Name im Anfange verschwiegen bleiben. Ich sag es Dir hier voraus,
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pos="left" page="1" annotation="am linken Rand, vertikal"> Solltest Du es einst künftig
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||||
drucken
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lassen, so muß auch alsdann mein Name im Anfange verschwiegen bleiben. Ich sag es Dir hier
|
||||
voraus,
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||||
falls ich es etwa alsdann zu erinnern vergessen sollte.</sidenote>
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<line type="empty" />
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<align
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@@ -115,10 +122,10 @@
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<line type="break" /><address>Herrn <line type="break" />Herrn <ul>Herder</ul>
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<line
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type="break" />Consistorialrath <line type="break" />in <ul>Bückeburg.</ul></address>
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</letterText>
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</letterText>
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<letterText letter="108"><page index="1" /><hand ref="20">
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<letterText letter="108"><page index="1" /><hand ref="20">
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||||
<align pos="right">Empfangen. Den 12 Febr. 1776.</align>
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</hand>
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<line type="empty" />
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@@ -126,52 +133,57 @@
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type="break" /><align pos="center">Bester Freund!</align>
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<line type="empty" />
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||||
<line tab="1" />Eben
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||||
jetzt erfahre ich von Me. la Roche, was ich noch nie gewußt, daß sie einen Sohn bey Wiel. im Hause
|
||||
gehabt. Ein Donnerschlag hätte mir nicht empfindlicher kommen können als eine Nachricht, die
|
||||
soviel Beziehung auf meine Pasquinade hat, denn ich wollte eher alles in der Welt als diese Frau
|
||||
oder etwas das ihr angeht beleidigen oder kompromittiren. Können Sie es also auf irgend eine Art
|
||||
machen, daß die Wolken entweder gar nicht oder wenn dies <ul>unmöglich ist,</ul> statt der
|
||||
deutschen Namen die Griechischen aus dem Aristophanes: <ul>Strepsiades und Phidippides</ul> (für
|
||||
Leopold Sauk <aq>etc:</aq>) gesetzt und die Vertheidigung W. gegen die Wolken durchaus <ul>nicht
|
||||
jetzt erfahre ich von Me. la Roche, was ich noch nie gewußt, daß sie einen Sohn bey Wiel. im
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||||
Hause gehabt. Ein Donnerschlag hätte mir nicht empfindlicher kommen können als eine Nachricht,
|
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die soviel Beziehung auf meine Pasquinade hat, denn ich wollte eher alles in der Welt als diese
|
||||
Frau oder etwas das ihr angeht beleidigen oder kompromittiren. Können Sie es also auf irgend
|
||||
eine Art machen, daß die Wolken entweder gar nicht oder wenn dies <ul>unmöglich ist,</ul> statt
|
||||
der deutschen Namen die Griechischen aus dem Aristophanes: <ul>Strepsiades und Phidippides</ul>
|
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(für Leopold Sauk <aq>etc:</aq>) gesetzt und die Vertheidigung W. gegen die Wolken durchaus <ul>nicht
|
||||
an diese</ul> angehängt, sondern <ul>detaschirt</ul> gedruckt werden als Palinodie nicht als
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prämeditirte versteckte Apologie derselben. Wie gesagt ich bin über diese Nachricht ausser mir
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denn sie zertrümmert mein ganzes Projeckt, das nichts weniger war als irgend eine Privatperson
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durch meine Possenreissereyen zu beleidigen sondern nur W. aus seinen Schriften turlupiniren
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wollte. <line type="break" /><align pos="right">L.</align>
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<line type="empty" />
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<line type="break" />
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<line
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type="break" />
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<sidenote
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pos="left" page="1" annotation="am linken Rand, vertikal">
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<line tab="1" />Wenn der Druck der Wolken ganz inhibirt werden kann, ich gebe was darum. Die
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Palinodie kann und, muß deswegen doch in die Welt. Desto origineller ist sie. Man kann dazu
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setzen, der V. habe den Druck der W. verhindert und weil viele sie im Mskpt. gelesen, dies zu
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seiner Rechtfertigung geschrieben. Ich will nichts dafür.</sidenote>
|
||||
</letterText>
|
||||
</letterText>
|
||||
|
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||||
<letterText letter="134"><page index="1" /><hand ref="51">
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<!-- sample 6/15: letter 134 (start line 2257, block #134) -->
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||||
<letterText letter="134"><page index="1" /><hand ref="51">
|
||||
<align pos="right">Empf. 23. März 1776.</align>
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||||
</hand>
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<line type="empty" />
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<line type="break" /><align
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<line
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type="break" /><align
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pos="center">Den 15ten Merz</align>
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<line type="empty" />
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||||
<line tab="1" />Eine Reise deren Folgen
|
||||
für mein Vaterland wichtiger als für mich seyn werden, zwingt mich bester der Menschen Sie zu
|
||||
beschwören daß Sie bey Herrn Reich alles anwenden mir das Geld das er <ul>für die Soldaten</ul>
|
||||
versprochen, sogleich durch Ihre gütige Vermittlung zu übermachen und zwar unter <ul>dem Couvert</ul> <ul>des
|
||||
Herrn Merk in Darmstadt</ul> mit dem ich deswegen schon die gehörige Abrede genommen. Sollte es
|
||||
auch unter der mir schmerzlichen Bedingung seyn, daß er das Stück schon auf Ostern bekannt machen
|
||||
müßte. <line tab="1" />Ich brauche Geld nöthiger als das Leben und das zu einem entscheidenden
|
||||
Augenblick der hernach nicht wiederkommt. Könnt’ ich auch für die andere Piece etwas vorausbezahlt
|
||||
bekommen von der Ihnen Boje gesagt haben wird so geschäh mir <ul>auf ewig</ul> eine Wohlthat. Ich
|
||||
bin auf der Hälfte des Weges der meine Laufbahn endet – und komme zu kurz. Helfen Sie! <line
|
||||
<line tab="1" />Eine Reise deren
|
||||
Folgen für mein Vaterland wichtiger als für mich seyn werden, zwingt mich bester der Menschen
|
||||
Sie zu beschwören daß Sie bey Herrn Reich alles anwenden mir das Geld das er <ul>für die
|
||||
Soldaten</ul> versprochen, sogleich durch Ihre gütige Vermittlung zu übermachen und zwar unter <ul>dem
|
||||
Couvert</ul> <ul>des
|
||||
Herrn Merk in Darmstadt</ul> mit dem ich deswegen schon die gehörige Abrede genommen. Sollte
|
||||
es auch unter der mir schmerzlichen Bedingung seyn, daß er das Stück schon auf Ostern bekannt
|
||||
machen müßte. <line tab="1" />Ich brauche Geld nöthiger als das Leben und das zu einem
|
||||
entscheidenden Augenblick der hernach nicht wiederkommt. Könnt’ ich auch für die andere Piece
|
||||
etwas vorausbezahlt bekommen von der Ihnen Boje gesagt haben wird so geschäh mir <ul>auf ewig</ul>
|
||||
eine Wohlthat. Ich bin auf der Hälfte des Weges der meine Laufbahn endet – und komme zu kurz.
|
||||
Helfen Sie! <line
|
||||
type="empty" />
|
||||
<line type="break" /><align pos="right">Ihrem <line type="break" />aufs Äusserste
|
||||
gebrachten <line type="break" />JMRLenz.</align>
|
||||
<line type="break" /><align pos="right">Ihrem <line type="break" />aufs
|
||||
Äusserste gebrachten <line type="break" />JMRLenz.</align>
|
||||
<line type="empty" />
|
||||
<line type="break" />Richten
|
||||
Sie den Brief nur an Herrn Merk in Darmstadt. <sidenote pos="left" page="1"
|
||||
<line
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||||
type="break" />Richten Sie den Brief nur an Herrn Merk in Darmstadt. <sidenote pos="left"
|
||||
page="1"
|
||||
annotation="am linken Rande, vertikal">
|
||||
<line tab="1" />könnte es aufs späteste in 14 Tagen da seyn. Verzeyhen Sie das erste und
|
||||
letztemal daß mich die Noth zwingt in dem <ul>Grad unbescheiden</ul> zu seyn. Wie werd ichs in
|
||||
@@ -179,22 +191,23 @@
|
||||
<page index="2" />
|
||||
<line type="break" /><address>Herrn <line
|
||||
type="break" />Herrn Leibarzt <line type="break" /><ul>Zimmermann</ul>
|
||||
<line type="break" />in <ul>
|
||||
<line type="break" />
|
||||
in <ul>
|
||||
Hannover</ul></address>
|
||||
</letterText>
|
||||
</letterText>
|
||||
|
||||
<!-- sample 7/15: letter 161 (start line 2600, block #161) -->
|
||||
<letterText letter="161">
|
||||
<!-- sample 7/15: letter 161 (start line 2600, block #161) -->
|
||||
<letterText letter="161">
|
||||
<page index="1" />
|
||||
<hand ref="9">
|
||||
<line tab="1" />Mich freut’s liebster Mann wenn es Ihnen wohl gehet. Ihr Briefgen habe erhalten
|
||||
und ihre aufträge sind besorgt bis auf H: Fibich den ich noch nicht gesehen habe. Herr Prof.
|
||||
Koch sagt mir Sie hätten ein Buch von der Bibliothek, ich dachte Sie hätten alle nach Hause
|
||||
geschickt: Er hat es aber doch nicht zurück begehrt. Ich denke Sie kommen bald wieder wann nicht
|
||||
allenfalls eine beßere <aq>vocation</aq> Sie uns weg kapert. Viele<del>n</del> Empfehlungen an
|
||||
meinen Liebsten Goethe, H. V. Knebel, Graf Stollberg und unbekannter weis an Hn. Hofrath
|
||||
Wieland. Hetzler hat mir den 1ten Bogen von meinen Abhandlungen zugeschickt Sie werden auf die
|
||||
Meße fertig. Lieben Sie mich <line type="break" /><align pos="right">Saltzmann</align>
|
||||
<line tab="1" />Mich freut’s liebster Mann wenn es Ihnen wohl gehet. Ihr Briefgen habe
|
||||
erhalten und ihre aufträge sind besorgt bis auf H: Fibich den ich noch nicht gesehen habe.
