diff --git a/example.xml b/example.xml index acbeed3..18668c4 100644 --- a/example.xml +++ b/example.xml @@ -1,613 +1,644 @@ - - - HochEdelgeborner Hochgelahrter Herr Secretair + + + HochEdelgeborner Hochgelahrter Herr Secretair VerEhrungswürdigster Gönner! - - - Ew. HochEdelgebh: haben mich durch die neue Probe von Dero - schätzbaren Gewogenheit ausserorndtlich beschämt. Meine Feder ist zu schwach, Denenselben die - regen Empfindungen meines Herzens darüber zu schildern. Ich weiß Ew. HochEdelgebh: meine - Dankbegierde auf keine andere Art an den Tag zu legen, als daß ich meine gestrigen Wünsche für - Dero Wohlseyn wiederhole, und die gütige Vorsicht um die Erhörung derselben anflehe. Der Herr - überschütte Dieselben und Dero werthes Hauß im künftigen Jahr mit tausend Seegen und Heil. Er - erhalte Ew. HochEdelgebh: bis zu den spätesten Zeiten im ersprießlichsten Wohlergehen. Er bewahre - Ew. HochEdelgebh: für alle wiedrige Zufälle in den künftigen Jahren, und lasse - mich noch lange das Glük geniessen, Dieselben in dem blühendsten Wohlstande zu sehen, und mich mit - dem erkenntlichsten Herzen nennen zu dürfen - HochEdelgebohrner Hochgelahrter Herr Secretair Verehrungswürdigster - Gönner Ew. HochEdelgebh: - - - - Von Hause, d. 2 Jenner, 1765. - gehorsamsten Diener Jacob Michael - Reinhold Lenz - - - - - Mein Schatten soll Ihnen Rö– schiken ich - bin froh mich Ihnen als Physiognom nur im Profil zeigen zu dürfen, von meinem Brustbild machte - Ihnen die
    Güte Ihres Herzens
eine viel zu vortheilhafte Zeichnung. Dafür bin ich aber - Herz genug gewesen, das Ihrige an meine Lippen zu drüken u: einen Wunsch gen Himmel zu schiken, - den Mann von Angesicht zu sehen, mit dem ich einen Briefwechsel scheüe, bis ich ihn inniger u: - vertrauter – führen kann – das heißt bis Ihre
    gute
Meynung von mir nicht mehr Vortheil - ist. Ich bin den Armen eines Vaters entschlüpft, der so redlich dachte als Sie, - obgleich nicht so aufgeklärt. Seyen Sie mein Vater! Lenz.
- - - - - - vous pouvez vous fier a ma parole d’honneur que ladite feuille ne sera jamais publiée avec
    ma - bonne volonté.
Aussi n’etoit elle ecrite qu’
    après le point de vue d’une grande partie - de vos lecteurs, dont
les caquets au sujet de vous et de vos ecrits ne parviennent jamais - jusqu’a vous. Je n’aurois pas crú, que cela pourroit te faire quelque peine, je ne te l’ ai - communiqué que pour sonder tes façons d’envisager ces choses lá, pour pouvoir a l’ avenir dire - quelque chose de plus raisonnable la dessuzis. Voila mes intentions,
    j’ai tout employé de
- supprimer cela et je te puis
    assurer d’ avance
qu’il ne verra jamais le jour. Nous en - parlerons davantage.
- - Le. - - Remerciemens pour la peine que vous vous etes donnée avec les Lindaviana - - - linke Spalte - - - - Wurstfresser aus dem Scheishaus.
    Piphahn.
- Margaretlin Madre de tuti I Santi
    Galloch Schalloch
- Leisekentritt. Schleicher. Lasueangel. Laus. Angel. Hengst mensch von einer Prinzeß - - rechte - Spalte - Eulenspiegel Fotzenhut Dreckfincke Saumagen Faselhans Blaufincke – halb - klein Hanswurst beym Freyschmausen - Hundsfut Gast Rolle Ahlke Pöleke die dumm ist und war - n’a - Kropfliesgen. von Harz - Metze Dreyhaar Alte Hure Kupplerin Schlinschlanschlodi, kommt - von Akademien Metze Magen Regenwurm Ganz Magen
-
-
- - - - Gieb mir den gemißbrauchten Namen Gottes - zurück Herder! mein böser Genius hieß mich das schreiben Die Soldaten können noch - nicht gedruckt werden. Erröthen muß ich freilich über den Unverstand meines letzten Briefes. Gott - wo war ich, als ich ihn schrieb. Mache Dir keine Gedanken über die Ebbe und Fluth - meines Entschlusses. Es sind lauter Lokalverhältnisse die mich so peinigen. Die aber aufhören - werden. Ein Poet ist das unglücklichste Wesen unter der Sonnen. Grüsse Deine Frau. - Sollte ich von hier reisen oder sollte es einst Zeit seyn das grosse Trauerspiel aufzudecken, so - werd’ ich Dir vorher schreiben. Bis dahin muß ich noch stumm die Zähne zusammenbeissen und die - Leiden meines Volks in meinem verborgensten Herzen wüthen lassen. - Strasburg d 18ten Nvbr. 1775. Lenz. - Solltest Du es einst künftig drucken - lassen, so muß auch alsdann mein Name im Anfange verschwiegen bleiben. Ich sag es Dir hier voraus, - falls ich es etwa alsdann zu erinnern vergessen sollte. - - - Außenseite des zum Umschlag gefalteten Bogens, rotes Siegel: - - -
Herrn Herrn
    Herder
- Consistorialrath in
    Bückeburg.
-
- - - - Empfangen. Den 12 Febr. 1776. - - - Bester Freund! - - Eben - jetzt erfahre ich von Me. la Roche, was ich noch nie gewußt, daß sie einen Sohn bey Wiel. im Hause - gehabt. Ein Donnerschlag hätte mir nicht empfindlicher kommen können als eine Nachricht, die - soviel Beziehung auf meine Pasquinade hat, denn ich wollte eher alles in der Welt als diese Frau - oder etwas das ihr angeht beleidigen oder kompromittiren. Können Sie es also auf irgend eine Art - machen, daß die Wolken entweder gar nicht oder wenn dies
    unmöglich ist,
statt der - deutschen Namen die Griechischen aus dem Aristophanes:
    Strepsiades und Phidippides
(für - Leopold Sauk etc:) gesetzt und die Vertheidigung W. gegen die Wolken durchaus
    nicht - an diese
angehängt, sondern
    detaschirt
gedruckt werden als Palinodie nicht als - prämeditirte versteckte Apologie derselben. Wie gesagt ich bin über diese Nachricht ausser mir - denn sie zertrümmert mein ganzes Projeckt, das nichts weniger war als irgend eine Privatperson - durch meine Possenreissereyen zu beleidigen sondern nur W. aus seinen Schriften turlupiniren - wollte. L. - - - - Wenn der Druck der Wolken ganz inhibirt werden kann, ich gebe was darum. Die - Palinodie kann und, muß deswegen doch in die Welt. Desto origineller ist sie. Man kann dazu - setzen, der V. habe den Druck der W. verhindert und weil viele sie im Mskpt. gelesen, dies zu - seiner Rechtfertigung geschrieben. Ich will nichts dafür. -
- - - - Empf. 23. März 1776. - - - Den 15ten Merz - - Eine Reise deren Folgen - für mein Vaterland wichtiger als für mich seyn werden, zwingt mich bester der Menschen Sie zu - beschwören daß Sie bey Herrn Reich alles anwenden mir das Geld das er
    für die Soldaten
- versprochen, sogleich durch Ihre gütige Vermittlung zu übermachen und zwar unter
    dem Couvert
    des - Herrn Merk in Darmstadt
mit dem ich deswegen schon die gehörige Abrede genommen. Sollte es - auch unter der mir schmerzlichen Bedingung seyn, daß er das Stück schon auf Ostern bekannt machen - müßte. Ich brauche Geld nöthiger als das Leben und das zu einem entscheidenden - Augenblick der hernach nicht wiederkommt. Könnt’ ich auch für die andere Piece etwas vorausbezahlt - bekommen von der Ihnen Boje gesagt haben wird so geschäh mir
    auf ewig
eine Wohlthat. Ich - bin auf der Hälfte des Weges der meine Laufbahn endet – und komme zu kurz. Helfen Sie! - Ihrem aufs Äusserste - gebrachten JMRLenz. - - Richten - Sie den Brief nur an Herrn Merk in Darmstadt. - könnte es aufs späteste in 14 Tagen da seyn. Verzeyhen Sie das erste und - letztemal daß mich die Noth zwingt in dem
    Grad unbescheiden
zu seyn. Wie werd ichs in - meinem ganzen Leben gut machen?
- -
Herrn Herrn Leibarzt
    Zimmermann
- in
    - Hannover
-
- - - - - - Mich freut’s liebster Mann wenn es Ihnen wohl gehet. Ihr Briefgen habe erhalten - und ihre aufträge sind besorgt bis auf H: Fibich den ich noch nicht gesehen habe. Herr Prof. - Koch sagt mir Sie hätten ein Buch von der Bibliothek, ich dachte Sie hätten alle nach Hause - geschickt: Er hat es aber doch nicht zurück begehrt. Ich denke Sie kommen bald wieder wann nicht - allenfalls eine beßere vocation Sie uns weg kapert. Vielen Empfehlungen an - meinen Liebsten Goethe, H. V. Knebel, Graf Stollberg und unbekannter weis an Hn. Hofrath - Wieland. Hetzler hat mir den 1ten Bogen von meinen Abhandlungen zugeschickt Sie werden auf die - Meße fertig. Lieben Sie mich Saltzmann + type="break" tab="7" />VerEhrungswürdigster Gönner! - Strasburg den 16ten Apr:
    1776.