|
||||
Herr Prof. Koch sagt mir Sie hätten ein Buch von der Bibliothek, ich dachte Sie hätten alle
|
||||
nach Hause geschickt: Er hat es aber doch nicht zurück begehrt. Ich denke Sie kommen bald
|
||||
wieder wann nicht allenfalls eine beßere <aq>vocation</aq> Sie uns weg kapert. Viele<del>n</del>
|
||||
Empfehlungen an meinen Liebsten Goethe, H. V. Knebel, Graf Stollberg und unbekannter weis an
|
||||
Hn. Hofrath Wieland. Hetzler hat mir den 1ten Bogen von meinen Abhandlungen zugeschickt Sie
|
||||
werden auf die Meße fertig. Lieben Sie mich <line type="break" /><align pos="right">Saltzmann</align>
|
||||
<line
|
||||
type="empty" />
|
||||
<line type="break" />Strasburg den 16ten Apr: <ul>1776.</ul></hand>
|
||||
@@ -203,64 +216,68 @@
|
||||
<line type="break" />
|
||||
<hand ref="11">D 16. Apr. 76. <line type="empty" />
|
||||
<line tab="1" />Laß mich mit ein paar Worten
|
||||
dieß Blatt profaniren, meine Liebe zu Dir mag's wieder heiligen. Meine Seele frohlockt drob daß
|
||||
Dirs wohl geht. Deine Grüße sind ausgericht. Alle grüßen Dich wieder und sind herzlich froh daß
|
||||
sie drüber in die Höh springen möchten wann sie hören daß Du glücklich bist. <aq>Mslle.</aq>
|
||||
König. Lauthin. Fibich. Zimmermann. Mechel. <aq>Spener. Sano.</aq> Prinz grüßen Dich. <line
|
||||
dieß Blatt profaniren, meine Liebe zu Dir mag's wieder heiligen. Meine Seele frohlockt drob
|
||||
daß Dirs wohl geht. Deine Grüße sind ausgericht. Alle grüßen Dich wieder und sind herzlich
|
||||
froh daß sie drüber in die Höh springen möchten wann sie hören daß Du glücklich bist. <aq>
|
||||
Mslle.</aq> König. Lauthin. Fibich. Zimmermann. Mechel. <aq>Spener. Sano.</aq> Prinz grüßen
|
||||
Dich. <line
|
||||
tab="1" />Hier ist ein Brief aus dem Philanthr. von Simon und Schweigh: es soll eine <aq>
|
||||
Vocation</aq> drinn seyn für Herrn Lentz den man zum Schriftsteller fürs <aq>Philanth.</aq>
|
||||
wünscht. Schreibst Du ihnen Antwort, so gieb ihnen meinen Gruß ich werd ihnen bald auch
|
||||
schreiben. <line tab="1" />Wann ich die Woche das Pack aus Zürich nicht bekommen werde, so
|
||||
schick ich Dir Deine verlangten Strasb. Manuscripte und machs mit den Briefen wie Du verlangst. <line
|
||||
schick ich Dir Deine verlangten Strasb. Manuscripte und machs mit den Briefen wie Du
|
||||
verlangst. <line
|
||||
tab="1" />Nicht mit meinem Namen aber desto mehr mit meinem Herzen ehre und liebe ich alle
|
||||
verdienstvollen Männer. Insonders sag Dir wieder mit der wärmsten und immerbleibenden
|
||||
Zärtlichkeit daß ich bin Dein Röderer. <line tab="1" />Hastu noch nicht 2 Briefe von mir kriegt,
|
||||
der eine auf Darmstadt an Hn. Merk, der andere nach Weimar, in dem ich Dir sage daß Fräulein von
|
||||
Waldner mit Herrn von Oberkirch den 1sten April um 12 Uhr in der Neuen Kirch <aq>copulirt</aq>
|
||||
worden sind.</hand>
|
||||
</letterText>
|
||||
Zärtlichkeit daß ich bin Dein Röderer. <line tab="1" />Hastu noch nicht 2 Briefe von mir
|
||||
kriegt, der eine auf Darmstadt an Hn. Merk, der andere nach Weimar, in dem ich Dir sage daß
|
||||
Fräulein von Waldner mit Herrn von Oberkirch den 1sten April um 12 Uhr in der Neuen Kirch <aq>
|
||||
copulirt</aq> worden sind.</hand>
|
||||
</letterText>
|
||||
|
||||
<!-- sample 8/15: letter 188 (start line 3052, block #188) -->
|
||||
<letterText letter="188"><page index="1" />
|
||||
<line tab="1" />Wie es zugeht lieber Lavater! daß ich das
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bewußte Bild noch nicht erhalte, da Du es doch Rödern für mich zugeschickt haben willst, begreiffe
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ich nicht, macht mir aber viele Herzensquaal. Das einzige worinn ich auf der Welt (ausser eurer
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Freundschaft) einen Werth setze, das einzige das mich in einer selbstgewählten Einsamkeit von der
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ganzen Weit vergessen, erhalten sollte, zum Besten manches guten Menschen erhalten – soll ich denn
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durchaus auf äusserste gebracht seyn. Ich verlange nichts, fodere nichts als einen Schatten –
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einen Schatten der mich allein an diese Welt binden kann die mich in allen meinen Verhältnissen
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peinigt. Ich will nicht müssig gehen in meiner Einöde, aber ich muß etwas haben das meine Kräfte
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aufrecht erhält, das mich dem grossen Ziel entgegenspornt um des willen ich nur noch lebe. Ich
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weiß sehr wohl daß dies <ul>Schatten,</ul> daß es ein Traum, daß es Betrug ist, aber laß – wenn es
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nur seine Wirkung <sidenote pos="left" page="1"
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<!-- sample 8/15: letter 188 (start line 3052, block #188) -->
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<letterText letter="188"><page index="1" />
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<line tab="1" />Wie es zugeht lieber Lavater! daß ich
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das bewußte Bild noch nicht erhalte, da Du es doch Rödern für mich zugeschickt haben willst,
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begreiffe ich nicht, macht mir aber viele Herzensquaal. Das einzige worinn ich auf der Welt
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(ausser eurer Freundschaft) einen Werth setze, das einzige das mich in einer selbstgewählten
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Einsamkeit von der ganzen Weit vergessen, erhalten sollte, zum Besten manches guten Menschen
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erhalten – soll ich denn durchaus auf äusserste gebracht seyn. Ich verlange nichts, fodere
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nichts als einen Schatten – einen Schatten der mich allein an diese Welt binden kann die mich in
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allen meinen Verhältnissen peinigt. Ich will nicht müssig gehen in meiner Einöde, aber ich muß
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etwas haben das meine Kräfte aufrecht erhält, das mich dem grossen Ziel entgegenspornt um des
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willen ich nur noch lebe. Ich weiß sehr wohl daß dies <ul>Schatten,</ul> daß es ein Traum, daß
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es Betrug ist, aber laß – wenn es nur seine Wirkung <sidenote pos="left" page="1"
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annotation="am linken Rand der ersten Seite, vertikal">thut. Und wenn die vorher bestimmten
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Schläge durch die unsichtbaren Mächte die mich brauchen <insertion pos="top">wollen</insertion>,
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geschehen sind: was ist darnach an dem Instrument gelegen! <del>Das vermuthlich zum Unglück
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bestimmt war.</del> Wende um</sidenote>
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<page index="2" />
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<line tab="1" />Ich habe Deinen 2ten Teil
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Physiognomik nur flüchtig mit dem Herzog durchlauffen können, ihn bey manchen Stellen aufmerksam
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gemacht, ihm vorgelesen und mich gefreut. Sobald ich Ruhe finde geh ich es mit geweyhter Seele
|
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durch, jetzt bin ich auch selbst dazu unfähig. Du bist der Einzige dem ich diese Art meiner
|
||||
Existenz klagen kann, und nicht einmal darinn finde ich Trost. Eine gänzliche Taubheit meiner
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||||
Nerven, die nur wenn ich arbeite, mich alle Stacheln des Schmerzens fühlen lassen. Sage mir ein
|
||||
Wort insbesondere, das wird wohlthun: aber um alles in der Welt schone mich nicht. Das macht bey
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||||
mir alles nur schlimmer. Ich bin auf den Punkt verschwiegener unangenehmer Nachrichten
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scharfsichtiger als Du glaubst. Wahrheit ist immer der einzige Trost <insertion pos="top">für mich</insertion>
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gewesen. <page index="3" />
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<line tab="1" />Wie ich itzt so klein so schwach gegen ehemals mich
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fühle. Gieb mir mehr <insertion pos="top">wirkliche</insertion> Schmerzen damit mich die
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imaginairen nicht unterkriegen. O Schmerzen Schmerzen Mann Gottes, nicht Trost ist mein Bedürfniß.
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||||
Diese Taubheit allein kann ich nicht ertragen. <line tab="1" />Du bist in Carlsruhe gewesen, wie
|
||||
mir Herr von Edelsheim, Minister am dortigen Hofe, der die Trauerpost von der russischen
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||||
Großfürstin Tode hieher brachte, erzählt hat. Wie hat dirs dort gefallen? Und solltest Du nicht
|
||||
den Weg über Strasb. genommen haben? Und solltest Du niemand dort gesehen und gesprochen haben? <line
|
||||
tab="1" />Bode ist eben von hier abgereist der Uebersetzer von Tristram Schandy. Goethens Erwin
|
||||
ist mit der Musik von der Herzogin Mutter Ietzt hier aufgeführt worden. Frage doch Kaysern ob er
|
||||
mich ganz vergessen hat? Hier warten soviele auf das Familiengemählde. <line tab="1" />Wie wir mit
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||||
Wiel. stehen, soll das Publikum nächstens öffentlich erfahren. Wie wärs, wenn er frömmer wäre als
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||||
wir alle? Ein wunderbarer Mann, dessen Erkenntniß mir hier sehr wohlthut. Im Musäum (doch sags ihm
|
||||
nicht) laß ich bald etwas über ihn einrücken. Ich bin ihm sehr gut und seiner Frau u. Kindern. <line
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||||
<line tab="1" />Ich habe Deinen 2ten
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Teil Physiognomik nur flüchtig mit dem Herzog durchlauffen können, ihn bey manchen Stellen
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||||
aufmerksam gemacht, ihm vorgelesen und mich gefreut. Sobald ich Ruhe finde geh ich es mit
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||||
geweyhter Seele durch, jetzt bin ich auch selbst dazu unfähig. Du bist der Einzige dem ich diese
|
||||
Art meiner Existenz klagen kann, und nicht einmal darinn finde ich Trost. Eine gänzliche
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||||
Taubheit meiner Nerven, die nur wenn ich arbeite, mich alle Stacheln des Schmerzens fühlen
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lassen. Sage mir ein Wort insbesondere, das wird wohlthun: aber um alles in der Welt schone mich
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nicht. Das macht bey mir alles nur schlimmer. Ich bin auf den Punkt verschwiegener unangenehmer
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Nachrichten scharfsichtiger als Du glaubst. Wahrheit ist immer der einzige Trost <insertion
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pos="top">für mich</insertion> gewesen. <page index="3" />
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<line tab="1" />Wie ich itzt so
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||||
klein so schwach gegen ehemals mich fühle. Gieb mir mehr <insertion pos="top">wirkliche</insertion>
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Schmerzen damit mich die imaginairen nicht unterkriegen. O Schmerzen Schmerzen Mann Gottes,
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||||
nicht Trost ist mein Bedürfniß. Diese Taubheit allein kann ich nicht ertragen. <line tab="1" />Du
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||||
bist in Carlsruhe gewesen, wie mir Herr von Edelsheim, Minister am dortigen Hofe, der die
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||||
Trauerpost von der russischen Großfürstin Tode hieher brachte, erzählt hat. Wie hat dirs dort
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||||
gefallen? Und solltest Du nicht den Weg über Strasb. genommen haben? Und solltest Du niemand
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||||
dort gesehen und gesprochen haben? <line
|
||||
tab="1" />Bode ist eben von hier abgereist der Uebersetzer von Tristram Schandy. Goethens
|
||||
Erwin ist mit der Musik von der Herzogin Mutter Ietzt hier aufgeführt worden. Frage doch Kaysern
|
||||
ob er mich ganz vergessen hat? Hier warten soviele auf das Familiengemählde. <line tab="1" />Wie
|
||||
wir mit Wiel. stehen, soll das Publikum nächstens öffentlich erfahren. Wie wärs, wenn er frömmer
|
||||
wäre als wir alle? Ein wunderbarer Mann, dessen Erkenntniß mir hier sehr wohlthut. Im Musäum
|
||||
(doch sags ihm nicht) laß ich bald etwas über ihn einrücken. Ich bin ihm sehr gut und seiner
|
||||
Frau u. Kindern. <line
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||||
type="break" /><align pos="right">L.</align>
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<page index="4" />
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<line type="empty" />
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@@ -268,18 +285,18 @@
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type="break" /><address>Herrn <line type="break" />Herrn <dul>JC. Lavater</dul>
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<line
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type="break" />Pfarrer am Waysenhause <line type="break" />zu <ul>Zürich</ul></address>
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</letterText>
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</letterText>
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<!-- sample 9/15: letter 214 (start line 3486, block #214) -->
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<letterText letter="214"><page index="1" />
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<!-- sample 9/15: letter 214 (start line 3486, block #214) -->
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<letterText letter="214"><page index="1" />
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||||
<line tab="1" />ich hab’ Euch versprochen es Euch sauer
|
||||
zu machen, Klinger, ja Maler Müller und Wagner selbst, den recht sehr schätze. Nehmt Euch also in
|
||||
Acht vor mir, parirt ja wohl und wenn Ihr Blöße findet, so stoßt hinein auf mich wie ihr wollt und
|
||||
wie ihr könnt. Göthe hat ein Pasquill von mir, worin Euch allen die Köpfe gewaschen werden – bis
|
||||
ihr gescheuter seyd </letterText>
|
||||
zu machen, Klinger, ja Maler Müller und Wagner selbst, den recht sehr schätze. Nehmt Euch also
|
||||
in Acht vor mir, parirt ja wohl und wenn Ihr Blöße findet, so stoßt hinein auf mich wie ihr
|
||||
wollt und wie ihr könnt. Göthe hat ein Pasquill von mir, worin Euch allen die Köpfe gewaschen
|
||||
werden – bis ihr gescheuter seyd </letterText>
|
||||
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<!-- sample 10/15: letter 241 (start line 3915, block #241) -->
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||||
<letterText letter="241"><page index="1" />An keinem Orte keine Antwort. <line type="empty" />
|
||||
<!-- sample 10/15: letter 241 (start line 3915, block #241) -->
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||||
<letterText letter="241"><page index="1" />An keinem Orte keine Antwort. <line type="empty" />
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||||
<line
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||||
type="break" />Herr Cästner mündliche Antwort, viele <aq>Compli.</aq> nebst Versicherung der
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||||
besten Besorgung. <line type="empty" />
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@@ -291,90 +308,95 @@
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||||
type="break" />Philip habe auf 3 mal nicht angetrofen und Bothenfrau, will – oder kann nicht
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||||
länger warten. <line type="empty" />
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||||
<line type="break" />innliegend etwas, u. da es ein
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||||
Hofbedienter gebracht. <insertion pos="top">vermuthe</insertion> daß solches von Herrn Göthe sei u
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||||
etwan bei Durchl. Herzog geschrieben ist. <line type="empty" />
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||||
<line type="break" />Der Schneider
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||||
ist nicht fertig. Philip hat es vielleicht vergessen Dürfte ich Ihnen ersuchen, alle Ihre Commiss.
|
||||
ohne <aq>Compliments</aq>
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||||
Hofbedienter gebracht. <insertion pos="top">vermuthe</insertion> daß solches von Herrn Göthe sei
|
||||
u etwan bei Durchl. Herzog geschrieben ist. <line type="empty" />
|
||||
<line type="break" />Der
|
||||
Schneider ist nicht fertig. Philip hat es vielleicht vergessen Dürfte ich Ihnen ersuchen, alle
|
||||
Ihre Commiss. ohne <aq>Compliments</aq>
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<line type="break" />
|
||||
<line type="break" />an mich zu schicken. Jeder Tag
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da ich die Bothenfrau vermuthe ist vor mich ein Freuden Tag. Seyn Sie deß versichert. Leben Sie
|
||||
wohl. <page index="2" />
|
||||
<line type="break" />an mich zu
|
||||
schicken. Jeder Tag da ich die Bothenfrau vermuthe ist vor mich ein Freuden Tag. Seyn Sie deß
|
||||
versichert. Leben Sie wohl. <page index="2" />
|
||||
<line type="empty" />
|
||||
<line type="break" />Der Brief ist nach Göttingen <aq>
|
||||
<line type="break" />Der
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Brief ist nach Göttingen <aq>
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francirt</aq> kostet aber nur 3 g. also 1 g. zurück. <line type="empty" />
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<line type="break" />Viele
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Compl. von Herrn von Kalb <line type="empty" />
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<line type="break" /><align pos="right">
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||||
<aq>Schenck</aq>
|
||||
</align>
|
||||
</letterText>
|
||||
</letterText>
|
||||
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||||
<!-- sample 11/15: letter 267 (start line 4227, block #267) -->
|
||||
<letterText letter="267"><page index="1" />
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||||
<!-- sample 11/15: letter 267 (start line 4227, block #267) -->
|
||||
<letterText letter="267"><page index="1" />
|
||||
<line tab="1" />Lieber Hafner! wenn Du oder Herr Otto
|
||||
unter Euren Pappieren etwas habt, dessen Bekanntmachung ihr wünschtet (vorausgesetzt daß es eurem
|
||||
eigenen höchsten Ideal von dem entspricht, was über die Sache gesagt werden könne <line tab="1" />so
|
||||
dürft Ihrs nur mit einem Briefe gerade an Wieland begleiten (Herrn Hofrath Wieland zu Weymar) er
|
||||
macht sich eine Freude daraus alles zu <ul>befördern</ul> was im Elsaß Aufmerksamkeit verdient.
|
||||
Euer Zutrauen zu ihm kann unbegrenzt seyn, trauet dieses einem zu, der ihn gesehen, und nicht aus
|
||||
litterarischpolitischen Absichten sein Freund worden ist. <line tab="1" />Eine Kleinigkeit um die
|
||||
ich Euch aber bitten will insofern ich Euch nach unserer alten Freundschaft und als geborne
|
||||
Teutsche ansehe. Diese wäre, aus Gefälligkeit gegen Wieland den Namen unsers Vaterlandes künftig
|
||||
hin nicht mit einem weichen D. sondern mit einem harten T zu schreiben. Ich habe seine Gründe
|
||||
drüber gehört und mich aus eigner Willkühr entschlossen <page index="2" />dem alten Schulmeister
|
||||
Gottsched zum Trotz und einem Mann wie Wieland zu Liebe mein Vaterland nicht mehr zu beschimpfen
|
||||
wenn ich es von Deut einem Niedersächsischen Wort das „eine Nichtswürdigkeit“ bedeutet herleite,
|
||||
da unser Stifter Teut hieß und die älteste Schreibart diese kleine aber liebenswürdige Grille
|
||||
Wielands rechtfertigt. <line tab="1" />Wenn jemand Recht hat, Brüder! wer wollte einen Augenblick
|
||||
anstehen ihm Recht zu geben. <line tab="1" />Solltet Ihr sonst jemand wissen, der nicht aus
|
||||
Eigennutz, sondern aus inniger Liebe zur lautersten Ehre, aus Begierde den Edelsten unsers
|
||||
Vaterlandes auf eine edle Art bekannt zu werden, etwas das dem Elsaß Ehre machte, in den Merkur
|
||||
wollte rücken lassen, der es auf die geschwindeste und einzig mögliche Art an <page index="3" />unsern
|
||||
Höfen und in unsern besten Gesellschaften bekannt macht, so werdt Ihr mir einen Gefallen thun, mir
|
||||
Nachrichten von ihm zu geben, damit ich meine Einladung an ihn selber wenden könne. Adressirt die
|
||||
Briefe nur: an Herrn Hofrath Schlosser, in Emmedingen, abzugeben an Herrn Lenz. <sidenote
|
||||
unter Euren Pappieren etwas habt, dessen Bekanntmachung ihr wünschtet (vorausgesetzt daß es
|
||||
eurem eigenen höchsten Ideal von dem entspricht, was über die Sache gesagt werden könne <line
|
||||
tab="1" />so dürft Ihrs nur mit einem Briefe gerade an Wieland begleiten (Herrn Hofrath
|
||||
Wieland zu Weymar) er macht sich eine Freude daraus alles zu <ul>befördern</ul> was im Elsaß
|
||||
Aufmerksamkeit verdient. Euer Zutrauen zu ihm kann unbegrenzt seyn, trauet dieses einem zu, der
|
||||
ihn gesehen, und nicht aus litterarischpolitischen Absichten sein Freund worden ist. <line
|
||||
tab="1" />Eine Kleinigkeit um die ich Euch aber bitten will insofern ich Euch nach unserer
|
||||
alten Freundschaft und als geborne Teutsche ansehe. Diese wäre, aus Gefälligkeit gegen Wieland
|
||||
den Namen unsers Vaterlandes künftig hin nicht mit einem weichen D. sondern mit einem harten T
|
||||
zu schreiben. Ich habe seine Gründe drüber gehört und mich aus eigner Willkühr entschlossen <page
|
||||
index="2" />dem alten Schulmeister Gottsched zum Trotz und einem Mann wie Wieland zu Liebe
|
||||
mein Vaterland nicht mehr zu beschimpfen wenn ich es von Deut einem Niedersächsischen Wort das
|
||||
„eine Nichtswürdigkeit“ bedeutet herleite, da unser Stifter Teut hieß und die älteste Schreibart
|
||||
diese kleine aber liebenswürdige Grille Wielands rechtfertigt. <line tab="1" />Wenn jemand Recht
|
||||
hat, Brüder! wer wollte einen Augenblick anstehen ihm Recht zu geben. <line tab="1" />Solltet
|
||||
Ihr sonst jemand wissen, der nicht aus Eigennutz, sondern aus inniger Liebe zur lautersten Ehre,
|
||||
aus Begierde den Edelsten unsers Vaterlandes auf eine edle Art bekannt zu werden, etwas das dem
|
||||
Elsaß Ehre machte, in den Merkur wollte rücken lassen, der es auf die geschwindeste und einzig
|
||||
mögliche Art an <page index="3" />unsern Höfen und in unsern besten Gesellschaften bekannt
|
||||
macht, so werdt Ihr mir einen Gefallen thun, mir Nachrichten von ihm zu geben, damit ich meine
|
||||
Einladung an ihn selber wenden könne. Adressirt die Briefe nur: an Herrn Hofrath Schlosser, in
|
||||
Emmedingen, abzugeben an Herrn Lenz. <sidenote
|
||||
pos="left" page="2" annotation="am linken Rand der zweiten Seite, vertikal">
|
||||
<line tab="1" />Sehr gut wäre es wenn Ihr zu allem was Ihr einschicktet, hinzusetztet: <ul>aus
|
||||
dem Elsaß,</ul> es mögte mit Eurem Namen oder mit andern Buchstaben unterzeichnet sein. Ramond
|
||||
wird vermuthlich schon vom Herrn Aktuarius erfahren haben, daß Ihre Durchl. die Herzoginn Mutter
|
||||
sein Drama, nachdem sie mich darum gefragt, behalten haben. <line tab="1" />Ganze <ul>grosse</ul>
|
||||
Dramen würde Wiel. schwerlich in den Merkur rücken können, wohl aber kleine. Ueberhaupt bitte ich,
|
||||
Euch kurz zu fassen.</sidenote>
|
||||
<line tab="1" />Wenn Du zu Herrn von Türkheim gehst so mach ihm von
|
||||
mir viele der schönsten Empfehlungen, nicht bloß wie sie seine persönlichen Liebenswürdigkeiten,
|
||||
sondern hauptsächlich seine patriotische Wärme für seine Vaterstadt verdienen. Melde mir welch
|
||||
einen Gang der Bürgerfreund und die Teutsche und Französische Gesellschaft in seinem Hause nehmen.
|
||||
Herrn Blessig empfiehl mich gleichfalls und schreib mir von seinen Neuigkeiten. Ein Gleiches bitte
|
||||
den Herren Ramond u. Matthieu zu thun wovon ich dem erstem Glück wünschen lasse, falls er schon
|
||||
abgestiegen ist von seinem <ul>hölzernen</ul> Pferde. Vermuthlich wirst Du bald hinauf steigen und
|
||||
dann einen glücklichen Ritt. <line type="break" />E. den 13ten. <line type="break" /><align
|
||||
Dramen würde Wiel. schwerlich in den Merkur rücken können, wohl aber kleine. Ueberhaupt bitte
|
||||
ich, Euch kurz zu fassen.</sidenote>
|
||||
<line tab="1" />Wenn Du zu Herrn von Türkheim gehst so mach
|
||||
ihm von mir viele der schönsten Empfehlungen, nicht bloß wie sie seine persönlichen
|
||||
Liebenswürdigkeiten, sondern hauptsächlich seine patriotische Wärme für seine Vaterstadt
|
||||
verdienen. Melde mir welch einen Gang der Bürgerfreund und die Teutsche und Französische
|
||||
Gesellschaft in seinem Hause nehmen. Herrn Blessig empfiehl mich gleichfalls und schreib mir von
|
||||
seinen Neuigkeiten. Ein Gleiches bitte den Herren Ramond u. Matthieu zu thun wovon ich dem
|
||||
erstem Glück wünschen lasse, falls er schon abgestiegen ist von seinem <ul>hölzernen</ul>
|
||||
Pferde. Vermuthlich wirst Du bald hinauf steigen und dann einen glücklichen Ritt. <line
|
||||
type="break" />E. den 13ten. <line type="break" /><align
|
||||
pos="right">L.</align>
|
||||
<sidenote pos="left" page="3"
|
||||
annotation="am linken Rand der dritten Seite, vertikal">
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||||
<line tab="1" />Es steht bei Euch, Eure Namen zu Euren Ausarbeitungen herzugeben, oder vorher zu
|
||||
versuchen welch ein Glück sie bei Kennern machen. Der Himmel walte über Euch und regiere Euch.</sidenote>
|
||||
<line tab="1" />Es steht bei Euch, Eure Namen zu Euren Ausarbeitungen herzugeben, oder vorher
|
||||
zu versuchen welch ein Glück sie bei Kennern machen. Der Himmel walte über Euch und regiere
|
||||
Euch.</sidenote>
|
||||
<page
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index="4" />
|
||||
<line type="empty" />
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<line type="break" /><address>Herrn <line type="break" />Herrn <ul>
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<line type="break" /><address>Herrn <line type="break" />
|
||||
Herrn <ul>
|
||||
Hafner</ul>
|
||||
<line type="break" />Candidaten der Theologie <line type="break" />zu Strasburg <line
|
||||
type="break" />gegenüber der neuen Kirche</address>
|
||||
</letterText>
|
||||
</letterText>
|
||||
|
||||
<!-- sample 12/15: letter 294 (start line 4983, block #294) -->
|
||||
<letterText letter="294"><page index="1" /><align pos="right">Bern d. 7 August 1777 <line
|
||||
<!-- sample 12/15: letter 294 (start line 4983, block #294) -->
|
||||
<letterText letter="294"><page index="1" /><align pos="right">Bern d. 7 August 1777 <line
|
||||
type="break" /><gr>εν πιστει</gr>.</align>
|
||||
<line type="empty" />
|
||||
<line type="empty" />
|
||||
<line
|
||||
tab="1" />Lavater! ich bin hier in einem theuren Wirthshause und ohne Geld – und erwarte von Dir
|
||||
– daß Du mir gleich nach Ansicht dieses eine Louisd’or und einen Dukaten zuschickest Schiebst Dus
|
||||
einen Posttag auf, so gerath ich in Schulden und andern Händeln die noch schlimmer sind. Wie ich
|
||||
hie hergekommen, frag nicht, alles das läßt sich im Briefe nicht füglich sagen. – Ich hoffe
|
||||
Schlosser hat Dir für mich schon Geld von Weygandt zugeschickt; ists geschehn, so wieg ich Deinem
|
||||
Arm desto weniger, der mich in dem Fall in dem ich itzt bin, ganz allein stützen kann <line
|
||||
tab="1" />Lavater! ich bin hier in einem theuren Wirthshause und ohne Geld – und erwarte von
|
||||
Dir – daß Du mir gleich nach Ansicht dieses eine Louisd’or und einen Dukaten zuschickest
|
||||
Schiebst Dus einen Posttag auf, so gerath ich in Schulden und andern Händeln die noch schlimmer
|
||||
sind. Wie ich hie hergekommen, frag nicht, alles das läßt sich im Briefe nicht füglich sagen. –
|
||||
Ich hoffe Schlosser hat Dir für mich schon Geld von Weygandt zugeschickt; ists geschehn, so wieg
|
||||
ich Deinem Arm desto weniger, der mich in dem Fall in dem ich itzt bin, ganz allein stützen kann <line
|
||||
tab="1" />Ich werde nicht in Zürich bleiben können. Ausgenommen daß vor der Hand – meine
|
||||
Wirthschaftsumstände dort richten werde und mir deshalb ein acht Tage Aufenthalt in Deinem Hause
|
||||
ausbitten muß. Kanns aber nicht seyn so sags nur ohne Rückhalt, <ul>denn Du bist ohnehin geplagt
|
||||
@@ -385,87 +407,90 @@
|
||||
pos="left" page="1" annotation="Am linken Rand, vertikal">Ich habe mich hinter Sitten von
|
||||
Hohenthal getrennt, von dem ich kein Geld habe nehmen wollen.</sidenote>
|
||||
<line tab="1" />Meine
|
||||
Adresse ist in der Krone zu Bern. Ich verlasse mich drauf, aufs späteste künftigen Donnerstag als
|
||||
den 14ten eine Antwort von Dir zu haben, wie mir Pestalotz der Jüngere, der diesen Brief mitnimmt,
|
||||
versichert hat. – <line tab="1" />Gegenwärtigen Zettel laß doch Bester – Kaisern – aber nicht dem
|
||||
Römischen – <ul>aufs geschwindeste</ul> zukommen. Vielleicht will er meine Adresse, die ich ihm zu
|
||||
geben vergessen, alsdenn bitte sie ihm zu sagen. <aq>a rivederti.</aq>
|
||||
</letterText>
|
||||
Adresse ist in der Krone zu Bern. Ich verlasse mich drauf, aufs späteste künftigen Donnerstag
|
||||
als den 14ten eine Antwort von Dir zu haben, wie mir Pestalotz der Jüngere, der diesen Brief
|
||||
mitnimmt, versichert hat. – <line tab="1" />Gegenwärtigen Zettel laß doch Bester – Kaisern –
|
||||
aber nicht dem Römischen – <ul>aufs geschwindeste</ul> zukommen. Vielleicht will er meine
|
||||
Adresse, die ich ihm zu geben vergessen, alsdenn bitte sie ihm zu sagen. <aq>a rivederti.</aq>
|
||||
</letterText>
|
||||
|
||||
<!-- sample 13/15: letter 321 (start line 5467, block #321) -->
|
||||
<letterText letter="321"><page index="1" /><ink ref="2">
|
||||
<!-- sample 13/15: letter 321 (start line 5467, block #321) -->
|
||||
<letterText letter="321"><page index="1" /><ink ref="2">
|
||||
<align pos="right">Riga d. 2ten 8br 1779 <insertion pos="top">a. St.</insertion></align>
|
||||
</ink>
|
||||
<line
|
||||
type="break" />Theurester Bester! <line type="empty" />
|
||||
<line tab="1" />Verzeyhen Sie die Form
|
||||
dieses Briefs, wie die Zumuthung die er enthält und setzen beydes auf die Rechnung des strengsten
|
||||
Vertrauens nicht in Ihre Freundschaft und Güte für mich, die, wie ich aus Proben ersehen
|
||||
unbeschränkt ist – sondern in Ihre Gerechtigkeit und Wahrheitsliebe. Ich bitte diese Worte nicht
|
||||
nach dem Herkommen gedruckter Stutzernomenklatur – sondern diesmal nach der Bedeutung der
|
||||
Einsamkeit und ihres Entschlusses auf immer zu nehmen. Also fort für diesmal mit allen äußern
|
||||
Verhältnissen, die die schnelle Sprache dessen was eine besondere Lage der Umstände jetzt auf mich
|
||||
wirken muß, nur höchst unfruchtbar aufhalten würden. <line tab="1" />Ich komme eben von einem
|
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Besuch in Gesellschaft meines lieben grauen Vaters und eines jüngeren Bruders, der Sie in Weymar
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gesehen, wo ich auf die sonderbarste Art von der Welt in die Enge gebracht bin. Die zärtesten
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Sayten meines Herzens und möcht ich sagen, einer gewissen Art von Ehre deren System ich eben nicht
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recht von mir geben kann, sind angeschlagen und – kurz ich bin diesmal in großer Verlegenheit – –
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die vielleicht durch diesen Brief noch vergrössert wird; aber genug, ich kann mir nicht helfen. Es
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ist lange vor meiner Ankunft in Riga von einer Besetzung des nur halb erledigten Rektorats der
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Dohmschule (von dem Hr. D. Schlegel sich den Theologischen Theil vorbehält) die Rede gewesen. Mir
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hatte man gleich bei meiner Ankunft ins Land verschiedene Vorschläge nach Petersburg gemacht, von
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denen mein Herz, weiß ich aus was für Besorgnissen, zurücksteuerte, doch ohne sie ganz aufzugeben.