- - - - D 16. Apr. 76. - Laß mich mit ein paar Worten - dieß Blatt profaniren, meine Liebe zu Dir mag's wieder heiligen. Meine Seele frohlockt drob daß - Dirs wohl geht. Deine Grüße sind ausgericht. Alle grüßen Dich wieder und sind herzlich froh daß - sie drüber in die Höh springen möchten wann sie hören daß Du glücklich bist. Mslle. - König. Lauthin. Fibich. Zimmermann. Mechel. Spener. Sano. Prinz grüßen Dich. Hier ist ein Brief aus dem Philanthr. von Simon und Schweigh: es soll eine - Vocation drinn seyn für Herrn Lentz den man zum Schriftsteller fürs Philanth. - wünscht. Schreibst Du ihnen Antwort, so gieb ihnen meinen Gruß ich werd ihnen bald auch - schreiben. Wann ich die Woche das Pack aus Zürich nicht bekommen werde, so - schick ich Dir Deine verlangten Strasb. Manuscripte und machs mit den Briefen wie Du verlangst. Nicht mit meinem Namen aber desto mehr mit meinem Herzen ehre und liebe ich alle - verdienstvollen Männer. Insonders sag Dir wieder mit der wärmsten und immerbleibenden - Zärtlichkeit daß ich bin Dein Röderer. Hastu noch nicht 2 Briefe von mir kriegt, - der eine auf Darmstadt an Hn. Merk, der andere nach Weimar, in dem ich Dir sage daß Fräulein von - Waldner mit Herrn von Oberkirch den 1sten April um 12 Uhr in der Neuen Kirch copulirt - worden sind. -
+ + Ew. HochEdelgebh: haben mich durch die neue Probe von + Dero schätzbaren Gewogenheit ausserorndtlich beschämt. Meine Feder ist zu schwach, Denenselben + die regen Empfindungen meines Herzens darüber zu schildern. Ich weiß Ew. HochEdelgebh: meine + Dankbegierde auf keine andere Art an den Tag zu legen, als daß ich meine gestrigen Wünsche für + Dero Wohlseyn wiederhole, und die gütige Vorsicht um die Erhörung derselben anflehe. Der Herr + überschütte Dieselben und Dero werthes Hauß im künftigen Jahr mit tausend Seegen und Heil. Er + erhalte Ew. HochEdelgebh: bis zu den spätesten Zeiten im ersprießlichsten Wohlergehen. Er + bewahre Ew. HochEdelgebh: für alle wiedrige Zufälle in den künftigen Jahren, und lasse + mich noch lange das Glük geniessen, Dieselben in dem blühendsten Wohlstande zu sehen, und mich + mit dem erkenntlichsten Herzen nennen zu dürfen + HochEdelgebohrner Hochgelahrter Herr Secretair Verehrungswürdigster + Gönner Ew. HochEdelgebh: + + + + Von Hause, d. 2 Jenner, 1765. + gehorsamsten Diener Jacob Michael + Reinhold Lenz +
- - - Wie es zugeht lieber Lavater! daß ich das - bewußte Bild noch nicht erhalte, da Du es doch Rödern für mich zugeschickt haben willst, begreiffe - ich nicht, macht mir aber viele Herzensquaal. Das einzige worinn ich auf der Welt (ausser eurer - Freundschaft) einen Werth setze, das einzige das mich in einer selbstgewählten Einsamkeit von der - ganzen Weit vergessen, erhalten sollte, zum Besten manches guten Menschen erhalten – soll ich denn - durchaus auf äusserste gebracht seyn. Ich verlange nichts, fodere nichts als einen Schatten – - einen Schatten der mich allein an diese Welt binden kann die mich in allen meinen Verhältnissen - peinigt. Ich will nicht müssig gehen in meiner Einöde, aber ich muß etwas haben das meine Kräfte - aufrecht erhält, das mich dem grossen Ziel entgegenspornt um des willen ich nur noch lebe. Ich - weiß sehr wohl daß dies
    Schatten,
daß es ein Traum, daß es Betrug ist, aber laß – wenn es - nur seine Wirkung thut. Und wenn die vorher bestimmten - Schläge durch die unsichtbaren Mächte die mich brauchen wollen, - geschehen sind: was ist darnach an dem Instrument gelegen! Das vermuthlich zum Unglück - bestimmt war. Wende um + + + Mein Schatten soll Ihnen Rö– schiken ich + bin froh mich Ihnen als Physiognom nur im Profil zeigen zu dürfen, von meinem Brustbild machte + Ihnen die
    Güte Ihres Herzens
eine viel zu vortheilhafte Zeichnung. Dafür bin ich aber + Herz genug gewesen, das Ihrige an meine Lippen zu drüken u: einen Wunsch gen Himmel zu schiken, + den Mann von Angesicht zu sehen, mit dem ich einen Briefwechsel scheüe, bis ich ihn inniger u: + vertrauter – führen kann – das heißt bis Ihre
    gute
Meynung von mir nicht mehr Vortheil + ist. Ich bin den Armen eines Vaters entschlüpft, der so redlich dachte als Sie, + obgleich nicht so aufgeklärt. Seyen Sie mein Vater! Lenz.
+ + + + + + vous pouvez vous fier a ma parole d’honneur que ladite feuille ne sera jamais publiée avec
    ma + bonne volonté.
Aussi n’etoit elle ecrite qu’
    après le point de vue d’une grande + partie + de vos lecteurs, dont
les caquets au sujet de vous et de vos ecrits ne parviennent + jamais jusqu’a vous. Je n’aurois pas crú, que cela pourroit te faire quelque peine, je ne te + l’ ai communiqué que pour sonder tes façons d’envisager ces choses lá, pour pouvoir a l’ + avenir dire quelque chose de plus raisonnable la dessuzis. Voila mes intentions,
    j’ai tout + employé de
supprimer cela et je te puis
    assurer d’ avance
qu’il ne verra jamais + le jour. Nous en parlerons davantage.
+ + Le. + + Remerciemens pour la peine que vous vous etes donnée avec les Lindaviana + + + linke Spalte + + + + Wurstfresser aus dem Scheishaus.
    Piphahn.
+ Margaretlin Madre de tuti I Santi
    Galloch + Schalloch
+ Leisekentritt. Schleicher. Lasueangel. Laus. Angel. Hengst mensch von einer Prinzeß + + rechte + Spalte + Eulenspiegel Fotzenhut Dreckfincke Saumagen Faselhans Blaufincke – halb + klein Hanswurst beym Freyschmausen + Hundsfut Gast Rolle Ahlke Pöleke die dumm ist und war + n’a + Kropfliesgen. von Harz + Metze Dreyhaar Alte Hure Kupplerin Schlinschlanschlodi, + kommt von Akademien Metze Magen Regenwurm Ganz + Magen
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+ + + + Gieb mir den gemißbrauchten Namen Gottes + zurück Herder! mein böser Genius hieß mich das schreiben Die Soldaten können + noch nicht gedruckt werden. Erröthen muß ich freilich über den Unverstand meines letzten + Briefes. Gott wo war ich, als ich ihn schrieb. Mache Dir keine Gedanken über die + Ebbe und Fluth meines Entschlusses. Es sind lauter Lokalverhältnisse die mich so peinigen. Die + aber aufhören werden. Ein Poet ist das unglücklichste Wesen unter der Sonnen. Grüsse + Deine Frau. Sollte ich von hier reisen oder sollte es einst Zeit seyn das grosse Trauerspiel + aufzudecken, so werd’ ich Dir vorher schreiben. Bis dahin muß ich noch stumm die Zähne + zusammenbeissen und die Leiden meines Volks in meinem verborgensten Herzen wüthen lassen. + Strasburg d 18ten Nvbr. 1775. Lenz. + Solltest Du es einst künftig + drucken + lassen, so muß auch alsdann mein Name im Anfange verschwiegen bleiben. Ich sag es Dir hier + voraus, + falls ich es etwa alsdann zu erinnern vergessen sollte. + + + Außenseite des zum Umschlag gefalteten Bogens, rotes Siegel: + + +
Herrn Herrn
    Herder
+ Consistorialrath in
    Bückeburg.
+
+ + + + Empfangen. Den 12 Febr. 1776. + + + Bester Freund! + + Eben + jetzt erfahre ich von Me. la Roche, was ich noch nie gewußt, daß sie einen Sohn bey Wiel. im + Hause gehabt. Ein Donnerschlag hätte mir nicht empfindlicher kommen können als eine Nachricht, + die soviel Beziehung auf meine Pasquinade hat, denn ich wollte eher alles in der Welt als diese + Frau oder etwas das ihr angeht beleidigen oder kompromittiren. Können Sie es also auf irgend + eine Art machen, daß die Wolken entweder gar nicht oder wenn dies
    unmöglich ist,
statt + der deutschen Namen die Griechischen aus dem Aristophanes:
    Strepsiades und Phidippides
+ (für Leopold Sauk etc:) gesetzt und die Vertheidigung W. gegen die Wolken durchaus
    nicht + an diese
angehängt, sondern
    detaschirt
gedruckt werden als Palinodie nicht als + prämeditirte versteckte Apologie derselben. Wie gesagt ich bin über diese Nachricht ausser mir + denn sie zertrümmert mein ganzes Projeckt, das nichts weniger war als irgend eine Privatperson + durch meine Possenreissereyen zu beleidigen sondern nur W. aus seinen Schriften turlupiniren + wollte. L. + + + + Wenn der Druck der Wolken ganz inhibirt werden kann, ich gebe was darum. Die + Palinodie kann und, muß deswegen doch in die Welt. Desto origineller ist sie. Man kann dazu + setzen, der V. habe den Druck der W. verhindert und weil viele sie im Mskpt. gelesen, dies zu + seiner Rechtfertigung geschrieben. Ich will nichts dafür. +
+ + + + Empf. 23. März 1776. + + + Den 15ten Merz + + Eine Reise deren + Folgen für mein Vaterland wichtiger als für mich seyn werden, zwingt mich bester der Menschen + Sie zu beschwören daß Sie bey Herrn Reich alles anwenden mir das Geld das er
    für die + Soldaten
versprochen, sogleich durch Ihre gütige Vermittlung zu übermachen und zwar unter
    dem + Couvert
    des + Herrn Merk in Darmstadt
mit dem ich deswegen schon die gehörige Abrede genommen. Sollte + es auch unter der mir schmerzlichen Bedingung seyn, daß er das Stück schon auf Ostern bekannt + machen müßte. Ich brauche Geld nöthiger als das Leben und das zu einem + entscheidenden Augenblick der hernach nicht wiederkommt. Könnt’ ich auch für die andere Piece + etwas vorausbezahlt bekommen von der Ihnen Boje gesagt haben wird so geschäh mir
    auf ewig
+ eine Wohlthat. Ich bin auf der Hälfte des Weges der meine Laufbahn endet – und komme zu kurz. + Helfen Sie! + Ihrem aufs + Äusserste gebrachten JMRLenz. + + Richten Sie den Brief nur an Herrn Merk in Darmstadt. + könnte es aufs späteste in 14 Tagen da seyn. Verzeyhen Sie das erste und + letztemal daß mich die Noth zwingt in dem
    Grad unbescheiden
zu seyn. Wie werd ichs in + meinem ganzen Leben gut machen?