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Ein Gönner meines Schwagers <page index="2" />ein Edelmann der es auch ohne Geburt seyn würde, den
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soll ich sagen sein Herz oder sein Geschmak der auf Ambassaden bis nach Spanien, wohl hat
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ausgebildet werden können, auch mir sehr anziehend machen – schon damals gemacht hatten, als er
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von seinen ersten Reisen als blosser Cavalier durch Königsberg nach Hause zurückgieng; erscheint
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in unsers Freund Hartknochs Laden. Außer dem Anzüglichen seiner Person, hielt ichs in Ansehung
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meines Schwagers, der von dem Hause viel Güte genossen, für Pflicht, ihn – und zugleich dem Haupt
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dieser Stadt, seinem Schwiegervater die Aufwartung zu machen. Ich beredte, weil er von einem
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vorhabenden Besuch bey meinem Vater sprach, den Altgen mit dazu, ihm zuvorzukommen. Wir treffen
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ihn nicht zu Hause, wohl aber den Hn. Bürgermeister, einen der thätigsten und ausgezeichnetsten
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Patrioten der Stadt und – stellen Sie sich meine Verwirrung vor, als ganz unvorbereitet, ganz
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überraschend für mich und vermuthlich für alle die gegenwärtig waren, mit der Naivität von der Sie
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sich bey meinem Vater nur eine dunkle Vorstellung – auch Sie! machen können, er förmlich bey der
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Schule für mich anspricht, und wenn ihnen ein Subjekt dazu fehlte, mich – unparteyisch – welch ein
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Ausdruck – unparteyisch dazu empfielt. Herr Burgermeisters S. Miene die sich dabey sichtbar
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veränderte, machte mir den Mann noch einmal so ehrwürdig, denn nun hatte ich wenigstens meiner
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eignen Verlegenheit etwas zuzugesellen. Noch mehr aber seine langsame und geflissentlich <page
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dieses Briefs, wie die Zumuthung die er enthält und setzen beydes auf die Rechnung des
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strengsten Vertrauens nicht in Ihre Freundschaft und Güte für mich, die, wie ich aus Proben
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ersehen unbeschränkt ist – sondern in Ihre Gerechtigkeit und Wahrheitsliebe. Ich bitte diese
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Worte nicht nach dem Herkommen gedruckter Stutzernomenklatur – sondern diesmal nach der
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Bedeutung der Einsamkeit und ihres Entschlusses auf immer zu nehmen. Also fort für diesmal mit
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allen äußern Verhältnissen, die die schnelle Sprache dessen was eine besondere Lage der Umstände
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jetzt auf mich wirken muß, nur höchst unfruchtbar aufhalten würden. <line tab="1" />Ich komme
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eben von einem Besuch in Gesellschaft meines lieben grauen Vaters und eines jüngeren Bruders,
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der Sie in Weymar gesehen, wo ich auf die sonderbarste Art von der Welt in die Enge gebracht
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bin. Die zärtesten Sayten meines Herzens und möcht ich sagen, einer gewissen Art von Ehre deren
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System ich eben nicht recht von mir geben kann, sind angeschlagen und – kurz ich bin diesmal in
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großer Verlegenheit – – die vielleicht durch diesen Brief noch vergrössert wird; aber genug, ich
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kann mir nicht helfen. Es ist lange vor meiner Ankunft in Riga von einer Besetzung des nur halb
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erledigten Rektorats der Dohmschule (von dem Hr. D. Schlegel sich den Theologischen Theil
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vorbehält) die Rede gewesen. Mir hatte man gleich bei meiner Ankunft ins Land verschiedene
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Vorschläge nach Petersburg gemacht, von denen mein Herz, weiß ich aus was für Besorgnissen,
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zurücksteuerte, doch ohne sie ganz aufzugeben. Ein Gönner meines Schwagers <page index="2" />ein
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Edelmann der es auch ohne Geburt seyn würde, den soll ich sagen sein Herz oder sein Geschmak der
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auf Ambassaden bis nach Spanien, wohl hat ausgebildet werden können, auch mir sehr anziehend
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machen – schon damals gemacht hatten, als er von seinen ersten Reisen als blosser Cavalier durch
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Königsberg nach Hause zurückgieng; erscheint in unsers Freund Hartknochs Laden. Außer dem
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Anzüglichen seiner Person, hielt ichs in Ansehung meines Schwagers, der von dem Hause viel Güte
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genossen, für Pflicht, ihn – und zugleich dem Haupt dieser Stadt, seinem Schwiegervater die
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Aufwartung zu machen. Ich beredte, weil er von einem vorhabenden Besuch bey meinem Vater sprach,
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den Altgen mit dazu, ihm zuvorzukommen. Wir treffen ihn nicht zu Hause, wohl aber den Hn.
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Bürgermeister, einen der thätigsten und ausgezeichnetsten Patrioten der Stadt und – stellen Sie
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sich meine Verwirrung vor, als ganz unvorbereitet, ganz überraschend für mich und vermuthlich
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für alle die gegenwärtig waren, mit der Naivität von der Sie sich bey meinem Vater nur eine
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dunkle Vorstellung – auch Sie! machen können, er förmlich bey der Schule für mich anspricht, und
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wenn ihnen ein Subjekt dazu fehlte, mich – unparteyisch – welch ein Ausdruck – unparteyisch dazu
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empfielt. Herr Burgermeisters S. Miene die sich dabey sichtbar veränderte, machte mir den Mann
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noch einmal so ehrwürdig, denn nun hatte ich wenigstens meiner eignen Verlegenheit etwas
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zuzugesellen. Noch mehr aber seine langsame und geflissentlich <page
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index="3" />überlegte Antwort: es sey deswegen an auswärtige Gelehrte geschrieben worden, von
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denen zwey abgesagt, itzt steh man mit einem dritten in Traktaten habe aber auch zugleich an Sie –
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geschrieben und wolle in dem Stück ganz und gar auf Ihre Empfehlung fussen. Itzt hätte mir wohl
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werden sollen, und mir wards – aber nicht so ganz – ich gehe zu einem Freunde wo ich von andern in
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das Fach hin einschlagenden Dingen sehr beunruhigt, aber ohne daß sie mich selbst angiengen, zu
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sprechen hatte, komme zurück und will sehen, was unsers Hartknochs sehr üble Brust heute macht und
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– find ihn an einer Post nach Leipzig die er expedirt, und mir Pappier und Feder hinlegt, wenn ich
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auch an jemand schreiben wollte. – An wen anders als an Sie – – mich zu empfehlen? nicht doch –
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Ihre Empfehlung zu erbitten, zu verbitten – auch nicht, kurz ich weiß selbst nicht was ich will,
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was ich soll – – aber an wen anders kann, darf ich das schreiben als an Sie – Freund Goethe – hat
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mich wohl vergessen – mag will wie ich sehe sich in keins meiner Angelegenheiten mehr mischen,
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wird vielleicht durch jede Art meiner Zuschriften selber soll ich sagen beleidigt? – – doch gewiß
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beunruhigt – und soll ich empfolen sein – wär ichs am liebsten von Ihnen. Guter Gott, aber Sie
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kennen, wenn Sie mein Herz ja kennen, weder mein Geschick überhaupt noch zu einer solchen Stelle
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in sonderheit. Soviel sag ich Ihnen frey und wills druken lassen, daß in <ul>meinem Vaterlande</ul>
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mir eine solche Stelle die wünschenswertheste wäre. Und wem sollte sie es nicht seyn. Ich wollte
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solang wenigstens an mir pressen <page index="4" />bis das was ich gutes und vortheilhaftes
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draussen eingesogen, ausgedrükt wäre, mögte man hernach mit dem löchrichten Herzen machen was man
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wollte. Bey alledem aber habe ich die Theologie – nicht gründlich studirt, kann auch keine grosse
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Theologen auf die grosse Bühne der Welt schicken. Dafür aber hab ich mich ein wenig in der
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Geschichte und Gesetzen meines Vaterlands umgesehen, die ich immer fleissiger mit Zuziehung der
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erfahrensten Männer zu studieren gedenke, will dabey gern in dem bißgen Griechisch und modernen
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Sprachen, was ich weiß, auch in der sogenannten schönen Kenntniß von Kunstwerken und Kunstsachen,
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auch wenn der Adel, der fast den zahlreichsten Theil unsers Landes ausmacht und um Unterricht
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verlegen ist, mit zu unsrer Bürgerschule gezogen werden soll, in besondern Stunden in dem
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historischen Theil der alten und neuen Taktik Fortifikation u. s. f. soweit Unterricht geben, daß
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er hernach praktischem Unterricht schneller nutzen kann, so auch in Staatsgeschichte und <ul>
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Staatswirtschaft</ul> welches mir ein Hauptbedürfniß meines Vaterlands scheint – auch lateinische
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Autoren lesen, und Redübungen mitbetreiben helfen, nach meinen Kräften – <line tab="1" />Wissen
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Sie ein redlicheres, stärkeres und ausdaurenderes Subjekt für diese Anstalt deren Einrichtung so
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wie die Stärke und Umfang seiner Nerven, Kräfte und erworbenen Anlagen Sie kennen, so bezeuge ich
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hiemit vor Gott – den ich nicht leichtsinnig zum Zeugen nehmen mag – daß ich der Anstalt Glük
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wünschen und mit dem Schmerz hier nicht haben nützen zu können mich auch a<tl></tl>hnen lernen
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werde ohne einen Gedanken von <tl></tl>le den, Ihnen und Ihnen ähnlichen, mit voller warmer
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Hochachtung gewiedmeten wegzugeben oder ärmer an <tl></tl>m Gefühl zu <sidenote pos="left"
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denen zwey abgesagt, itzt steh man mit einem dritten in Traktaten habe aber auch zugleich an Sie
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– geschrieben und wolle in dem Stück ganz und gar auf Ihre Empfehlung fussen. Itzt hätte mir
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wohl werden sollen, und mir wards – aber nicht so ganz – ich gehe zu einem Freunde wo ich von
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andern in das Fach hin einschlagenden Dingen sehr beunruhigt, aber ohne daß sie mich selbst
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angiengen, zu sprechen hatte, komme zurück und will sehen, was unsers Hartknochs sehr üble Brust
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heute macht und – find ihn an einer Post nach Leipzig die er expedirt, und mir Pappier und Feder
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hinlegt, wenn ich auch an jemand schreiben wollte. – An wen anders als an Sie – – mich zu
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empfehlen? nicht doch – Ihre Empfehlung zu erbitten, zu verbitten – auch nicht, kurz ich weiß
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selbst nicht was ich will, was ich soll – – aber an wen anders kann, darf ich das schreiben als
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an Sie – Freund Goethe – hat mich wohl vergessen – mag will wie ich sehe sich in keins meiner
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Angelegenheiten mehr mischen, wird vielleicht durch jede Art meiner Zuschriften selber soll ich
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sagen beleidigt? – – doch gewiß beunruhigt – und soll ich empfolen sein – wär ichs am liebsten
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von Ihnen. Guter Gott, aber Sie kennen, wenn Sie mein Herz ja kennen, weder mein Geschick
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überhaupt noch zu einer solchen Stelle in sonderheit. Soviel sag ich Ihnen frey und wills druken
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lassen, daß in <ul>meinem Vaterlande</ul> mir eine solche Stelle die wünschenswertheste wäre.
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Und wem sollte sie es nicht seyn. Ich wollte solang wenigstens an mir pressen <page index="4" />bis
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das was ich gutes und vortheilhaftes draussen eingesogen, ausgedrükt wäre, mögte man hernach mit
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dem löchrichten Herzen machen was man wollte. Bey alledem aber habe ich die Theologie – nicht
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gründlich studirt, kann auch keine grosse Theologen auf die grosse Bühne der Welt schicken.
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Dafür aber hab ich mich ein wenig in der Geschichte und Gesetzen meines Vaterlands umgesehen,
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die ich immer fleissiger mit Zuziehung der erfahrensten Männer zu studieren gedenke, will dabey
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gern in dem bißgen Griechisch und modernen Sprachen, was ich weiß, auch in der sogenannten
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schönen Kenntniß von Kunstwerken und Kunstsachen, auch wenn der Adel, der fast den zahlreichsten
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Theil unsers Landes ausmacht und um Unterricht verlegen ist, mit zu unsrer Bürgerschule gezogen
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werden soll, in besondern Stunden in dem historischen Theil der alten und neuen Taktik
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Fortifikation u. s. f. soweit Unterricht geben, daß er hernach praktischem Unterricht schneller
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nutzen kann, so auch in Staatsgeschichte und <ul>
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Staatswirtschaft</ul> welches mir ein Hauptbedürfniß meines Vaterlands scheint – auch
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lateinische Autoren lesen, und Redübungen mitbetreiben helfen, nach meinen Kräften – <line
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tab="1" />Wissen Sie ein redlicheres, stärkeres und ausdaurenderes Subjekt für diese Anstalt
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deren Einrichtung so wie die Stärke und Umfang seiner Nerven, Kräfte und erworbenen Anlagen Sie
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kennen, so bezeuge ich hiemit vor Gott – den ich nicht leichtsinnig zum Zeugen nehmen mag – daß
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ich der Anstalt Glük wünschen und mit dem Schmerz hier nicht haben nützen zu können mich auch a<tl></tl>hnen
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lernen werde ohne einen Gedanken von <tl></tl>le den, Ihnen und Ihnen ähnlichen, mit voller
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warmer Hochachtung gewiedmeten wegzugeben oder ärmer an <tl></tl>m Gefühl zu <sidenote
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pos="left"
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page="4" annotation="am linken Rand, vertikal"> werden, mit dem ich auch schweigend mich
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jederzeit und überall nennen werde <line type="break" /><align pos="right">Ihren <line
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type="break" />gehorsamstergebensten <line type="break" />JMR Lenz.</align>
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@@ -474,24 +499,26 @@
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<align pos="center">
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<note>eingerahmt:</note>
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</align>
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<line type="break" />Mein Vater ist – für mich – reich, so
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auch meine Geschwister. Daß also das nicht in Anschlag kommen darf.</sidenote>
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</letterText>
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<line type="break" />Mein Vater ist – für mich –
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reich, so auch meine Geschwister. Daß also das nicht in Anschlag kommen darf.</sidenote>
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</letterText>
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<!-- sample 14/15: letter 347 (start line 6091, block #347) -->
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<letterText letter="347"><page index="1" /><align pos="center">HochEdelgeborner Herr <line
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<!-- sample 14/15: letter 347 (start line 6091, block #347) -->
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<letterText letter="347"><page index="1" /><align pos="center">HochEdelgeborner Herr <line
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type="break" />Insonders hochzuverehrender Herr Justizbürgermeister.</align>
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<line type="empty" />
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<line
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type="empty" />
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<line
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type="empty" />
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<line type="empty" />
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<line tab="1" />Die Abwesenheit des Hn. v. Liphardt hindert
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mich selbst zu kommen, welches mir auf den ersten freyen Augenblick vorbehalte; da meine Eléven
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itzt ganz allein meiner Aufsicht überlassen sind. <line tab="1" />Da ich eben an Hn. <aq>Nicolai</aq>
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schreibe, so nehme mir die Freiheit, wenn Ew. HochEdelgebornen an ihn schreiben wollten, Ihnen
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mein <aq>Couvert</aq> dazu anzubieten. Ich hoffe alsdenn nächstens, Ihnen von der Erfüllung seines
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Versprechens etwas überbringen zu können, da ihn Dero Liebhaberey für seltene Manuscripte bekannt
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ist. <line tab="1" />Mit vollkommenster Ehrerbietung nenne mich, nach gehorsamer Empfehlung <line
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<line tab="1" />Die Abwesenheit des Hn. v. Liphardt
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hindert mich selbst zu kommen, welches mir auf den ersten freyen Augenblick vorbehalte; da meine
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Eléven itzt ganz allein meiner Aufsicht überlassen sind. <line tab="1" />Da ich eben an Hn. <aq>
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Nicolai</aq> schreibe, so nehme mir die Freiheit, wenn Ew. HochEdelgebornen an ihn schreiben
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||||
wollten, Ihnen mein <aq>Couvert</aq> dazu anzubieten. Ich hoffe alsdenn nächstens, Ihnen von der
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Erfüllung seines Versprechens etwas überbringen zu können, da ihn Dero Liebhaberey für seltene
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Manuscripte bekannt ist. <line tab="1" />Mit vollkommenster Ehrerbietung nenne mich, nach
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gehorsamer Empfehlung <line
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type="empty" />
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<line type="break" /><align pos="right">Ew. HochEdelgebornen <line type="break" />Meines
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hochzuehrenden Herrn <line type="empty" />
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@@ -499,16 +526,17 @@
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<line type="break" />ganz
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ergebenster Diener <line type="break" />J M R Lenz.</align>
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<line type="empty" />
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<line type="break" />Von
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Hause den 28ten 10br. 1780. <page index="4" />
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<line
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type="break" />Von Hause den 28ten 10br. 1780. <page index="4" />
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<line type="empty" />
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<line type="break" /><address>Sr.
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HochEdelgebornen <line type="break" />dem Herrn Herrn K. F. Gadebusch <line type="break" />Hochachtbaren
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Justiz-Bürgermeister der Kaiserlichen Stadt Derpt <line type="break" />in Dero Behausung.</address>
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</letterText>
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<line
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type="break" /><address>Sr. HochEdelgebornen <line type="break" />dem Herrn Herrn K. F.
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Gadebusch <line type="break" />Hochachtbaren Justiz-Bürgermeister der Kaiserlichen Stadt Derpt <line
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type="break" />in Dero Behausung.</address>
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</letterText>
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<!-- sample 15/15: letter 374 (start line 6843, block #374) -->
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<letterText letter="374"><page index="1" /><align pos="right">d. Jenner 1792.</align>
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<!-- sample 15/15: letter 374 (start line 6843, block #374) -->
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<letterText letter="374"><page index="1" /><align pos="right">d. Jenner 1792.</align>
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<line
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type="break" /><align pos="center">Hochwolgebohrner Herr <line type="break" />insonders
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hochzuverehrender Gönner</align>
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@@ -516,19 +544,20 @@
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<line type="empty" />
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<line type="empty" />
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<line
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tab="1" />Ich habe Russische Zobelhändler aufgesucht, um sie aufzumuntern, eine Reise nach Dörpt
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zu übernehmen, da ich weiß, daß der zahlreiche dasige Adel in der h.3. Köngismesse sich sonst mit
|
||||
Pelzwerk von Frankreich aus Canada versieht und ich nicht begreiffe, warum ein solcher Handel
|
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nicht mit Kaufleuten aus Moskau zu schliessen wäre. Allein ich ward krank über diese Jagd und da
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mir das Ausgehen durch heftige Schmerzen gewehrt blieb, so glaubte wenigstens durch einige Zeilen
|
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der Erinnemng genug zu thun, welche von Ew. Hochwolgeb. ersten Bekanntschaft auf der Schule in
|
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fremde Länder mitnahm und wo ich nicht irre auf einem Conzert im Löwensternschen Hause so
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||||
überraschend angenehm in einem Jahrmarkt zu erneuren die Ehre hatte. Vielleicht reiset einer
|
||||
unsrer hiesigen holländischen Kaufleute hinüber und nimmt diese Waare mit sich; es war mir
|
||||
hauptsächlich daran gelegen, dem Liefländischen Adel welcher wie man mir gesagt, von der Akademie
|
||||
der Wissenschaften Winke erhalten, daß die Monarchinn entweder in Dörpt oder in Pleskau, wo die
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||||
Ewst und Welika sich mit der Toropa vereinigen eine hohe Schule errichten wolle, einheimischen
|
||||
Adel in den Landessprachen und Rechten unterrichten zu lassen, eh er die Fremde besucht, etwa <ul>zur
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tab="1" />Ich habe Russische Zobelhändler aufgesucht, um sie aufzumuntern, eine Reise nach
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||||
Dörpt zu übernehmen, da ich weiß, daß der zahlreiche dasige Adel in der h.3. Köngismesse sich
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||||
sonst mit Pelzwerk von Frankreich aus Canada versieht und ich nicht begreiffe, warum ein solcher
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Handel nicht mit Kaufleuten aus Moskau zu schliessen wäre. Allein ich ward krank über diese Jagd
|
||||
und da mir das Ausgehen durch heftige Schmerzen gewehrt blieb, so glaubte wenigstens durch
|
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einige Zeilen der Erinnemng genug zu thun, welche von Ew. Hochwolgeb. ersten Bekanntschaft auf
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der Schule in fremde Länder mitnahm und wo ich nicht irre auf einem Conzert im Löwensternschen
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Hause so überraschend angenehm in einem Jahrmarkt zu erneuren die Ehre hatte. Vielleicht reiset
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einer unsrer hiesigen holländischen Kaufleute hinüber und nimmt diese Waare mit sich; es war mir
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hauptsächlich daran gelegen, dem Liefländischen Adel welcher wie man mir gesagt, von der
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Akademie der Wissenschaften Winke erhalten, daß die Monarchinn entweder in Dörpt oder in
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Pleskau, wo die Ewst und Welika sich mit der Toropa vereinigen eine hohe Schule errichten wolle,
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einheimischen Adel in den Landessprachen und Rechten unterrichten zu lassen, eh er die Fremde
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besucht, etwa <ul>zur
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Einweyhung</ul> eines neuen Gebäudes, wie der <ul>Domantische</ul> Zauberpallast eines
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verwünschten Prinzen in Pieskau seyn soll, Vorschub zu thun. Man sprach von einer Drukerey, die
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aus Oberpalen hieher versetzt werden sollte, und in der That wäre Herr Past. Hupel, der sich so
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@@ -537,57 +566,58 @@
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Universität Teil zu nehmen, da es ihm, wenn er sich etwa im Sommer oder Wintersemester dort
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aufhalten wollte, an einem Adjunkt in Oberpalen oder auch in Pieskau oder Derpt nicht fehlen
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sollte. <page index="2" />
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<line tab="1" />Es ist hier ein Fürst Gholizin der in Liefland Güter hat
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und von seiner Bekanntschaft weiß ich zwey liebenswürdige Gelehrte aus der Schweitz, die
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<line tab="1" />Es ist hier ein Fürst Gholizin der in Liefland Güter
|
||||
hat und von seiner Bekanntschaft weiß ich zwey liebenswürdige Gelehrte aus der Schweitz, die
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||||
vielleicht gegen vortheilhafte Anträge aus Liefland nicht unempfindlich seyn würden. Im
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||||
Vorbeigehen <aq>„oserois je bien demander, mon cher Baron, si Vous aviez quelques Iiaisons avec
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||||
une certaine Dame Douairière, Soeur de Ia Generale Kurganoffsky de Ia flotte à S. Petersbourg. Sa
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||||
Soeur, comme elle ne doit pas ignorer, s’est donné une superbe maison et je crois que Me. d’A **
|
||||
feroit très bien, de lui confier une ou deux de ses filles, dont on m’a dit, qu’une avoit un
|
||||
une certaine Dame Douairière, Soeur de Ia Generale Kurganoffsky de Ia flotte à S. Petersbourg.