- Ich habe Deinen 2ten Teil - Physiognomik nur flüchtig mit dem Herzog durchlauffen können, ihn bey manchen Stellen aufmerksam - gemacht, ihm vorgelesen und mich gefreut. Sobald ich Ruhe finde geh ich es mit geweyhter Seele - durch, jetzt bin ich auch selbst dazu unfähig. Du bist der Einzige dem ich diese Art meiner - Existenz klagen kann, und nicht einmal darinn finde ich Trost. Eine gänzliche Taubheit meiner - Nerven, die nur wenn ich arbeite, mich alle Stacheln des Schmerzens fühlen lassen. Sage mir ein - Wort insbesondere, das wird wohlthun: aber um alles in der Welt schone mich nicht. Das macht bey - mir alles nur schlimmer. Ich bin auf den Punkt verschwiegener unangenehmer Nachrichten - scharfsichtiger als Du glaubst. Wahrheit ist immer der einzige Trost für mich - gewesen. - Wie ich itzt so klein so schwach gegen ehemals mich - fühle. Gieb mir mehr wirkliche Schmerzen damit mich die - imaginairen nicht unterkriegen. O Schmerzen Schmerzen Mann Gottes, nicht Trost ist mein Bedürfniß. - Diese Taubheit allein kann ich nicht ertragen. Du bist in Carlsruhe gewesen, wie - mir Herr von Edelsheim, Minister am dortigen Hofe, der die Trauerpost von der russischen - Großfürstin Tode hieher brachte, erzählt hat. Wie hat dirs dort gefallen? Und solltest Du nicht - den Weg über Strasb. genommen haben? Und solltest Du niemand dort gesehen und gesprochen haben? Bode ist eben von hier abgereist der Uebersetzer von Tristram Schandy. Goethens Erwin - ist mit der Musik von der Herzogin Mutter Ietzt hier aufgeführt worden. Frage doch Kaysern ob er - mich ganz vergessen hat? Hier warten soviele auf das Familiengemählde. Wie wir mit - Wiel. stehen, soll das Publikum nächstens öffentlich erfahren. Wie wärs, wenn er frömmer wäre als - wir alle? Ein wunderbarer Mann, dessen Erkenntniß mir hier sehr wohlthut. Im Musäum (doch sags ihm - nicht) laß ich bald etwas über ihn einrücken. Ich bin ihm sehr gut und seiner Frau u. Kindern. L. +
Herrn Herrn Leibarzt
    Zimmermann
+ + in
    + Hannover
+
+ + + + + + Mich freut’s liebster Mann wenn es Ihnen wohl gehet. Ihr Briefgen habe + erhalten und ihre aufträge sind besorgt bis auf H: Fibich den ich noch nicht gesehen habe. + Herr Prof. Koch sagt mir Sie hätten ein Buch von der Bibliothek, ich dachte Sie hätten alle + nach Hause geschickt: Er hat es aber doch nicht zurück begehrt. Ich denke Sie kommen bald + wieder wann nicht allenfalls eine beßere vocation Sie uns weg kapert. Vielen + Empfehlungen an meinen Liebsten Goethe, H. V. Knebel, Graf Stollberg und unbekannter weis an + Hn. Hofrath Wieland. Hetzler hat mir den 1ten Bogen von meinen Abhandlungen zugeschickt Sie + werden auf die Meße fertig. Lieben Sie mich Saltzmann + + Strasburg den 16ten Apr:
    1776.
+ + + + D 16. Apr. 76. + Laß mich mit ein paar Worten + dieß Blatt profaniren, meine Liebe zu Dir mag's wieder heiligen. Meine Seele frohlockt drob + daß Dirs wohl geht. Deine Grüße sind ausgericht. Alle grüßen Dich wieder und sind herzlich + froh daß sie drüber in die Höh springen möchten wann sie hören daß Du glücklich bist. + Mslle. König. Lauthin. Fibich. Zimmermann. Mechel. Spener. Sano. Prinz grüßen + Dich. Hier ist ein Brief aus dem Philanthr. von Simon und Schweigh: es soll eine + Vocation drinn seyn für Herrn Lentz den man zum Schriftsteller fürs Philanth. + wünscht. Schreibst Du ihnen Antwort, so gieb ihnen meinen Gruß ich werd ihnen bald auch + schreiben. Wann ich die Woche das Pack aus Zürich nicht bekommen werde, so + schick ich Dir Deine verlangten Strasb. Manuscripte und machs mit den Briefen wie Du + verlangst. Nicht mit meinem Namen aber desto mehr mit meinem Herzen ehre und liebe ich alle + verdienstvollen Männer. Insonders sag Dir wieder mit der wärmsten und immerbleibenden + Zärtlichkeit daß ich bin Dein Röderer. Hastu noch nicht 2 Briefe von mir + kriegt, der eine auf Darmstadt an Hn. Merk, der andere nach Weimar, in dem ich Dir sage daß + Fräulein von Waldner mit Herrn von Oberkirch den 1sten April um 12 Uhr in der Neuen Kirch + copulirt worden sind. +
+ + + + Wie es zugeht lieber Lavater! daß ich + das bewußte Bild noch nicht erhalte, da Du es doch Rödern für mich zugeschickt haben willst, + begreiffe ich nicht, macht mir aber viele Herzensquaal. Das einzige worinn ich auf der Welt + (ausser eurer Freundschaft) einen Werth setze, das einzige das mich in einer selbstgewählten + Einsamkeit von der ganzen Weit vergessen, erhalten sollte, zum Besten manches guten Menschen + erhalten – soll ich denn durchaus auf äusserste gebracht seyn. Ich verlange nichts, fodere + nichts als einen Schatten – einen Schatten der mich allein an diese Welt binden kann die mich in + allen meinen Verhältnissen peinigt. Ich will nicht müssig gehen in meiner Einöde, aber ich muß + etwas haben das meine Kräfte aufrecht erhält, das mich dem grossen Ziel entgegenspornt um des + willen ich nur noch lebe. Ich weiß sehr wohl daß dies
    Schatten,
daß es ein Traum, daß + es Betrug ist, aber laß – wenn es nur seine Wirkung thut. Und wenn die vorher bestimmten + Schläge durch die unsichtbaren Mächte die mich brauchen wollen, + geschehen sind: was ist darnach an dem Instrument gelegen! Das vermuthlich zum Unglück + bestimmt war. Wende um + + Ich habe Deinen 2ten + Teil Physiognomik nur flüchtig mit dem Herzog durchlauffen können, ihn bey manchen Stellen + aufmerksam gemacht, ihm vorgelesen und mich gefreut. Sobald ich Ruhe finde geh ich es mit + geweyhter Seele durch, jetzt bin ich auch selbst dazu unfähig. Du bist der Einzige dem ich diese + Art meiner Existenz klagen kann, und nicht einmal darinn finde ich Trost. Eine gänzliche + Taubheit meiner Nerven, die nur wenn ich arbeite, mich alle Stacheln des Schmerzens fühlen + lassen. Sage mir ein Wort insbesondere, das wird wohlthun: aber um alles in der Welt schone mich + nicht. Das macht bey mir alles nur schlimmer. Ich bin auf den Punkt verschwiegener unangenehmer + Nachrichten scharfsichtiger als Du glaubst. Wahrheit ist immer der einzige Trost für mich gewesen. + Wie ich itzt so + klein so schwach gegen ehemals mich fühle. Gieb mir mehr wirkliche + Schmerzen damit mich die imaginairen nicht unterkriegen. O Schmerzen Schmerzen Mann Gottes, + nicht Trost ist mein Bedürfniß. Diese Taubheit allein kann ich nicht ertragen. Du + bist in Carlsruhe gewesen, wie mir Herr von Edelsheim, Minister am dortigen Hofe, der die + Trauerpost von der russischen Großfürstin Tode hieher brachte, erzählt hat. Wie hat dirs dort + gefallen? Und solltest Du nicht den Weg über Strasb. genommen haben? Und solltest Du niemand + dort gesehen und gesprochen haben? Bode ist eben von hier abgereist der Uebersetzer von Tristram Schandy. Goethens + Erwin ist mit der Musik von der Herzogin Mutter Ietzt hier aufgeführt worden. Frage doch Kaysern + ob er mich ganz vergessen hat? Hier warten soviele auf das Familiengemählde. Wie + wir mit Wiel. stehen, soll das Publikum nächstens öffentlich erfahren. Wie wärs, wenn er frömmer + wäre als wir alle? Ein wunderbarer Mann, dessen Erkenntniß mir hier sehr wohlthut. Im Musäum + (doch sags ihm nicht) laß ich bald etwas über ihn einrücken. Ich bin ihm sehr gut und seiner + Frau u. Kindern. L.
Herrn Herrn JC. Lavater + type="break" />
Herrn Herrn JC. Lavater Pfarrer am Waysenhause zu
    Zürich
- + type="break" />Pfarrer am Waysenhause zu
    Zürich
+
- - + + ich hab’ Euch versprochen es Euch sauer - zu machen, Klinger, ja Maler Müller und Wagner selbst, den recht sehr schätze. Nehmt Euch also in - Acht vor mir, parirt ja wohl und wenn Ihr Blöße findet, so stoßt hinein auf mich wie ihr wollt und - wie ihr könnt. Göthe hat ein Pasquill von mir, worin Euch allen die Köpfe gewaschen werden – bis - ihr gescheuter seyd + zu machen, Klinger, ja Maler Müller und Wagner selbst, den recht sehr schätze. Nehmt Euch also + in Acht vor mir, parirt ja wohl und wenn Ihr Blöße findet, so stoßt hinein auf mich wie ihr + wollt und wie ihr könnt. Göthe hat ein Pasquill von mir, worin Euch allen die Köpfe gewaschen + werden – bis ihr gescheuter seyd - -An keinem Orte keine Antwort. + + An keinem Orte keine Antwort. Herr Cästner mündliche Antwort, viele Compli. nebst Versicherung der - besten Besorgung. + type="break" />Herr Cästner mündliche Antwort, viele Compli. nebst Versicherung der + besten Besorgung. Herr Herder hat um 12 noch nicht - geschrieben will bis weitere Gelegenheit versparen + geschrieben will bis weitere Gelegenheit versparen Herrn - Göthe habe eigenhändig Ihren Brief gegeben, auch ohne Antwort. + Göthe habe eigenhändig Ihren Brief gegeben, auch ohne Antwort. Philip habe auf 3 mal nicht angetrofen und Bothenfrau, will – oder kann nicht - länger warten. + type="break" />Philip habe auf 3 mal nicht angetrofen und Bothenfrau, will – oder kann nicht + länger warten. innliegend etwas, u. da es ein - Hofbedienter gebracht. vermuthe daß solches von Herrn Göthe sei u - etwan bei Durchl. Herzog geschrieben ist. - Der Schneider - ist nicht fertig. Philip hat es vielleicht vergessen Dürfte ich Ihnen ersuchen, alle Ihre Commiss. - ohne Compliments + Hofbedienter gebracht. vermuthe daß solches von Herrn Göthe sei + u etwan bei Durchl. Herzog geschrieben ist. + Der + Schneider ist nicht fertig. Philip hat es vielleicht vergessen Dürfte ich Ihnen ersuchen, alle + Ihre Commiss. ohne Compliments - an mich zu schicken. Jeder Tag - da ich die Bothenfrau vermuthe ist vor mich ein Freuden Tag. Seyn Sie deß versichert. Leben Sie - wohl. + an mich zu + schicken. Jeder Tag da ich die Bothenfrau vermuthe ist vor mich ein Freuden Tag. Seyn Sie deß + versichert. Leben Sie wohl. - Der Brief ist nach Göttingen - francirt kostet aber nur 3 g. also 1 g. zurück. + Der + Brief ist nach Göttingen + francirt kostet aber nur 3 g. also 1 g. zurück. Viele - Compl. von Herrn von Kalb + Compl. von Herrn von Kalb - Schenck - - + Schenck + + - - + + Lieber Hafner! wenn Du oder Herr Otto - unter Euren Pappieren etwas habt, dessen Bekanntmachung ihr wünschtet (vorausgesetzt daß es eurem - eigenen höchsten Ideal von dem entspricht, was über die Sache gesagt werden könne so - dürft Ihrs nur mit einem Briefe gerade an Wieland begleiten (Herrn Hofrath Wieland zu Weymar) er - macht sich eine Freude daraus alles zu
    befördern
was im Elsaß Aufmerksamkeit verdient. - Euer Zutrauen zu ihm kann unbegrenzt seyn, trauet dieses einem zu, der ihn gesehen, und nicht aus - litterarischpolitischen Absichten sein Freund worden ist. Eine Kleinigkeit um die - ich Euch aber bitten will insofern ich Euch nach unserer alten Freundschaft und als geborne - Teutsche ansehe. Diese wäre, aus Gefälligkeit gegen Wieland den Namen unsers Vaterlandes künftig - hin nicht mit einem weichen D. sondern mit einem harten T zu schreiben. Ich habe seine Gründe - drüber gehört und mich aus eigner Willkühr entschlossen dem alten Schulmeister - Gottsched zum Trotz und einem Mann wie Wieland zu Liebe mein Vaterland nicht mehr zu beschimpfen - wenn ich es von Deut einem Niedersächsischen Wort das „eine Nichtswürdigkeit“ bedeutet herleite, - da unser Stifter Teut hieß und die älteste Schreibart diese kleine aber liebenswürdige Grille - Wielands rechtfertigt. Wenn jemand Recht hat, Brüder! wer wollte einen Augenblick - anstehen ihm Recht zu geben. Solltet Ihr sonst jemand wissen, der nicht aus - Eigennutz, sondern aus inniger Liebe zur lautersten Ehre, aus Begierde den Edelsten unsers - Vaterlandes auf eine edle Art bekannt zu werden, etwas das dem Elsaß Ehre machte, in den Merkur - wollte rücken lassen, der es auf die geschwindeste und einzig mögliche Art an unsern - Höfen und in unsern besten Gesellschaften bekannt macht, so werdt Ihr mir einen Gefallen thun, mir - Nachrichten von ihm zu geben, damit ich meine Einladung an ihn selber wenden könne. Adressirt die - Briefe nur: an Herrn Hofrath Schlosser, in Emmedingen, abzugeben an Herrn Lenz. - Sehr gut wäre es wenn Ihr zu allem was Ihr einschicktet, hinzusetztet:
    aus - dem Elsaß,
es mögte mit Eurem Namen oder mit andern Buchstaben unterzeichnet sein. Ramond - wird vermuthlich schon vom Herrn Aktuarius erfahren haben, daß Ihre Durchl. die Herzoginn Mutter - sein Drama, nachdem sie mich darum gefragt, behalten haben. Ganze
    grosse
- Dramen würde Wiel. schwerlich in den Merkur rücken können, wohl aber kleine. Ueberhaupt bitte ich, - Euch kurz zu fassen.