|
||||
Sa Soeur, comme elle ne doit pas ignorer, s’est donné une superbe maison et je crois que Me. d’A
|
||||
** feroit très bien, de lui confier une ou deux de ses filles, dont on m’a dit, qu’une avoit un
|
||||
promis, Officier au corps des Cadets, et que j’ai eû I’honneur de voir chez Me. de K**. Le
|
||||
scrupule comme si son fief de Ia couronne courroit risque en eloignant une de ses filles,
|
||||
cesseroit bien vite parceque ces sortes de donations sont pour Ia vie de Ia Douairière. De plus,
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||||
ce jeune officier dont depuis mon sejour ici je n’ai Ia moindre nouvelle, se trouvera probablement
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encore au corps, oú une 20taine de <ul>Livoniens</ul> sont élevés aux depens de I’Imperatrice. Ces
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||||
Livoniens en sort<ul>ant du</ul> corps, pourro<ul>ient con</ul>tinuer leurs études <ul>à Plesc</ul>ou,
|
||||
et Mons. de Pr<ul>attje se</ul> faire un merite distingué, de les accompagner.“</aq>
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<line tab="1" />Verzeihen
|
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Ew. Hochwolgeb. daß ich alle Mißverständnisse zwischen Rußland und Liefland auf die Rechnung alter
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||||
Chronikenschreiber und Schulfüchse setze. Sie waren nicht viel besser als die Romanschreiber, die
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||||
bei den häuffigen Pressen in Deutschland sich wohl oft der seltsamen Anwendungen ihrer
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Rittergeschichten von der runden Tafel nicht versehen würden. Die Schwürigkeiten der Sprache, die
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||||
durch Sitten, Gebräuche, Speisen sich gern möchten <ul>errathen</ul> lassen, wenn sie sich Feier
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in der <page index="3" />Aussprache zu begehen scheuen, machen das einzige Mißverständniß. Die
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Russische Geistlichkeit in Petersburg versteht sich sehr wohl mit der deutschen und wenn
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Drukereyen in beiden Sprachen oder die Uebersetzung des nehmlichen Buchs in beyde – den Weg
|
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öfneten, so würde man bei dem Russen des nehmlichen Nervensystems und Blutumlaufs, auch die
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||||
nehmlichen Gesinnungen antreffen. <line tab="1" />Ich befinde mich ein wenig in einer kritischen
|
||||
Lage, welche meinen lieben Brüdern und Schwestern nicht unbekannt seyn kann. Man hält mich hier
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||||
überall für reich – da ich doch einen Vater habe, der bereits über dem Grabe schwebt, eine Wittwe
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||||
als Tochter mit ihren Kindern bei sich hat oder in Petersburg unterstützt und von den starken
|
||||
Familien meiner übrigen wohlversorgten Geschwister gleichfalls in Anspruch genommen wird. – Es ist
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schwürig, mit meinen Geschwistern Briefwechsel zu führen, denn da ein Prof. in Giessen mir die
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Ehre erwiesen mich mit dem Romanschreiber – der aber in andem Aemtern dabei steht – Hn. Göthe in
|
||||
eine Liste zu setzen, so suchen und finden sie in allen meinen Briefen nichts als unverständliche
|
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Worte Poesie und Roman. Der Himmel wolle ihnen das wohlbekommen lassen und den Buchhandel in
|
||||
Liefland vermehren, damit sie auch den berühmten Rousseau vom Fuß der Pedemontischen Gebirge zur
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Ehre unsrer Nation in unsrer Sprache lesen können. Meine ziemlich ernsthafte Krankheit setzt
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||||
dismal allen launigten Nebenausschielenden Anspielungen Grenzen, unser Leben ist freilich auf
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||||
diesem Erdball nur allzuoft wunderbarer, als es sich das Hirn der Dichter und Leser von Gedichten
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||||
vorstellen mag. – – Ew. Hochwolgeb. Wollen mir meine Geschwätzigkeit als einem Kranken und zum
|
||||
Jahrmarkte verzeihen da man gern viel spricht und ich hoffe, daß auch mein Bruder und Geschwister
|
||||
das Glük haben werden, denenseihen aufzuwarten. Man spricht von neuen Magazinen die einige reiche
|
||||
ce jeune officier dont depuis mon sejour ici je n’ai Ia moindre nouvelle, se trouvera
|
||||
probablement encore au corps, oú une 20taine de <ul>Livoniens</ul> sont élevés aux depens de
|
||||
I’Imperatrice. Ces Livoniens en sort<ul>ant du</ul> corps, pourro<ul>ient con</ul>tinuer leurs
|
||||
études <ul>à Plesc</ul>ou, et Mons. de Pr<ul>attje se</ul> faire un merite distingué, de les
|
||||
accompagner.“</aq>
|
||||
<line tab="1" />Verzeihen Ew. Hochwolgeb. daß ich alle Mißverständnisse
|
||||
zwischen Rußland und Liefland auf die Rechnung alter Chronikenschreiber und Schulfüchse setze.
|
||||
Sie waren nicht viel besser als die Romanschreiber, die bei den häuffigen Pressen in Deutschland
|
||||
sich wohl oft der seltsamen Anwendungen ihrer Rittergeschichten von der runden Tafel nicht
|
||||
versehen würden. Die Schwürigkeiten der Sprache, die durch Sitten, Gebräuche, Speisen sich gern
|
||||
möchten <ul>errathen</ul> lassen, wenn sie sich Feier in der <page index="3" />Aussprache zu
|
||||
begehen scheuen, machen das einzige Mißverständniß. Die Russische Geistlichkeit in Petersburg
|
||||
versteht sich sehr wohl mit der deutschen und wenn Drukereyen in beiden Sprachen oder die
|
||||
Uebersetzung des nehmlichen Buchs in beyde – den Weg öfneten, so würde man bei dem Russen des
|
||||
nehmlichen Nervensystems und Blutumlaufs, auch die nehmlichen Gesinnungen antreffen. <line
|
||||
tab="1" />Ich befinde mich ein wenig in einer kritischen Lage, welche meinen lieben Brüdern
|
||||
und Schwestern nicht unbekannt seyn kann. Man hält mich hier überall für reich – da ich doch
|
||||
einen Vater habe, der bereits über dem Grabe schwebt, eine Wittwe als Tochter mit ihren Kindern
|
||||
bei sich hat oder in Petersburg unterstützt und von den starken Familien meiner übrigen
|
||||
wohlversorgten Geschwister gleichfalls in Anspruch genommen wird. – Es ist schwürig, mit meinen
|
||||
Geschwistern Briefwechsel zu führen, denn da ein Prof. in Giessen mir die Ehre erwiesen mich mit
|
||||
dem Romanschreiber – der aber in andem Aemtern dabei steht – Hn. Göthe in eine Liste zu setzen,
|
||||
so suchen und finden sie in allen meinen Briefen nichts als unverständliche Worte Poesie und
|
||||
Roman. Der Himmel wolle ihnen das wohlbekommen lassen und den Buchhandel in Liefland vermehren,
|
||||
damit sie auch den berühmten Rousseau vom Fuß der Pedemontischen Gebirge zur Ehre unsrer Nation
|
||||
in unsrer Sprache lesen können. Meine ziemlich ernsthafte Krankheit setzt dismal allen launigten
|
||||
Nebenausschielenden Anspielungen Grenzen, unser Leben ist freilich auf diesem Erdball nur
|
||||
allzuoft wunderbarer, als es sich das Hirn der Dichter und Leser von Gedichten vorstellen mag. –
|
||||
– Ew. Hochwolgeb. Wollen mir meine Geschwätzigkeit als einem Kranken und zum Jahrmarkte
|
||||
verzeihen da man gern viel spricht und ich hoffe, daß auch mein Bruder und Geschwister das Glük
|
||||
haben werden, denenseihen aufzuwarten. Man spricht von neuen Magazinen die einige reiche
|
||||
Entrepreneure von Metallgruben an verschiedenen Plätzen des Reichs errichten werden, welches <page
|
||||
index="4" />da man in Liefland nur Branntwein nach Permien und Casan schikt, leicht zu einem
|
||||
solidem Handel mit Brod und Gerstensaft Gelegenheit geben könnte, woran es in den Berggruben zu
|
||||
mangeln scheint. Der Russische Tressenhandel würde z. B. nebst Kupfer zu Branntweinkesseln und
|
||||
Eisen zu andern Kesseln, gegen Lieferungen an Grütze, Malz u. s. f. über Pleskau, Toropez und
|
||||
Smolensk durch Agenten sehr wohl geführt werden, und manche Weitläuftigkeiten erspahren. Ich will
|
||||
vom Leinwand und Strumpfhandel schweigen, der auch aus benachbarten Ländern geführt wird, und da
|
||||
fast halb Rußland barfuß geht, bei Vereinigung der Düna mit dem Dnepr und der Moskwa mit vielem
|
||||
Vortheil, nebst dasigen Lächsen und gesalzenem Fleisch gegen Sibirische Fische geführt werden
|
||||
könnte, die man auf dem Wasser lebend erhalten kann. Sollten die Engländer mehr Bley und Zinn
|
||||
einführen, daß mehr Küchengeräth angeschafft werden könnte und sich etwa ihres Plüsch und
|
||||
Smolensk durch Agenten sehr wohl geführt werden, und manche Weitläuftigkeiten erspahren. Ich
|
||||
will vom Leinwand und Strumpfhandel schweigen, der auch aus benachbarten Ländern geführt wird,
|
||||
und da fast halb Rußland barfuß geht, bei Vereinigung der Düna mit dem Dnepr und der Moskwa mit
|
||||
vielem Vortheil, nebst dasigen Lächsen und gesalzenem Fleisch gegen Sibirische Fische geführt
|
||||
werden könnte, die man auf dem Wasser lebend erhalten kann. Sollten die Engländer mehr Bley und
|
||||
Zinn einführen, daß mehr Küchengeräth angeschafft werden könnte und sich etwa ihres Plüsch und
|
||||
Manchesterhandels wegen in Absicht der Geistlichen mit der <ul>Krone</ul> in Verhandlungen
|
||||
einlassen, so würde der innere Handel auf den Liefländischen Märkten bald mehr Vergnügen machen,
|
||||
als selbst der entfernte. Ich breche ab um Ew. Hochwohlgeb. als ein Kranker die aufrichtige
|
||||
@@ -599,9 +629,10 @@
|
||||
type="break" />gehorsamer Diener <line type="break" />JMR Lenz.</align>
|
||||
<line type="break" />Moskau,
|
||||
d. 14ten Jenner 1792. <line type="empty" />
|
||||
<line type="break" />Hn. Postmeister Peuker wird dieser
|
||||
Brief wo möglich zur Bestellung ergebenst empfohlen. <line type="empty" />
|
||||
<line type="break" /><address>
|
||||
<line type="break" />Hn. Postmeister Peuker wird
|
||||
dieser Brief wo möglich zur Bestellung ergebenst empfohlen. <line type="empty" />
|
||||
<line
|
||||
type="break" /><address>
|
||||
<line type="empty" />
|
||||
<line type="break" />
|
||||
<align pos="center">
|
||||
@@ -609,5 +640,5 @@
|
||||
des terres <line type="break" />á Wasola</aq>
|
||||
</align>
|
||||
</address>
|
||||
</letterText>
|
||||
</document>
|
||||
</letterText>
|
||||
</examples>
|
||||
|
||||
4
uniq.txt
4
uniq.txt
@@ -1,5 +1,6 @@
|
||||
IGNORE:
|
||||
address
|
||||
tabs
|
||||
|
||||
BASE:
|
||||
aq
|
||||
@@ -16,6 +17,7 @@ pe
|
||||
ru
|
||||
tl // Textverlust
|
||||
ul
|
||||
note
|
||||
fn[@index='1'] & anchor // keine ref? irgendwie nur die anchors in den footnotes?
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -31,8 +33,6 @@ align center|right
|
||||
tab 2|12|8
|
||||
|
||||
BLOCK:
|
||||
note? evtl.
|
||||
tabs
|
||||
letterText (wie line type="break" falls kein line)
|
||||
line (Fälle: empty, tab 1-2|4-8, break)
|
||||
page[@index='1-14']
|
||||
|
||||
106
xmlmodels/helpers.go
Normal file
106
xmlmodels/helpers.go
Normal file
@@ -0,0 +1,106 @@
|
||||
package xmlmodels
|
||||
|
||||
import (
|
||||
"encoding/xml"
|
||||
"strconv"
|
||||
)
|
||||
|
||||
func isASCIISpaceByte(b byte) bool {
|
||||
return b == ' ' || b == '\t' || b == '\n' || b == '\r'
|
||||
}
|
||||
|
||||
func trimLeftASCIISpace(s string) string {
|
||||
i := 0
|
||||
for i < len(s) && isASCIISpaceByte(s[i]) {
|
||||
i++
|
||||
}
|
||||
return s[i:]
|
||||
}
|
||||
|
||||
func trimRightASCIISpace(s string) string {
|
||||
i := len(s)
|
||||
for i > 0 && isASCIISpaceByte(s[i-1]) {
|
||||
i--
|
||||
}
|
||||
return s[:i]
|
||||
}
|
||||
|
||||
func trimASCIISpace(s string) string {
|
||||
return trimRightASCIISpace(trimLeftASCIISpace(s))
|
||||
}
|
||||
|
||||
func isOnlyASCIISpace(s string) bool {
|
||||
if len(s) == 0 {
|
||||
return true
|
||||
}
|
||||
for i := 0; i < len(s); i++ {
|
||||
if !isASCIISpaceByte(s[i]) {
|
||||
return false
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
return true
|
||||
}
|
||||
|
||||
func hasLeadingASCIISpace(s string) bool {
|
||||
return len(s) > 0 && isASCIISpaceByte(s[0])
|
||||
}
|
||||
|
||||
func hasTrailingASCIISpace(s string) bool {
|
||||
return len(s) > 0 && isASCIISpaceByte(s[len(s)-1])
|
||||
}
|
||||
|
||||
func attrsToMap(attrs []xml.Attr) map[string]string {
|
||||
if len(attrs) == 0 {
|
||||
return nil
|
||||
}
|
||||
m := make(map[string]string, len(attrs))
|
||||
for _, a := range attrs {
|
||||
m[a.Name.Local] = a.Value
|
||||
}
|
||||
return m
|
||||
}
|
||||
|
||||
func isInline(name string) bool {
|
||||
switch name {
|
||||
// BASE + note + specials + inline-block things treated as inline for stack correctness
|
||||
case "aq", "b", "del", "dul", "tul", "er", "gr", "hb", "ink", "it", "pe", "ru", "tl", "ul",
|
||||
"note",
|
||||
"fn", "nr", "subst", "insertion", "hand",
|
||||
"align", "tab":
|
||||
return true
|
||||
default:
|
||||
return false
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func isTransparentWrapper(name string) bool {
|
||||
// IMPORTANT: address subtree is NOT skipped; wrapper tokens are ignored only.
|
||||
return name == "tabs" || name == "address"
|
||||
}
|
||||
|
||||
func parseLineMarker(se xml.StartElement) (LineType, int, bool) {
|
||||
var (
|
||||
indent int
|
||||
typ string
|
||||
)
|
||||
for _, a := range se.Attr {
|
||||
switch a.Name.Local {
|
||||
case "tab":
|
||||
if n, err := strconv.Atoi(trimASCIISpace(a.Value)); err == nil && n > 0 {
|
||||
indent = n
|
||||
}
|
||||
case "type":
|
||||
typ = trimASCIISpace(a.Value)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
if typ == "empty" {
|
||||
return Empty, 0, true
|
||||
}
|
||||
if indent > 0 {
|
||||
return Indent, indent, false
|
||||
}
|
||||
if typ == "break" {
|
||||
return Semantic, 0, false
|
||||
}
|
||||
return Continuation, 0, false
|
||||
}
|
||||
@@ -3,14 +3,16 @@ package xmlmodels
|
||||
import (
|
||||
"encoding/json"
|
||||
"encoding/xml"
|
||||
"fmt"
|
||||
"io"
|
||||
"strconv"
|
||||
)
|
||||
|
||||
type Letter struct {
|
||||
XMLName xml.Name `xml:"letterText"`
|
||||
Letter int `xml:"letter,attr"`
|
||||
Pages []Page `xml:"page"`
|
||||
Hands []RefElement `xml:"hand"`
|
||||
Inner string `xml:",innerxml"`
|
||||
Hands []int `xml:"-"`
|
||||
Data []Page
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (l Letter) Keys() []any {
|
||||
@@ -29,7 +31,192 @@ func (l Letter) String() string {
|
||||
return string(json)
|
||||
}
|
||||
|
||||
type Page struct {
|
||||
XMLName xml.Name `xml:"page"`
|
||||
Index int `xml:"index,attr"`
|
||||
// NOTE: parseSidenote und unten UnmarshalXML sind die beiden haupstächlichen Kontexte, in denen Text gehalten wird.
|
||||
// Wir unterteilen Briefe in Brief - Seite - Zeilen und Sidenotes in Sidenote - Zeilen (weil eine Sidenote nicht über
|
||||
// mehrere Seiten gehen kann).
|
||||
|
||||
// NOTE: Zeilen sind geschlossene Einheiten, die auch als HTML einen selbstständigen Block bilden können. Dazu werden
|
||||
// in parseBlockLines synthetisch Elemente entweder am Anfang oder Ende der Zeile hinzugefügt, um einen offenen Stack
|
||||
// zu schließen oder den Stack der vorhergehenden Zeile wieder zu öffnen, weil die Auszeichnugen fortgehen.
|
||||
|
||||
// NOTE: Wichtige synthetische Tags:
|
||||
// - Am Beginn oder Ende einer Zeile, wenn der Kontext in der XML über die Zeilen geöffnet bleibt (Token.Synth = true)
|
||||
// - Am Beginn von letterText und Sidenote kann eine synthetische erste Zeile eingefügt sein (Line.Type = First)
|
||||
// - Am Beginn einer Seite kann eine eine Zeile eingefügt sein, wenn der Kontext beispielsweise eines offenen
|
||||
// Absatzes über die Seitengrenze fortgeführt wird (Line.Type = Continuation)
|
||||
|
||||
// NOTE: Whitespace-Handling
|
||||
// - Als Whitespace gilt hier nur ASCII-Whitespace, also TAB, LF, CR, SPACE. Alles andere kann semantisch bedeutsam sein.
|
||||
// - Am Anfang von letterText, Sidenote oder Page: alle Whitespace-Token werden ignoriert, bis Text kommt
|
||||
// - Am Anfang und Ende von Zeilen: alle Whitespace-Token werden ignoriert, bis Text bzw. die neue Zeile kommt.
|
||||
func parseSidenote(dec *xml.Decoder, se xml.StartElement) (Sidenote, int, error) {
|
||||
var sn Sidenote
|
||||
pageNum := 0
|
||||
|
||||
for _, a := range se.Attr {
|
||||
switch a.Name.Local {
|
||||
case "pos":
|
||||
sn.Position = a.Value
|
||||
case "annotation":
|
||||
sn.Annotation = a.Value
|
||||
case "page":
|
||||
if n, err := strconv.Atoi(trimASCIISpace(a.Value)); err == nil {
|
||||
pageNum = n
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
lines, err := parseBlockLines(dec, "sidenote")
|
||||
if err != nil {
|
||||
return sn, pageNum, err
|
||||
}
|
||||
sn.Lines = lines
|
||||
return sn, pageNum, nil
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (l *Letter) UnmarshalXML(dec *xml.Decoder, start xml.StartElement) error {
|
||||
// INFO: Brifnummer extrahieren, main Loop below
|
||||
for _, a := range start.Attr {
|
||||
if a.Name.Local == "letter" {
|
||||
n, err := strconv.Atoi(trimASCIISpace(a.Value))
|
||||
if err != nil {
|
||||
return fmt.Errorf("letterText@letter: %w", err)
|
||||
}
|
||||
l.Letter = n
|
||||
break
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
var (
|
||||
pages []Page
|
||||
curPage *Page
|
||||
)
|
||||
|
||||
ensurePage := func(num int) *Page {
|
||||
for i := range pages {
|
||||
if pages[i].Number == num {
|
||||
return &pages[i]
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
pages = append(pages, Page{Number: num})
|
||||
return &pages[len(pages)-1]
|
||||
}
|
||||
|
||||
acc := newLineAccumulator(First, func(line Line) {
|
||||
if curPage == nil {
|
||||
curPage = ensurePage(1)
|
||||
}
|
||||
curPage.Lines = append(curPage.Lines, line)
|
||||
})
|
||||
|
||||
handlePage := func(se xml.StartElement) error {
|
||||
idx := 1
|
||||
for _, a := range se.Attr {
|
||||
if a.Name.Local == "index" {
|
||||
n, err := strconv.Atoi(trimASCIISpace(a.Value))
|
||||
if err != nil {
|
||||
return fmt.Errorf("page@index: %w", err)
|
||||
}
|
||||
if n > 0 {
|
||||
idx = n
|
||||
}
|
||||
break
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
if acc.curLine != nil {
|
||||
acc.closeLine()
|
||||
}
|
||||
curPage = ensurePage(idx)
|
||||
if acc.hasAnyLine {
|
||||
acc.setImplicitType(Continuation)
|
||||
} else {
|
||||
acc.setImplicitType(First)
|
||||
}
|
||||
return nil
|
||||
}
|
||||
|
||||
// INFO: Main Loop
|
||||
for {
|
||||
tok, err := dec.Token()
|
||||
if err == io.EOF {
|
||||
break
|
||||
}
|
||||
if err != nil {
|
||||
return err
|
||||
}
|
||||
|
||||
switch t := tok.(type) {
|
||||
|
||||
case xml.StartElement:
|
||||
name := t.Name.Local
|
||||
|
||||
if isTransparentWrapper(name) {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
|
||||
switch name {
|
||||
case "page":
|
||||
if err := handlePage(t); err != nil {
|
||||
return err
|
||||
}
|
||||
continue
|
||||
case "line":
|
||||
acc.handleLineMarker(t)
|
||||
continue
|
||||
case "sidenote":
|
||||
sn, pageNum, err := parseSidenote(dec, t)
|
||||
if err != nil {
|
||||
return err
|
||||
}
|
||||
if pageNum == 0 {
|
||||
if curPage != nil {
|
||||
pageNum = curPage.Number
|
||||
} else {
|
||||
pageNum = 1
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
p := ensurePage(pageNum)
|
||||
p.Sidenotes = append(p.Sidenotes, sn)
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
|
||||
acc.appendStart(name, attrsToMap(t.Attr))
|
||||
|
||||
case xml.EndElement:
|
||||
name := t.Name.Local
|
||||
|
||||
if isTransparentWrapper(name) {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
|
||||
// INFO: Exit-Bedingung
|
||||
if name == start.Name.Local {
|
||||
if acc.curLine != nil {
|
||||
acc.closeLine()
|
||||
}
|
||||
l.Data = pages
|
||||
return nil
|
||||
}
|
||||
|
||||
// INFO: Selbst-schließende tags werden vom Go-Parser expandiert, deswegen:
|
||||
if name == "page" || name == "line" {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
|
||||
acc.appendEnd(name)
|
||||
|
||||
case xml.CharData:
|
||||
s := string([]byte(t))
|
||||
if isOnlyASCIISpace(s) {
|
||||
if acc.isAtLineStart() {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
s = " "
|
||||
}
|
||||
acc.appendText(s)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
l.Data = pages
|
||||
return nil
|
||||
}
|
||||
|
||||
278
xmlmodels/letter_examples_test.go
Normal file
278
xmlmodels/letter_examples_test.go
Normal file
@@ -0,0 +1,278 @@
|
||||
package xmlmodels
|
||||
|
||||
import (
|
||||
"encoding/xml"
|
||||
"os"
|
||||
"slices"
|
||||
"strings"
|
||||
"testing"
|
||||
)
|
||||
|
||||
type examplesRoot struct {
|
||||
Letters []Letter `xml:"letterText"`
|
||||
}
|
||||
|
||||
func loadExampleLetters(t *testing.T) []Letter {
|
||||
t.Helper()
|
||||
|
||||
paths := []string{"example.xml", "../example.xml"}
|
||||
var data []byte
|
||||
var err error
|
||||
for _, p := range paths {
|
||||
data, err = os.ReadFile(p)
|
||||
if err == nil {
|
||||
break
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
if err != nil {
|
||||
t.Fatalf("read example.xml: %v", err)
|
||||
}
|
||||
|
||||
var root examplesRoot
|
||||
if err := xml.Unmarshal(data, &root); err != nil {
|
||||
t.Fatalf("unmarshal example.xml: %v", err)
|
||||
}
|
||||
if len(root.Letters) == 0 {
|
||||
t.Fatalf("example.xml contained no letterText elements")
|
||||
}
|
||||
return root.Letters
|
||||
}
|
||||
|
||||
func TestLettersFromExampleXMLRespectLineInvariants(t *testing.T) {
|
||||
letters := loadExampleLetters(t)
|
||||
|
||||
var foundLetterFirst bool
|
||||
var foundSidenoteFirst bool
|
||||
var foundPageStartContinuation bool
|
||||
var foundSyntheticCarry bool
|
||||
|
||||
for _, letter := range letters {
|
||||
for pageIdx, page := range letter.Data {
|
||||
if len(page.Lines) > 0 && page.Lines[0].Type == First {
|
||||
foundLetterFirst = true
|
||||
}
|
||||
if pageIdx > 0 && len(page.Lines) > 0 && page.Lines[0].Type == Continuation {
|
||||
foundPageStartContinuation = true
|
||||
}
|
||||
|
||||
for i := 0; i+1 < len(page.Lines); i++ {
|
||||
if linePairHasValidSyntheticCarry(page.Lines[i], page.Lines[i+1]) {
|
||||
foundSyntheticCarry = true
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
for _, sn := range page.Sidenotes {
|
||||
if len(sn.Lines) > 0 && sn.Lines[0].Type == First {
|
||||
foundSidenoteFirst = true
|
||||
}
|
||||
for i := 0; i+1 < len(sn.Lines); i++ {
|
||||
if linePairHasValidSyntheticCarry(sn.Lines[i], sn.Lines[i+1]) {
|
||||
foundSyntheticCarry = true
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
if !foundLetterFirst {
|
||||
t.Fatalf("expected at least one letter page to start with synthetic First line")
|
||||
}
|
||||
if !foundSidenoteFirst {
|
||||
t.Fatalf("expected at least one sidenote to start with synthetic First line")
|
||||
}
|
||||
if !foundPageStartContinuation {
|
||||
t.Fatalf("expected at least one non-initial page to start with Continuation line")
|
||||
}
|
||||
if !foundSyntheticCarry {
|
||||
t.Fatalf("expected at least one synthetic close/reopen carry between consecutive lines")
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func TestLettersFromExampleXMLSyntheticContinuationsAreConsistent(t *testing.T) {
|
||||
letters := loadExampleLetters(t)
|
||||
|
||||
for _, letter := range letters {
|
||||
for pageIdx, page := range letter.Data {
|
||||
for lineIdx, line := range page.Lines {
|
||||
assertLineLocallyValid(t, letter.Letter, page.Number, "page", lineIdx, line)
|
||||
}
|
||||
|
||||
for i := 0; i+1 < len(page.Lines); i++ {
|
||||
assertCarryPair(
|
||||
t,
|
||||
letter.Letter,
|
||||
page.Number,
|
||||
"page",
|
||||
i,
|
||||
page.Lines[i],
|
||||
page.Lines[i+1],
|
||||
)
|
||||
}
|
||||
|
||||
if pageIdx > 0 && len(page.Lines) > 0 && len(letter.Data[pageIdx-1].Lines) > 0 {
|
||||
prevPage := letter.Data[pageIdx-1]
|
||||
assertCarryPair(
|
||||
t,
|
||||
letter.Letter,
|
||||
page.Number,
|
||||
"page-boundary",
|
||||
0,
|
||||
prevPage.Lines[len(prevPage.Lines)-1],
|
||||
page.Lines[0],
|
||||
)
|
||||
}
|
||||
|
||||
for _, sn := range page.Sidenotes {
|
||||
for lineIdx, line := range sn.Lines {
|
||||
assertLineLocallyValid(t, letter.Letter, page.Number, "sidenote", lineIdx, line)
|
||||
}
|
||||
for i := 0; i+1 < len(sn.Lines); i++ {
|
||||
assertCarryPair(
|
||||
t,
|
||||
letter.Letter,
|
||||
page.Number,
|
||||
"sidenote",
|
||||
i,
|
||||
sn.Lines[i],
|
||||
sn.Lines[i+1],
|
||||
)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func assertLineLocallyValid(t *testing.T, letter, page int, where string, lineIdx int, line Line) {
|
||||
t.Helper()
|
||||
|
||||
sawNonContToken := false
|
||||
for tokIdx, tok := range line.Tokens {
|
||||
if tok.Type == StartElement && tok.Synth {
|
||||
if sawNonContToken {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has synthetic opener after non-prefix token at token %d", letter, page, where, lineIdx, tokIdx)