- Wenn Du zu Herrn von Türkheim gehst so mach ihm von - mir viele der schönsten Empfehlungen, nicht bloß wie sie seine persönlichen Liebenswürdigkeiten, - sondern hauptsächlich seine patriotische Wärme für seine Vaterstadt verdienen. Melde mir welch - einen Gang der Bürgerfreund und die Teutsche und Französische Gesellschaft in seinem Hause nehmen. - Herrn Blessig empfiehl mich gleichfalls und schreib mir von seinen Neuigkeiten. Ein Gleiches bitte - den Herren Ramond u. Matthieu zu thun wovon ich dem erstem Glück wünschen lasse, falls er schon - abgestiegen ist von seinem
    hölzernen
Pferde. Vermuthlich wirst Du bald hinauf steigen und - dann einen glücklichen Ritt. E. den 13ten. L. + unter Euren Pappieren etwas habt, dessen Bekanntmachung ihr wünschtet (vorausgesetzt daß es + eurem eigenen höchsten Ideal von dem entspricht, was über die Sache gesagt werden könne so dürft Ihrs nur mit einem Briefe gerade an Wieland begleiten (Herrn Hofrath + Wieland zu Weymar) er macht sich eine Freude daraus alles zu
    befördern
was im Elsaß + Aufmerksamkeit verdient. Euer Zutrauen zu ihm kann unbegrenzt seyn, trauet dieses einem zu, der + ihn gesehen, und nicht aus litterarischpolitischen Absichten sein Freund worden ist. Eine Kleinigkeit um die ich Euch aber bitten will insofern ich Euch nach unserer + alten Freundschaft und als geborne Teutsche ansehe. Diese wäre, aus Gefälligkeit gegen Wieland + den Namen unsers Vaterlandes künftig hin nicht mit einem weichen D. sondern mit einem harten T + zu schreiben. Ich habe seine Gründe drüber gehört und mich aus eigner Willkühr entschlossen dem alten Schulmeister Gottsched zum Trotz und einem Mann wie Wieland zu Liebe + mein Vaterland nicht mehr zu beschimpfen wenn ich es von Deut einem Niedersächsischen Wort das + „eine Nichtswürdigkeit“ bedeutet herleite, da unser Stifter Teut hieß und die älteste Schreibart + diese kleine aber liebenswürdige Grille Wielands rechtfertigt. Wenn jemand Recht + hat, Brüder! wer wollte einen Augenblick anstehen ihm Recht zu geben. Solltet + Ihr sonst jemand wissen, der nicht aus Eigennutz, sondern aus inniger Liebe zur lautersten Ehre, + aus Begierde den Edelsten unsers Vaterlandes auf eine edle Art bekannt zu werden, etwas das dem + Elsaß Ehre machte, in den Merkur wollte rücken lassen, der es auf die geschwindeste und einzig + mögliche Art an unsern Höfen und in unsern besten Gesellschaften bekannt + macht, so werdt Ihr mir einen Gefallen thun, mir Nachrichten von ihm zu geben, damit ich meine + Einladung an ihn selber wenden könne. Adressirt die Briefe nur: an Herrn Hofrath Schlosser, in + Emmedingen, abzugeben an Herrn Lenz. + Sehr gut wäre es wenn Ihr zu allem was Ihr einschicktet, hinzusetztet:
    aus + dem Elsaß,
es mögte mit Eurem Namen oder mit andern Buchstaben unterzeichnet sein. Ramond + wird vermuthlich schon vom Herrn Aktuarius erfahren haben, daß Ihre Durchl. die Herzoginn Mutter + sein Drama, nachdem sie mich darum gefragt, behalten haben. Ganze
    grosse
+ Dramen würde Wiel. schwerlich in den Merkur rücken können, wohl aber kleine. Ueberhaupt bitte + ich, Euch kurz zu fassen.
+ Wenn Du zu Herrn von Türkheim gehst so mach + ihm von mir viele der schönsten Empfehlungen, nicht bloß wie sie seine persönlichen + Liebenswürdigkeiten, sondern hauptsächlich seine patriotische Wärme für seine Vaterstadt + verdienen. Melde mir welch einen Gang der Bürgerfreund und die Teutsche und Französische + Gesellschaft in seinem Hause nehmen. Herrn Blessig empfiehl mich gleichfalls und schreib mir von + seinen Neuigkeiten. Ein Gleiches bitte den Herren Ramond u. Matthieu zu thun wovon ich dem + erstem Glück wünschen lasse, falls er schon abgestiegen ist von seinem
    hölzernen
+ Pferde. Vermuthlich wirst Du bald hinauf steigen und dann einen glücklichen Ritt. E. den 13ten. L. - Es steht bei Euch, Eure Namen zu Euren Ausarbeitungen herzugeben, oder vorher zu - versuchen welch ein Glück sie bei Kennern machen. Der Himmel walte über Euch und regiere Euch. + annotation="am linken Rand der dritten Seite, vertikal"> + Es steht bei Euch, Eure Namen zu Euren Ausarbeitungen herzugeben, oder vorher + zu versuchen welch ein Glück sie bei Kennern machen. Der Himmel walte über Euch und regiere + Euch. + index="4" /> -
Herrn Herrn
    - Hafner
+
Herrn + Herrn
    + Hafner
Candidaten der Theologie zu Strasburg gegenüber der neuen Kirche
- + type="break" />gegenüber der neuen Kirche
+
- -Bern d. 7 August 1777 εν πιστει. + + Bern d. 7 August 1777 εν πιστει. Lavater! ich bin hier in einem theuren Wirthshause und ohne Geld – und erwarte von Dir - – daß Du mir gleich nach Ansicht dieses eine Louisd’or und einen Dukaten zuschickest Schiebst Dus - einen Posttag auf, so gerath ich in Schulden und andern Händeln die noch schlimmer sind. Wie ich - hie hergekommen, frag nicht, alles das läßt sich im Briefe nicht füglich sagen. – Ich hoffe - Schlosser hat Dir für mich schon Geld von Weygandt zugeschickt; ists geschehn, so wieg ich Deinem - Arm desto weniger, der mich in dem Fall in dem ich itzt bin, ganz allein stützen kann Ich werde nicht in Zürich bleiben können. Ausgenommen daß vor der Hand – meine - Wirthschaftsumstände dort richten werde und mir deshalb ein acht Tage Aufenthalt in Deinem Hause - ausbitten muß. Kanns aber nicht seyn so sags nur ohne Rückhalt,
    denn Du bist ohnehin geplagt - genug.
Deine jetzige Hülfe aber muß ich haben, weil auf die Schleunigkeit derselben eine - unendliche Menge Nebenumstände beruhet, die für mich eben sowohl von den besten als von den - entsetzlichsten Folgen seyn könnten Lenz. + tab="1" />Lavater! ich bin hier in einem theuren Wirthshause und ohne Geld – und erwarte von + Dir – daß Du mir gleich nach Ansicht dieses eine Louisd’or und einen Dukaten zuschickest + Schiebst Dus einen Posttag auf, so gerath ich in Schulden und andern Händeln die noch schlimmer + sind. Wie ich hie hergekommen, frag nicht, alles das läßt sich im Briefe nicht füglich sagen. – + Ich hoffe Schlosser hat Dir für mich schon Geld von Weygandt zugeschickt; ists geschehn, so wieg + ich Deinem Arm desto weniger, der mich in dem Fall in dem ich itzt bin, ganz allein stützen kann Ich werde nicht in Zürich bleiben können. Ausgenommen daß vor der Hand – meine + Wirthschaftsumstände dort richten werde und mir deshalb ein acht Tage Aufenthalt in Deinem Hause + ausbitten muß. Kanns aber nicht seyn so sags nur ohne Rückhalt,
    denn Du bist ohnehin geplagt + genug.
Deine jetzige Hülfe aber muß ich haben, weil auf die Schleunigkeit derselben eine + unendliche Menge Nebenumstände beruhet, die für mich eben sowohl von den besten als von den + entsetzlichsten Folgen seyn könnten Lenz. Ich habe mich hinter Sitten von - Hohenthal getrennt, von dem ich kein Geld habe nehmen wollen. + pos="left" page="1" annotation="Am linken Rand, vertikal">Ich habe mich hinter Sitten von + Hohenthal getrennt, von dem ich kein Geld habe nehmen wollen. Meine - Adresse ist in der Krone zu Bern. Ich verlasse mich drauf, aufs späteste künftigen Donnerstag als - den 14ten eine Antwort von Dir zu haben, wie mir Pestalotz der Jüngere, der diesen Brief mitnimmt, - versichert hat. – Gegenwärtigen Zettel laß doch Bester – Kaisern – aber nicht dem - Römischen –
    aufs geschwindeste
zukommen. Vielleicht will er meine Adresse, die ich ihm zu - geben vergessen, alsdenn bitte sie ihm zu sagen. a rivederti. -
+ Adresse ist in der Krone zu Bern. Ich verlasse mich drauf, aufs späteste künftigen Donnerstag + als den 14ten eine Antwort von Dir zu haben, wie mir Pestalotz der Jüngere, der diesen Brief + mitnimmt, versichert hat. – Gegenwärtigen Zettel laß doch Bester – Kaisern – + aber nicht dem Römischen –
    aufs geschwindeste
zukommen. Vielleicht will er meine + Adresse, die ich ihm zu geben vergessen, alsdenn bitte sie ihm zu sagen. a rivederti. +
- - - Riga d. 2ten 8br 1779 a. St. - + + + Riga d. 2ten 8br 1779 a. St. + Theurester Bester! + type="break" />Theurester Bester! Verzeyhen Sie die Form - dieses Briefs, wie die Zumuthung die er enthält und setzen beydes auf die Rechnung des strengsten - Vertrauens nicht in Ihre Freundschaft und Güte für mich, die, wie ich aus Proben ersehen - unbeschränkt ist – sondern in Ihre Gerechtigkeit und Wahrheitsliebe. Ich bitte diese Worte nicht - nach dem Herkommen gedruckter Stutzernomenklatur – sondern diesmal nach der Bedeutung der - Einsamkeit und ihres Entschlusses auf immer zu nehmen. Also fort für diesmal mit allen äußern - Verhältnissen, die die schnelle Sprache dessen was eine besondere Lage der Umstände jetzt auf mich - wirken muß, nur höchst unfruchtbar aufhalten würden. Ich komme eben von einem - Besuch in Gesellschaft meines lieben grauen Vaters und eines jüngeren Bruders, der Sie in Weymar - gesehen, wo ich auf die sonderbarste Art von der Welt in die Enge gebracht bin. Die zärtesten - Sayten meines Herzens und möcht ich sagen, einer gewissen Art von Ehre deren System ich eben nicht - recht von mir geben kann, sind angeschlagen und – kurz ich bin diesmal in großer Verlegenheit – – - die vielleicht durch diesen Brief noch vergrössert wird; aber genug, ich kann mir nicht helfen. Es - ist lange vor meiner Ankunft in Riga von einer Besetzung des nur halb erledigten Rektorats der - Dohmschule (von dem Hr. D. Schlegel sich den Theologischen Theil vorbehält) die Rede gewesen. Mir - hatte man gleich bei meiner Ankunft ins Land verschiedene Vorschläge nach Petersburg gemacht, von - denen mein Herz, weiß ich aus was für Besorgnissen, zurücksteuerte, doch ohne sie ganz aufzugeben. - Ein Gönner meines Schwagers ein Edelmann der es auch ohne Geburt seyn würde, den - soll ich sagen sein Herz oder sein Geschmak der auf Ambassaden bis nach Spanien, wohl hat - ausgebildet werden können, auch mir sehr anziehend machen – schon damals gemacht hatten, als er - von seinen ersten Reisen als blosser Cavalier durch Königsberg nach Hause zurückgieng; erscheint - in unsers Freund Hartknochs Laden. Außer dem Anzüglichen seiner Person, hielt ichs in Ansehung - meines Schwagers, der von dem Hause viel Güte genossen, für Pflicht, ihn – und zugleich dem Haupt - dieser Stadt, seinem Schwiegervater die Aufwartung zu machen. Ich beredte, weil er von einem - vorhabenden Besuch bey meinem Vater sprach, den Altgen mit dazu, ihm zuvorzukommen. Wir treffen - ihn nicht zu Hause, wohl aber den Hn. Bürgermeister, einen der thätigsten und ausgezeichnetsten - Patrioten der Stadt und – stellen Sie sich meine Verwirrung vor, als ganz unvorbereitet, ganz - überraschend für mich und vermuthlich für alle die gegenwärtig waren, mit der Naivität von der Sie - sich bey meinem Vater nur eine dunkle Vorstellung – auch Sie! machen können, er förmlich bey der - Schule für mich anspricht, und wenn ihnen ein Subjekt dazu fehlte, mich – unparteyisch – welch ein - Ausdruck – unparteyisch dazu empfielt. Herr Burgermeisters S. Miene die sich dabey sichtbar - veränderte, machte mir den Mann noch einmal so ehrwürdig, denn nun hatte ich wenigstens meiner - eignen Verlegenheit etwas zuzugesellen. Noch mehr aber seine langsame und geflissentlich überlegte Antwort: es sey deswegen an auswärtige Gelehrte geschrieben worden, von - denen zwey abgesagt, itzt steh man mit einem dritten in Traktaten habe aber auch zugleich an Sie – - geschrieben und wolle in dem Stück ganz und gar auf Ihre Empfehlung fussen. Itzt hätte mir wohl - werden sollen, und mir wards – aber nicht so ganz – ich gehe zu einem Freunde wo ich von andern in - das Fach hin einschlagenden Dingen sehr beunruhigt, aber ohne daß sie mich selbst angiengen, zu - sprechen hatte, komme zurück und will sehen, was unsers Hartknochs sehr üble Brust heute macht und - – find ihn an einer Post nach Leipzig die er expedirt, und mir Pappier und Feder hinlegt, wenn ich - auch an jemand schreiben wollte. – An wen anders als an Sie – – mich zu empfehlen? nicht doch – - Ihre Empfehlung zu erbitten, zu verbitten – auch nicht, kurz ich weiß selbst nicht was ich will, - was ich soll – – aber an wen anders kann, darf ich das schreiben als an Sie – Freund Goethe – hat - mich wohl vergessen – mag will wie ich sehe sich in keins meiner Angelegenheiten mehr mischen, - wird vielleicht durch jede Art meiner Zuschriften selber soll ich sagen beleidigt? – – doch gewiß - beunruhigt – und soll ich empfolen sein – wär ichs am liebsten von Ihnen. Guter Gott, aber Sie - kennen, wenn Sie mein Herz ja kennen, weder mein Geschick überhaupt noch zu einer solchen Stelle - in sonderheit. Soviel sag ich Ihnen frey und wills druken lassen, daß in
    meinem Vaterlande
- mir eine solche Stelle die wünschenswertheste wäre. Und wem sollte sie es nicht seyn. Ich wollte - solang wenigstens an mir pressen bis das was ich gutes und vortheilhaftes - draussen eingesogen, ausgedrükt wäre, mögte man hernach mit dem löchrichten Herzen machen was man - wollte. Bey alledem aber habe ich die Theologie – nicht gründlich studirt, kann auch keine grosse - Theologen auf die grosse Bühne der Welt schicken. Dafür aber hab ich mich ein wenig in der - Geschichte und Gesetzen meines Vaterlands umgesehen, die ich immer fleissiger mit Zuziehung der - erfahrensten Männer zu studieren gedenke, will dabey gern in dem bißgen Griechisch und modernen - Sprachen, was ich weiß, auch in der sogenannten schönen Kenntniß von Kunstwerken und Kunstsachen, - auch wenn der Adel, der fast den zahlreichsten Theil unsers Landes ausmacht und um Unterricht - verlegen ist, mit zu unsrer Bürgerschule gezogen werden soll, in besondern Stunden in dem - historischen Theil der alten und neuen Taktik Fortifikation u. s. f. soweit Unterricht geben, daß - er hernach praktischem Unterricht schneller nutzen kann, so auch in Staatsgeschichte und
    - Staatswirtschaft
welches mir ein Hauptbedürfniß meines Vaterlands scheint – auch lateinische - Autoren lesen, und Redübungen mitbetreiben helfen, nach meinen Kräften – Wissen - Sie ein redlicheres, stärkeres und ausdaurenderes Subjekt für diese Anstalt deren Einrichtung so - wie die Stärke und Umfang seiner Nerven, Kräfte und erworbenen Anlagen Sie kennen, so bezeuge ich - hiemit vor Gott – den ich nicht leichtsinnig zum Zeugen nehmen mag – daß ich der Anstalt Glük - wünschen und mit dem Schmerz hier nicht haben nützen zu können mich auch ahnen lernen - werde ohne einen Gedanken von le den, Ihnen und Ihnen ähnlichen, mit voller warmer - Hochachtung gewiedmeten wegzugeben oder ärmer an m Gefühl zu werden, mit dem ich auch schweigend mich - jederzeit und überall nennen werde Ihren gehorsamstergebensten JMR Lenz. + dieses Briefs, wie die Zumuthung die er enthält und setzen beydes auf die Rechnung des + strengsten Vertrauens nicht in Ihre Freundschaft und Güte für mich, die, wie ich aus Proben + ersehen unbeschränkt ist – sondern in Ihre Gerechtigkeit und Wahrheitsliebe. Ich bitte diese + Worte nicht nach dem Herkommen gedruckter Stutzernomenklatur – sondern diesmal nach der + Bedeutung der Einsamkeit und ihres Entschlusses auf immer zu nehmen. Also fort für diesmal mit + allen äußern Verhältnissen, die die schnelle Sprache dessen was eine besondere Lage der Umstände + jetzt auf mich wirken muß, nur höchst unfruchtbar aufhalten würden. Ich komme + eben von einem Besuch in Gesellschaft meines lieben grauen Vaters und eines jüngeren Bruders, + der Sie in Weymar gesehen, wo ich auf die sonderbarste Art von der Welt in die Enge gebracht + bin. Die zärtesten Sayten meines Herzens und möcht ich sagen, einer gewissen Art von Ehre deren + System ich eben nicht recht von mir geben kann, sind angeschlagen und – kurz ich bin diesmal in + großer Verlegenheit – – die vielleicht durch diesen Brief noch vergrössert wird; aber genug, ich + kann mir nicht helfen. Es ist lange vor meiner Ankunft in Riga von einer Besetzung des nur halb + erledigten Rektorats der Dohmschule (von dem Hr. D. Schlegel sich den Theologischen Theil + vorbehält) die Rede gewesen. Mir hatte man gleich bei meiner Ankunft ins Land verschiedene + Vorschläge nach Petersburg gemacht, von denen mein Herz, weiß ich aus was für Besorgnissen, + zurücksteuerte, doch ohne sie ganz aufzugeben. Ein Gönner meines Schwagers ein + Edelmann der es auch ohne Geburt seyn würde, den soll ich sagen sein Herz oder sein Geschmak der + auf Ambassaden bis nach Spanien, wohl hat ausgebildet werden können, auch mir sehr anziehend + machen – schon damals gemacht hatten, als er von seinen ersten Reisen als blosser Cavalier durch + Königsberg nach Hause zurückgieng; erscheint in unsers Freund Hartknochs Laden. Außer dem + Anzüglichen seiner Person, hielt ichs in Ansehung meines Schwagers, der von dem Hause viel Güte + genossen, für Pflicht, ihn – und zugleich dem Haupt dieser Stadt, seinem Schwiegervater die + Aufwartung zu machen. Ich beredte, weil er von einem vorhabenden Besuch bey meinem Vater sprach, + den Altgen mit dazu, ihm zuvorzukommen. Wir treffen ihn nicht zu Hause, wohl aber den Hn. + Bürgermeister, einen der thätigsten und ausgezeichnetsten Patrioten der Stadt und – stellen Sie + sich meine Verwirrung vor, als ganz unvorbereitet, ganz überraschend für mich und vermuthlich + für alle die gegenwärtig waren, mit der Naivität von der Sie sich bey meinem Vater nur eine + dunkle Vorstellung – auch Sie! machen können, er förmlich bey der Schule für mich anspricht, und + wenn ihnen ein Subjekt dazu fehlte, mich – unparteyisch – welch ein Ausdruck – unparteyisch dazu + empfielt. Herr Burgermeisters S. Miene die sich dabey sichtbar veränderte, machte mir den Mann + noch einmal so ehrwürdig, denn nun hatte ich wenigstens meiner eignen Verlegenheit etwas + zuzugesellen. Noch mehr aber seine langsame und geflissentlich überlegte Antwort: es sey deswegen an auswärtige Gelehrte geschrieben worden, von + denen zwey abgesagt, itzt steh man mit einem dritten in Traktaten habe aber auch zugleich an Sie + – geschrieben und wolle in dem Stück ganz und gar auf Ihre Empfehlung fussen. Itzt hätte mir + wohl werden sollen, und mir wards – aber nicht so ganz – ich gehe zu einem Freunde wo ich von + andern in das Fach hin einschlagenden Dingen sehr beunruhigt, aber ohne daß sie mich selbst + angiengen, zu sprechen hatte, komme zurück und will sehen, was unsers Hartknochs sehr üble Brust + heute macht und – find ihn an einer Post nach Leipzig die er expedirt, und mir Pappier und Feder + hinlegt, wenn ich auch an jemand schreiben wollte. – An wen anders als an Sie – – mich zu + empfehlen? nicht doch – Ihre Empfehlung zu erbitten, zu verbitten – auch nicht, kurz ich weiß + selbst nicht was ich will, was ich soll – – aber an wen anders kann, darf ich das schreiben als + an Sie – Freund Goethe – hat mich wohl vergessen – mag will wie ich sehe sich in keins meiner + Angelegenheiten mehr mischen, wird vielleicht durch jede Art meiner Zuschriften selber soll ich + sagen beleidigt? – – doch gewiß beunruhigt – und soll ich empfolen sein – wär ichs am liebsten + von Ihnen. Guter Gott, aber Sie kennen, wenn Sie mein Herz ja kennen, weder mein Geschick + überhaupt noch zu einer solchen Stelle in sonderheit. Soviel sag ich Ihnen frey und wills druken + lassen, daß in
    meinem Vaterlande
mir eine solche Stelle die wünschenswertheste wäre. + Und wem sollte sie es nicht seyn. Ich wollte solang wenigstens an mir pressen bis + das was ich gutes und vortheilhaftes draussen eingesogen, ausgedrükt wäre, mögte man hernach mit + dem löchrichten Herzen machen was man wollte. Bey alledem aber habe ich die Theologie – nicht + gründlich studirt, kann auch keine grosse Theologen auf die grosse Bühne der Welt schicken. + Dafür aber hab ich mich ein wenig in der Geschichte und Gesetzen meines Vaterlands umgesehen, + die ich immer fleissiger mit Zuziehung der erfahrensten Männer zu studieren gedenke, will dabey + gern in dem bißgen Griechisch und modernen Sprachen, was ich weiß, auch in der sogenannten + schönen Kenntniß von Kunstwerken und Kunstsachen, auch wenn der Adel, der fast den zahlreichsten + Theil unsers Landes ausmacht und um Unterricht verlegen ist, mit zu unsrer Bürgerschule gezogen + werden soll, in besondern Stunden in dem historischen Theil der alten und neuen Taktik + Fortifikation u. s. f. soweit Unterricht geben, daß er hernach praktischem Unterricht schneller + nutzen kann, so auch in Staatsgeschichte und
    + Staatswirtschaft
welches mir ein Hauptbedürfniß meines Vaterlands scheint – auch + lateinische Autoren lesen, und Redübungen mitbetreiben helfen, nach meinen Kräften – Wissen Sie ein redlicheres, stärkeres und ausdaurenderes Subjekt für diese Anstalt + deren Einrichtung so wie die Stärke und Umfang seiner Nerven, Kräfte und erworbenen Anlagen Sie + kennen, so bezeuge ich hiemit vor Gott – den ich nicht leichtsinnig zum Zeugen nehmen mag – daß + ich der Anstalt Glük wünschen und mit dem Schmerz hier nicht haben nützen zu können mich auch ahnen + lernen werde ohne einen Gedanken von le den, Ihnen und Ihnen ähnlichen, mit voller + warmer Hochachtung gewiedmeten wegzugeben oder ärmer an m Gefühl zu werden, mit dem ich auch schweigend mich + jederzeit und überall nennen werde Ihren gehorsamstergebensten JMR Lenz. + + + eingerahmt: + + Mein Vater ist – für mich – + reich, so auch meine Geschwister. Daß also das nicht in Anschlag kommen darf. +
+ + + HochEdelgeborner Herr Insonders hochzuverehrender Herr Justizbürgermeister. - - eingerahmt: - - Mein Vater ist – für mich – reich, so - auch meine Geschwister. Daß also das nicht in Anschlag kommen darf. - - - -HochEdelgeborner Herr Insonders hochzuverehrender Herr Justizbürgermeister. - + type="empty" /> - Die Abwesenheit des Hn. v. Liphardt hindert - mich selbst zu kommen, welches mir auf den ersten freyen Augenblick vorbehalte; da meine Eléven - itzt ganz allein meiner Aufsicht überlassen sind. Da ich eben an Hn. Nicolai - schreibe, so nehme mir die Freiheit, wenn Ew. HochEdelgebornen an ihn schreiben wollten, Ihnen - mein Couvert dazu anzubieten. Ich hoffe alsdenn nächstens, Ihnen von der Erfüllung seines - Versprechens etwas überbringen zu können, da ihn Dero Liebhaberey für seltene Manuscripte bekannt - ist. Mit vollkommenster Ehrerbietung nenne mich, nach gehorsamer Empfehlung + Die Abwesenheit des Hn. v. Liphardt + hindert mich selbst zu kommen, welches mir auf den ersten freyen Augenblick vorbehalte; da meine + Eléven itzt ganz allein meiner Aufsicht überlassen sind. Da ich eben an Hn. + Nicolai schreibe, so nehme mir die Freiheit, wenn Ew. HochEdelgebornen an ihn schreiben + wollten, Ihnen mein Couvert dazu anzubieten. Ich hoffe alsdenn nächstens, Ihnen von der + Erfüllung seines Versprechens etwas überbringen zu können, da ihn Dero Liebhaberey für seltene + Manuscripte bekannt ist. Mit vollkommenster Ehrerbietung nenne mich, nach + gehorsamer Empfehlung Ew. HochEdelgebornen Meines - hochzuehrenden Herrn + hochzuehrenden Herrn ganz - ergebenster Diener J M R Lenz. + ergebenster Diener J M R Lenz. - Von - Hause den 28ten 10br. 1780. + Von Hause den 28ten 10br. 1780. -
Sr. - HochEdelgebornen dem Herrn Herrn K. F. Gadebusch Hochachtbaren - Justiz-Bürgermeister der Kaiserlichen Stadt Derpt in Dero Behausung.
-
+
Sr. HochEdelgebornen dem Herrn Herrn K. F. + Gadebusch Hochachtbaren Justiz-Bürgermeister der Kaiserlichen Stadt Derpt in Dero Behausung.
+
- -d. Jenner 1792. + + d. Jenner 1792. Hochwolgebohrner Herr insonders - hochzuverehrender Gönner + type="break" />Hochwolgebohrner Herr insonders + hochzuverehrender Gönner Ich habe Russische Zobelhändler aufgesucht, um sie aufzumuntern, eine Reise nach Dörpt - zu übernehmen, da ich weiß, daß der zahlreiche dasige Adel in der h.3. Köngismesse sich sonst mit - Pelzwerk von Frankreich aus Canada versieht und ich nicht begreiffe, warum ein solcher Handel - nicht mit Kaufleuten aus Moskau zu schliessen wäre. Allein ich ward krank über diese Jagd und da - mir das Ausgehen durch heftige Schmerzen gewehrt blieb, so glaubte wenigstens durch einige Zeilen - der Erinnemng genug zu thun, welche von Ew. Hochwolgeb. ersten Bekanntschaft auf der Schule in - fremde Länder mitnahm und wo ich nicht irre auf einem Conzert im Löwensternschen Hause so - überraschend angenehm in einem Jahrmarkt zu erneuren die Ehre hatte. Vielleicht reiset einer - unsrer hiesigen holländischen Kaufleute hinüber und nimmt diese Waare mit sich; es war mir - hauptsächlich daran gelegen, dem Liefländischen Adel welcher wie man mir gesagt, von der Akademie - der Wissenschaften Winke erhalten, daß die Monarchinn entweder in Dörpt oder in Pleskau, wo die - Ewst und Welika sich mit der Toropa vereinigen eine hohe Schule errichten wolle, einheimischen - Adel in den Landessprachen und Rechten unterrichten zu lassen, eh er die Fremde besucht, etwa
    zur - Einweyhung
eines neuen Gebäudes, wie der
    Domantische
Zauberpallast eines - verwünschten Prinzen in Pieskau seyn soll, Vorschub zu thun. Man sprach von einer Drukerey, die - aus Oberpalen hieher versetzt werden sollte, und in der That wäre Herr Past. Hupel, der sich so - verdient ums Vaterland gemacht, nach der Beschreibung Hn. Bakmeister in Petersb. von der alten - Akademie zu Derpt, der einzige Gelehrte der
    werth
wäre, an der
    Stiftung
einer - Universität Teil zu nehmen, da es ihm, wenn er sich etwa im Sommer oder Wintersemester dort - aufhalten wollte, an einem Adjunkt in Oberpalen oder auch in Pieskau oder Derpt nicht fehlen - sollte. - Es ist hier ein Fürst Gholizin der in Liefland Güter hat - und von seiner Bekanntschaft weiß ich zwey liebenswürdige Gelehrte aus der Schweitz, die - vielleicht gegen vortheilhafte Anträge aus Liefland nicht unempfindlich seyn würden. Im - Vorbeigehen „oserois je bien demander, mon cher Baron, si Vous aviez quelques Iiaisons avec - une certaine Dame Douairière, Soeur de Ia Generale Kurganoffsky de Ia flotte à S. Petersbourg. Sa - Soeur, comme elle ne doit pas ignorer, s’est donné une superbe maison et je crois que Me. d’A ** - feroit très bien, de lui confier une ou deux de ses filles, dont on m’a dit, qu’une avoit un - promis, Officier au corps des Cadets, et que j’ai eû I’honneur de voir chez Me. de K**. Le - scrupule comme si son fief de Ia couronne courroit risque en eloignant une de ses filles, - cesseroit bien vite parceque ces sortes de donations sont pour Ia vie de Ia Douairière. De plus, - ce jeune officier dont depuis mon sejour ici je n’ai Ia moindre nouvelle, se trouvera probablement - encore au corps, oú une 20taine de
    Livoniens
sont élevés aux depens de I’Imperatrice. Ces - Livoniens en sort
    ant du
corps, pourro
    ient con
tinuer leurs études
    à Plesc
ou, - et Mons. de Pr
    attje se
faire un merite distingué, de les accompagner.“
- Verzeihen - Ew. Hochwolgeb. daß ich alle Mißverständnisse zwischen Rußland und Liefland auf die Rechnung alter - Chronikenschreiber und Schulfüchse setze. Sie waren nicht viel besser als die Romanschreiber, die - bei den häuffigen Pressen in Deutschland sich wohl oft der seltsamen Anwendungen ihrer - Rittergeschichten von der runden Tafel nicht versehen würden. Die Schwürigkeiten der Sprache, die - durch Sitten, Gebräuche, Speisen sich gern möchten
    errathen