|
||||
}
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
sawNonContToken = true
|
||||
}
|
||||
|
||||
sawContCloser := false
|
||||
for tokIdx, tok := range line.Tokens {
|
||||
if tok.Type == EndElement && tok.Synth {
|
||||
sawContCloser = true
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
if sawContCloser {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has token after synthetic closer at token %d", letter, page, where, lineIdx, tokIdx)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
var stack []string
|
||||
var textFromTokens strings.Builder
|
||||
for tokIdx, tok := range line.Tokens {
|
||||
switch tok.Type {
|
||||
case StartElement:
|
||||
stack = append(stack, tok.Name)
|
||||
case EndElement:
|
||||
if len(stack) == 0 || stack[len(stack)-1] != tok.Name {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has unbalanced end token %q at token %d", letter, page, where, lineIdx, tok.Name, tokIdx)
|
||||
}
|
||||
stack = stack[:len(stack)-1]
|
||||
case CharData:
|
||||
textFromTokens.WriteString(tok.Value)
|
||||
if isOnlyASCIISpace(tok.Value) {
|
||||
if isLineStartPosition(line, tokIdx) {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d contains leading whitespace-only chardata token at token %d", letter, page, where, lineIdx, tokIdx)
|
||||
}
|
||||
if tok.Value != " " {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d contains non-normalized whitespace token %q at token %d", letter, page, where, lineIdx, tok.Value, tokIdx)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
if len(stack) != 0 {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d ended with %d unclosed tags", letter, page, where, lineIdx, len(stack))
|
||||
}
|
||||
if line.Text != textFromTokens.String() {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has Text mismatch: %q != %q", letter, page, where, lineIdx, line.Text, textFromTokens.String())
|
||||
}
|
||||
if line.Text != "" {
|
||||
if hasLeadingASCIISpace(line.Text) {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has Text starting with whitespace: %q", letter, page, where, lineIdx, line.Text)
|
||||
}
|
||||
if hasTrailingASCIISpace(line.Text) {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has Text ending with whitespace: %q", letter, page, where, lineIdx, line.Text)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func isLineStartPosition(line Line, idx int) bool {
|
||||
for i := 0; i < idx; i++ {
|
||||
tok := line.Tokens[i]
|
||||
if tok.Type == StartElement && tok.Synth {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
return false
|
||||
}
|
||||
return true
|
||||
}
|
||||
|
||||
func assertCarryPair(t *testing.T, letter, page int, where string, lineIdx int, prev, next Line) {
|
||||
t.Helper()
|
||||
|
||||
closed := syntheticClosedNames(prev)
|
||||
reopened := syntheticReopenedPrefixNames(next)
|
||||
|
||||
if len(closed) == 0 {
|
||||
if len(reopened) != 0 {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d->%d reopens %d tags with no synthetic closes in previous line", letter, page, where, lineIdx, lineIdx+1, len(reopened))
|
||||
}
|
||||
return
|
||||
}
|
||||
|
||||
slices.Reverse(closed)
|
||||
if !slices.Equal(closed, reopened) {
|
||||
t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d->%d synthetic carry mismatch: closed=%v reopened=%v", letter, page, where, lineIdx, lineIdx+1, closed, reopened)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func syntheticClosedNames(line Line) []string {
|
||||
var out []string
|
||||
for _, tok := range line.Tokens {
|
||||
if tok.Type == EndElement && tok.Synth {
|
||||
out = append(out, tok.Name)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
return out
|
||||
}
|
||||
|
||||
func syntheticReopenedPrefixNames(line Line) []string {
|
||||
var out []string
|
||||
for _, tok := range line.Tokens {
|
||||
if tok.Type == StartElement && tok.Synth {
|
||||
out = append(out, tok.Name)
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
break
|
||||
}
|
||||
return out
|
||||
}
|
||||
|
||||
func linePairHasValidSyntheticCarry(prev, next Line) bool {
|
||||
closed := syntheticClosedNames(prev)
|
||||
if len(closed) == 0 {
|
||||
return false
|
||||
}
|
||||
|
||||
slices.Reverse(closed)
|
||||
reopened := syntheticReopenedPrefixNames(next)
|
||||
if len(reopened) < len(closed) {
|
||||
return false
|
||||
}
|
||||
for i := range closed {
|
||||
if reopened[i] != closed[i] {
|
||||
return false
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
return true
|
||||
}
|
||||
282
xmlmodels/textparse.go
Normal file
282
xmlmodels/textparse.go
Normal file
@@ -0,0 +1,282 @@
|
||||
package xmlmodels
|
||||
|
||||
import (
|
||||
"encoding/xml"
|
||||
"strings"
|
||||
)
|
||||
|
||||
type TokenType int
|
||||
|
||||
const (
|
||||
StartElement TokenType = iota
|
||||
EndElement
|
||||
CharData
|
||||
)
|
||||
|
||||
type LineType int
|
||||
|
||||
const (
|
||||
Continuation LineType = iota
|
||||
First
|
||||
Fist = First // backward-compatible alias for historical typo
|
||||
Semantic // Indent=0 , still type="break"
|
||||
Indent // Indent>0, type dosent matter
|
||||
Empty // no line content, after that, an empty line
|
||||
)
|
||||
|
||||
type Token struct {
|
||||
Type TokenType
|
||||
Name string
|
||||
Attrs map[string]string
|
||||
Value string
|
||||
// INFO: true means synthetic token without corresponding XML token.
|
||||
Synth bool
|
||||
}
|
||||
|
||||
type Line struct {
|
||||
Type LineType
|
||||
Indent int
|
||||
Text string
|
||||
Tokens []Token
|
||||
}
|
||||
|
||||
type Page struct {
|
||||
Number int
|
||||
Lines []Line
|
||||
Sidenotes []Sidenote
|
||||
}
|
||||
|
||||
type Sidenote struct {
|
||||
Position string
|
||||
Annotation string
|
||||
Lines []Line
|
||||
}
|
||||
|
||||
type lineAccumulator struct {
|
||||
curLine *Line
|
||||
openStack []Token
|
||||
implicitType LineType
|
||||
hasAnyLine bool
|
||||
appendLine func(Line)
|
||||
hasCharData bool
|
||||
}
|
||||
|
||||
func newLineAccumulator(implicitType LineType, appendLine func(Line)) *lineAccumulator {
|
||||
return &lineAccumulator{
|
||||
implicitType: implicitType,
|
||||
appendLine: appendLine,
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) setImplicitType(lt LineType) {
|
||||
a.implicitType = lt
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) startLine(lt LineType, indent int) {
|
||||
a.curLine = &Line{Type: lt, Indent: indent}
|
||||
a.hasCharData = false
|
||||
for _, st := range a.openStack {
|
||||
a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{
|
||||
Type: StartElement,
|
||||
Name: st.Name,
|
||||
Attrs: st.Attrs,
|
||||
Synth: true,
|
||||
})
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) ensureLine() {
|
||||
if a.curLine != nil {
|
||||
return
|
||||
}
|
||||
a.startLine(a.implicitType, 0)
|
||||
if a.implicitType == First {
|
||||
a.implicitType = Continuation
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) closeLine() {
|
||||
if a.curLine == nil {
|
||||
a.ensureLine()
|
||||
}
|
||||
a.trimRightWhitespace()
|
||||
for i := len(a.openStack) - 1; i >= 0; i-- {
|
||||
a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{
|
||||
Type: EndElement,
|
||||
Name: a.openStack[i].Name,
|
||||
Synth: true,
|
||||
})
|
||||
}
|
||||
a.curLine.Text = lineTextFromTokens(a.curLine.Tokens)
|
||||
a.appendLine(*a.curLine)
|
||||
a.hasAnyLine = true
|
||||
a.curLine = nil
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) handleLineMarker(se xml.StartElement) {
|
||||
lt, indent, emitEmpty := parseLineMarker(se)
|
||||
if a.curLine != nil {
|
||||
a.closeLine()
|
||||
}
|
||||
if emitEmpty {
|
||||
a.startLine(Empty, 0)
|
||||
a.closeLine()
|
||||
a.implicitType = Continuation
|
||||
return
|
||||
}
|
||||
a.startLine(lt, indent)
|
||||
a.implicitType = Continuation
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) appendStart(name string, attrs map[string]string) {
|
||||
a.ensureLine()
|
||||
a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{
|
||||
Type: StartElement,
|
||||
Name: name,
|
||||
Attrs: attrs,
|
||||
})
|
||||
a.openStack = append(a.openStack, Token{
|
||||
Type: StartElement,
|
||||
Name: name,
|
||||
Attrs: attrs,
|
||||
})
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) appendEnd(name string) {
|
||||
a.ensureLine()
|
||||
a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{
|
||||
Type: EndElement,
|
||||
Name: name,
|
||||
})
|
||||
if len(a.openStack) == 0 {
|
||||
return
|
||||
}
|
||||
if a.openStack[len(a.openStack)-1].Name == name {
|
||||
a.openStack = a.openStack[:len(a.openStack)-1]
|
||||
return
|
||||
}
|
||||
for i := len(a.openStack) - 1; i >= 0; i-- {
|
||||
if a.openStack[i].Name == name {
|
||||
a.openStack = append(a.openStack[:i], a.openStack[i+1:]...)
|
||||
return
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) appendText(s string) {
|
||||
a.ensureLine()
|
||||
if !a.hasCharData {
|
||||
s = trimLeftASCIISpace(s)
|
||||
}
|
||||
if s == "" {
|
||||
return
|
||||
}
|
||||
a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{
|
||||
Type: CharData,
|
||||
Value: s,
|
||||
})
|
||||
a.hasCharData = true
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) isAtLineStart() bool {
|
||||
if a.curLine == nil {
|
||||
return true
|
||||
}
|
||||
for _, tok := range a.curLine.Tokens {
|
||||
if tok.Type == StartElement && tok.Synth {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
return false
|
||||
}
|
||||
return true
|
||||
}
|
||||
|
||||
func (a *lineAccumulator) trimRightWhitespace() {
|
||||
if a.curLine == nil {
|
||||
return
|
||||
}
|
||||
toks := a.curLine.Tokens
|
||||
for {
|
||||
lastCharIdx := -1
|
||||
for i := len(toks) - 1; i >= 0; i-- {
|
||||
if toks[i].Type == CharData {
|
||||
lastCharIdx = i
|
||||
break
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
if lastCharIdx < 0 {
|
||||
break
|
||||
}
|
||||
trimmed := trimRightASCIISpace(toks[lastCharIdx].Value)
|
||||
if trimmed == "" {
|
||||
toks = append(toks[:lastCharIdx], toks[lastCharIdx+1:]...)
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
toks[lastCharIdx].Value = trimmed
|
||||
break
|
||||
}
|
||||
a.curLine.Tokens = toks
|
||||
}
|
||||
|
||||
func lineTextFromTokens(tokens []Token) string {
|
||||
var b strings.Builder
|
||||
for _, tok := range tokens {
|
||||
if tok.Type == CharData {
|
||||
b.WriteString(tok.Value)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
return b.String()
|
||||
}
|
||||
|
||||
func parseBlockLines(dec *xml.Decoder, endLocalName string) ([]Line, error) {
|
||||
lines := make([]Line, 0, 8)
|
||||
acc := newLineAccumulator(First, func(line Line) {
|
||||
lines = append(lines, line)
|
||||
})
|
||||
|
||||
for {
|
||||
tok, err := dec.Token()
|
||||
if err != nil {
|
||||
return nil, err
|
||||
}
|
||||
|
||||
switch t := tok.(type) {
|
||||
case xml.StartElement:
|
||||
name := t.Name.Local
|
||||
if name == "line" {
|
||||
acc.handleLineMarker(t)
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
if isTransparentWrapper(name) {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
acc.appendStart(name, attrsToMap(t.Attr))
|
||||
|
||||
case xml.EndElement:
|
||||
name := t.Name.Local
|
||||
if isTransparentWrapper(name) {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
if name == endLocalName {
|
||||
if acc.curLine != nil {
|
||||
acc.closeLine()
|
||||
}
|
||||
return lines, nil
|
||||
}
|
||||
if name == "line" {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
acc.appendEnd(name)
|
||||
|
||||
case xml.CharData:
|
||||
s := string([]byte(t))
|
||||
if isOnlyASCIISpace(s) {
|
||||
if acc.isAtLineStart() {
|
||||
continue
|
||||
}
|
||||
s = " "
|
||||
}
|
||||
acc.appendText(s)
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
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