lassen, wenn sie sich Feier - in der Aussprache zu begehen scheuen, machen das einzige Mißverständniß. Die - Russische Geistlichkeit in Petersburg versteht sich sehr wohl mit der deutschen und wenn - Drukereyen in beiden Sprachen oder die Uebersetzung des nehmlichen Buchs in beyde – den Weg - öfneten, so würde man bei dem Russen des nehmlichen Nervensystems und Blutumlaufs, auch die - nehmlichen Gesinnungen antreffen. Ich befinde mich ein wenig in einer kritischen - Lage, welche meinen lieben Brüdern und Schwestern nicht unbekannt seyn kann. Man hält mich hier - überall für reich – da ich doch einen Vater habe, der bereits über dem Grabe schwebt, eine Wittwe - als Tochter mit ihren Kindern bei sich hat oder in Petersburg unterstützt und von den starken - Familien meiner übrigen wohlversorgten Geschwister gleichfalls in Anspruch genommen wird. – Es ist - schwürig, mit meinen Geschwistern Briefwechsel zu führen, denn da ein Prof. in Giessen mir die - Ehre erwiesen mich mit dem Romanschreiber – der aber in andem Aemtern dabei steht – Hn. Göthe in - eine Liste zu setzen, so suchen und finden sie in allen meinen Briefen nichts als unverständliche - Worte Poesie und Roman. Der Himmel wolle ihnen das wohlbekommen lassen und den Buchhandel in - Liefland vermehren, damit sie auch den berühmten Rousseau vom Fuß der Pedemontischen Gebirge zur - Ehre unsrer Nation in unsrer Sprache lesen können. Meine ziemlich ernsthafte Krankheit setzt - dismal allen launigten Nebenausschielenden Anspielungen Grenzen, unser Leben ist freilich auf - diesem Erdball nur allzuoft wunderbarer, als es sich das Hirn der Dichter und Leser von Gedichten - vorstellen mag. – – Ew. Hochwolgeb. Wollen mir meine Geschwätzigkeit als einem Kranken und zum - Jahrmarkte verzeihen da man gern viel spricht und ich hoffe, daß auch mein Bruder und Geschwister - das Glük haben werden, denenseihen aufzuwarten. Man spricht von neuen Magazinen die einige reiche - Entrepreneure von Metallgruben an verschiedenen Plätzen des Reichs errichten werden, welches da man in Liefland nur Branntwein nach Permien und Casan schikt, leicht zu einem - solidem Handel mit Brod und Gerstensaft Gelegenheit geben könnte, woran es in den Berggruben zu - mangeln scheint. Der Russische Tressenhandel würde z. B. nebst Kupfer zu Branntweinkesseln und - Eisen zu andern Kesseln, gegen Lieferungen an Grütze, Malz u. s. f. über Pleskau, Toropez und - Smolensk durch Agenten sehr wohl geführt werden, und manche Weitläuftigkeiten erspahren. Ich will - vom Leinwand und Strumpfhandel schweigen, der auch aus benachbarten Ländern geführt wird, und da - fast halb Rußland barfuß geht, bei Vereinigung der Düna mit dem Dnepr und der Moskwa mit vielem - Vortheil, nebst dasigen Lächsen und gesalzenem Fleisch gegen Sibirische Fische geführt werden - könnte, die man auf dem Wasser lebend erhalten kann. Sollten die Engländer mehr Bley und Zinn - einführen, daß mehr Küchengeräth angeschafft werden könnte und sich etwa ihres Plüsch und - Manchesterhandels wegen in Absicht der Geistlichen mit der
    Krone
in Verhandlungen - einlassen, so würde der innere Handel auf den Liefländischen Märkten bald mehr Vergnügen machen, - als selbst der entfernte. Ich breche ab um Ew. Hochwohlgeb. als ein Kranker die aufrichtige - Achtung zu bezeugen, welche mir Ihr persönliches Bezeigen eingeflößt. Den Liphartischen Häusern - bezeige meine Ehrerbietung gleichfalls, und den jungen von Löwenstern bitte gelegentlich - beizubringen, daß ihr ehmaliger Hofmeister im Hause des D.
    Büsching
in Berlin schon vor - mehrern Jahren den Schritt gethan, den wir alle einmal machen werden und welchem in diesen Tagen - auch bisweilen nahe war. Ew. Hochwolgebornen gehorsamer Diener JMR Lenz. + tab="1" />Ich habe Russische Zobelhändler aufgesucht, um sie aufzumuntern, eine Reise nach + Dörpt zu übernehmen, da ich weiß, daß der zahlreiche dasige Adel in der h.3. Köngismesse sich + sonst mit Pelzwerk von Frankreich aus Canada versieht und ich nicht begreiffe, warum ein solcher + Handel nicht mit Kaufleuten aus Moskau zu schliessen wäre. Allein ich ward krank über diese Jagd + und da mir das Ausgehen durch heftige Schmerzen gewehrt blieb, so glaubte wenigstens durch + einige Zeilen der Erinnemng genug zu thun, welche von Ew. Hochwolgeb. ersten Bekanntschaft auf + der Schule in fremde Länder mitnahm und wo ich nicht irre auf einem Conzert im Löwensternschen + Hause so überraschend angenehm in einem Jahrmarkt zu erneuren die Ehre hatte. Vielleicht reiset + einer unsrer hiesigen holländischen Kaufleute hinüber und nimmt diese Waare mit sich; es war mir + hauptsächlich daran gelegen, dem Liefländischen Adel welcher wie man mir gesagt, von der + Akademie der Wissenschaften Winke erhalten, daß die Monarchinn entweder in Dörpt oder in + Pleskau, wo die Ewst und Welika sich mit der Toropa vereinigen eine hohe Schule errichten wolle, + einheimischen Adel in den Landessprachen und Rechten unterrichten zu lassen, eh er die Fremde + besucht, etwa
    zur + Einweyhung
eines neuen Gebäudes, wie der
    Domantische
Zauberpallast eines + verwünschten Prinzen in Pieskau seyn soll, Vorschub zu thun. Man sprach von einer Drukerey, die + aus Oberpalen hieher versetzt werden sollte, und in der That wäre Herr Past. Hupel, der sich so + verdient ums Vaterland gemacht, nach der Beschreibung Hn. Bakmeister in Petersb. von der alten + Akademie zu Derpt, der einzige Gelehrte der
    werth
wäre, an der
    Stiftung
einer + Universität Teil zu nehmen, da es ihm, wenn er sich etwa im Sommer oder Wintersemester dort + aufhalten wollte, an einem Adjunkt in Oberpalen oder auch in Pieskau oder Derpt nicht fehlen + sollte. + Es ist hier ein Fürst Gholizin der in Liefland Güter + hat und von seiner Bekanntschaft weiß ich zwey liebenswürdige Gelehrte aus der Schweitz, die + vielleicht gegen vortheilhafte Anträge aus Liefland nicht unempfindlich seyn würden. Im + Vorbeigehen „oserois je bien demander, mon cher Baron, si Vous aviez quelques Iiaisons avec + une certaine Dame Douairière, Soeur de Ia Generale Kurganoffsky de Ia flotte à S. Petersbourg. + Sa Soeur, comme elle ne doit pas ignorer, s’est donné une superbe maison et je crois que Me. d’A + ** feroit très bien, de lui confier une ou deux de ses filles, dont on m’a dit, qu’une avoit un + promis, Officier au corps des Cadets, et que j’ai eû I’honneur de voir chez Me. de K**. Le + scrupule comme si son fief de Ia couronne courroit risque en eloignant une de ses filles, + cesseroit bien vite parceque ces sortes de donations sont pour Ia vie de Ia Douairière. De plus, + ce jeune officier dont depuis mon sejour ici je n’ai Ia moindre nouvelle, se trouvera + probablement encore au corps, oú une 20taine de
    Livoniens
sont élevés aux depens de + I’Imperatrice. Ces Livoniens en sort
    ant du
corps, pourro
    ient con
tinuer leurs + études
    à Plesc
ou, et Mons. de Pr
    attje se
faire un merite distingué, de les + accompagner.“
+ Verzeihen Ew. Hochwolgeb. daß ich alle Mißverständnisse + zwischen Rußland und Liefland auf die Rechnung alter Chronikenschreiber und Schulfüchse setze. + Sie waren nicht viel besser als die Romanschreiber, die bei den häuffigen Pressen in Deutschland + sich wohl oft der seltsamen Anwendungen ihrer Rittergeschichten von der runden Tafel nicht + versehen würden. Die Schwürigkeiten der Sprache, die durch Sitten, Gebräuche, Speisen sich gern + möchten
    errathen
lassen, wenn sie sich Feier in der Aussprache zu + begehen scheuen, machen das einzige Mißverständniß. Die Russische Geistlichkeit in Petersburg + versteht sich sehr wohl mit der deutschen und wenn Drukereyen in beiden Sprachen oder die + Uebersetzung des nehmlichen Buchs in beyde – den Weg öfneten, so würde man bei dem Russen des + nehmlichen Nervensystems und Blutumlaufs, auch die nehmlichen Gesinnungen antreffen. Ich befinde mich ein wenig in einer kritischen Lage, welche meinen lieben Brüdern + und Schwestern nicht unbekannt seyn kann. Man hält mich hier überall für reich – da ich doch + einen Vater habe, der bereits über dem Grabe schwebt, eine Wittwe als Tochter mit ihren Kindern + bei sich hat oder in Petersburg unterstützt und von den starken Familien meiner übrigen + wohlversorgten Geschwister gleichfalls in Anspruch genommen wird. – Es ist schwürig, mit meinen + Geschwistern Briefwechsel zu führen, denn da ein Prof. in Giessen mir die Ehre erwiesen mich mit + dem Romanschreiber – der aber in andem Aemtern dabei steht – Hn. Göthe in eine Liste zu setzen, + so suchen und finden sie in allen meinen Briefen nichts als unverständliche Worte Poesie und + Roman. Der Himmel wolle ihnen das wohlbekommen lassen und den Buchhandel in Liefland vermehren, + damit sie auch den berühmten Rousseau vom Fuß der Pedemontischen Gebirge zur Ehre unsrer Nation + in unsrer Sprache lesen können. Meine ziemlich ernsthafte Krankheit setzt dismal allen launigten + Nebenausschielenden Anspielungen Grenzen, unser Leben ist freilich auf diesem Erdball nur + allzuoft wunderbarer, als es sich das Hirn der Dichter und Leser von Gedichten vorstellen mag. – + – Ew. Hochwolgeb. Wollen mir meine Geschwätzigkeit als einem Kranken und zum Jahrmarkte + verzeihen da man gern viel spricht und ich hoffe, daß auch mein Bruder und Geschwister das Glük + haben werden, denenseihen aufzuwarten. Man spricht von neuen Magazinen die einige reiche + Entrepreneure von Metallgruben an verschiedenen Plätzen des Reichs errichten werden, welches da man in Liefland nur Branntwein nach Permien und Casan schikt, leicht zu einem + solidem Handel mit Brod und Gerstensaft Gelegenheit geben könnte, woran es in den Berggruben zu + mangeln scheint. Der Russische Tressenhandel würde z. B. nebst Kupfer zu Branntweinkesseln und + Eisen zu andern Kesseln, gegen Lieferungen an Grütze, Malz u. s. f. über Pleskau, Toropez und + Smolensk durch Agenten sehr wohl geführt werden, und manche Weitläuftigkeiten erspahren. Ich + will vom Leinwand und Strumpfhandel schweigen, der auch aus benachbarten Ländern geführt wird, + und da fast halb Rußland barfuß geht, bei Vereinigung der Düna mit dem Dnepr und der Moskwa mit + vielem Vortheil, nebst dasigen Lächsen und gesalzenem Fleisch gegen Sibirische Fische geführt + werden könnte, die man auf dem Wasser lebend erhalten kann. Sollten die Engländer mehr Bley und + Zinn einführen, daß mehr Küchengeräth angeschafft werden könnte und sich etwa ihres Plüsch und + Manchesterhandels wegen in Absicht der Geistlichen mit der
    Krone
in Verhandlungen + einlassen, so würde der innere Handel auf den Liefländischen Märkten bald mehr Vergnügen machen, + als selbst der entfernte. Ich breche ab um Ew. Hochwohlgeb. als ein Kranker die aufrichtige + Achtung zu bezeugen, welche mir Ihr persönliches Bezeigen eingeflößt. Den Liphartischen Häusern + bezeige meine Ehrerbietung gleichfalls, und den jungen von Löwenstern bitte gelegentlich + beizubringen, daß ihr ehmaliger Hofmeister im Hause des D.
    Büsching
in Berlin schon vor + mehrern Jahren den Schritt gethan, den wir alle einmal machen werden und welchem in diesen Tagen + auch bisweilen nahe war. Ew. Hochwolgebornen gehorsamer Diener JMR Lenz. Moskau, - d. 14ten Jenner 1792. - Hn. Postmeister Peuker wird dieser - Brief wo möglich zur Bestellung ergebenst empfohlen. -
- - - - á Monsieur Monsieur le Baron de Stiernhielm possesseur - des terres á Wasola - -
-
- + d. 14ten Jenner 1792. + Hn. Postmeister Peuker wird + dieser Brief wo möglich zur Bestellung ergebenst empfohlen. +
+ + + + á Monsieur Monsieur le Baron de Stiernhielm possesseur + des terres á Wasola + +
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diff --git a/uniq.txt b/uniq.txt index d86a46f..e368775 100644 --- a/uniq.txt +++ b/uniq.txt @@ -1,5 +1,6 @@ IGNORE: address +tabs BASE: aq @@ -16,6 +17,7 @@ pe ru tl // Textverlust ul +note fn[@index='1'] & anchor // keine ref? irgendwie nur die anchors in den footnotes? @@ -31,8 +33,6 @@ align center|right tab 2|12|8 BLOCK: -note? evtl. -tabs letterText (wie line type="break" falls kein line) line (Fälle: empty, tab 1-2|4-8, break) page[@index='1-14'] diff --git a/xmlmodels/helpers.go b/xmlmodels/helpers.go new file mode 100644 index 0000000..130f098 --- /dev/null +++ b/xmlmodels/helpers.go @@ -0,0 +1,106 @@ +package xmlmodels + +import ( + "encoding/xml" + "strconv" +) + +func isASCIISpaceByte(b byte) bool { + return b == ' ' || b == '\t' || b == '\n' || b == '\r' +} + +func trimLeftASCIISpace(s string) string { + i := 0 + for i < len(s) && isASCIISpaceByte(s[i]) { + i++ + } + return s[i:] +} + +func trimRightASCIISpace(s string) string { + i := len(s) + for i > 0 && isASCIISpaceByte(s[i-1]) { + i-- + } + return s[:i] +} + +func trimASCIISpace(s string) string { + return trimRightASCIISpace(trimLeftASCIISpace(s)) +} + +func isOnlyASCIISpace(s string) bool { + if len(s) == 0 { + return true + } + for i := 0; i < len(s); i++ { + if !isASCIISpaceByte(s[i]) { + return false + } + } + return true +} + +func hasLeadingASCIISpace(s string) bool { + return len(s) > 0 && isASCIISpaceByte(s[0]) +} + +func hasTrailingASCIISpace(s string) bool { + return len(s) > 0 && isASCIISpaceByte(s[len(s)-1]) +} + +func attrsToMap(attrs []xml.Attr) map[string]string { + if len(attrs) == 0 { + return nil + } + m := make(map[string]string, len(attrs)) + for _, a := range attrs { + m[a.Name.Local] = a.Value + } + return m +} + +func isInline(name string) bool { + switch name { + // BASE + note + specials + inline-block things treated as inline for stack correctness + case "aq", "b", "del", "dul", "tul", "er", "gr", "hb", "ink", "it", "pe", "ru", "tl", "ul", + "note", + "fn", "nr", "subst", "insertion", "hand", + "align", "tab": + return true + default: + return false + } +} + +func isTransparentWrapper(name string) bool { + // IMPORTANT: address subtree is NOT skipped; wrapper tokens are ignored only. + return name == "tabs" || name == "address" +} + +func parseLineMarker(se xml.StartElement) (LineType, int, bool) { + var ( + indent int + typ string + ) + for _, a := range se.Attr { + switch a.Name.Local { + case "tab": + if n, err := strconv.Atoi(trimASCIISpace(a.Value)); err == nil && n > 0 { + indent = n + } + case "type": + typ = trimASCIISpace(a.Value) + } + } + if typ == "empty" { + return Empty, 0, true + } + if indent > 0 { + return Indent, indent, false + } + if typ == "break" { + return Semantic, 0, false + } + return Continuation, 0, false +} diff --git a/xmlmodels/letter.go b/xmlmodels/letter.go index 59de56b..f19b38e 100644 --- a/xmlmodels/letter.go +++ b/xmlmodels/letter.go @@ -3,14 +3,16 @@ package xmlmodels import ( "encoding/json" "encoding/xml" + "fmt" + "io" + "strconv" ) type Letter struct { - XMLName xml.Name `xml:"letterText"` - Letter int `xml:"letter,attr"` - Pages []Page `xml:"page"` - Hands []RefElement `xml:"hand"` - Inner string `xml:",innerxml"` + XMLName xml.Name `xml:"letterText"` + Letter int `xml:"letter,attr"` + Hands []int `xml:"-"` + Data []Page } func (l Letter) Keys() []any { @@ -29,7 +31,192 @@ func (l Letter) String() string { return string(json) } -type Page struct { - XMLName xml.Name `xml:"page"` - Index int `xml:"index,attr"` +// NOTE: parseSidenote und unten UnmarshalXML sind die beiden haupstächlichen Kontexte, in denen Text gehalten wird. +// Wir unterteilen Briefe in Brief - Seite - Zeilen und Sidenotes in Sidenote - Zeilen (weil eine Sidenote nicht über +// mehrere Seiten gehen kann). + +// NOTE: Zeilen sind geschlossene Einheiten, die auch als HTML einen selbstständigen Block bilden können. Dazu werden +// in parseBlockLines synthetisch Elemente entweder am Anfang oder Ende der Zeile hinzugefügt, um einen offenen Stack +// zu schließen oder den Stack der vorhergehenden Zeile wieder zu öffnen, weil die Auszeichnugen fortgehen. + +// NOTE: Wichtige synthetische Tags: +// - Am Beginn oder Ende einer Zeile, wenn der Kontext in der XML über die Zeilen geöffnet bleibt (Token.Synth = true) +// - Am Beginn von letterText und Sidenote kann eine synthetische erste Zeile eingefügt sein (Line.Type = First) +// - Am Beginn einer Seite kann eine eine Zeile eingefügt sein, wenn der Kontext beispielsweise eines offenen +// Absatzes über die Seitengrenze fortgeführt wird (Line.Type = Continuation) + +// NOTE: Whitespace-Handling +// - Als Whitespace gilt hier nur ASCII-Whitespace, also TAB, LF, CR, SPACE. Alles andere kann semantisch bedeutsam sein. +// - Am Anfang von letterText, Sidenote oder Page: alle Whitespace-Token werden ignoriert, bis Text kommt +// - Am Anfang und Ende von Zeilen: alle Whitespace-Token werden ignoriert, bis Text bzw. die neue Zeile kommt. +func parseSidenote(dec *xml.Decoder, se xml.StartElement) (Sidenote, int, error) { + var sn Sidenote + pageNum := 0 + + for _, a := range se.Attr { + switch a.Name.Local { + case "pos": + sn.Position = a.Value + case "annotation": + sn.Annotation = a.Value + case "page": + if n, err := strconv.Atoi(trimASCIISpace(a.Value)); err == nil { + pageNum = n + } + } + } + + lines, err := parseBlockLines(dec, "sidenote") + if err != nil { + return sn, pageNum, err + } + sn.Lines = lines + return sn, pageNum, nil +} + +func (l *Letter) UnmarshalXML(dec *xml.Decoder, start xml.StartElement) error { + // INFO: Brifnummer extrahieren, main Loop below + for _, a := range start.Attr { + if a.Name.Local == "letter" { + n, err := strconv.Atoi(trimASCIISpace(a.Value)) + if err != nil { + return fmt.Errorf("letterText@letter: %w", err) + } + l.Letter = n + break + } + } + + var ( + pages []Page + curPage *Page + ) + + ensurePage := func(num int) *Page { + for i := range pages { + if pages[i].Number == num { + return &pages[i] + } + } + pages = append(pages, Page{Number: num}) + return &pages[len(pages)-1] + } + + acc := newLineAccumulator(First, func(line Line) { + if curPage == nil { + curPage = ensurePage(1) + } + curPage.Lines = append(curPage.Lines, line) + }) + + handlePage := func(se xml.StartElement) error { + idx := 1 + for _, a := range se.Attr { + if a.Name.Local == "index" { + n, err := strconv.Atoi(trimASCIISpace(a.Value)) + if err != nil { + return fmt.Errorf("page@index: %w", err) + } + if n > 0 { + idx = n + } + break + } + } + if acc.curLine != nil { + acc.closeLine() + } + curPage = ensurePage(idx) + if acc.hasAnyLine { + acc.setImplicitType(Continuation) + } else { + acc.setImplicitType(First) + } + return nil + } + + // INFO: Main Loop + for { + tok, err := dec.Token() + if err == io.EOF { + break + } + if err != nil { + return err + } + + switch t := tok.(type) { + + case xml.StartElement: + name := t.Name.Local + + if isTransparentWrapper(name) { + continue + } + + switch name { + case "page": + if err := handlePage(t); err != nil { + return err + } + continue + case "line": + acc.handleLineMarker(t) + continue + case "sidenote": + sn, pageNum, err := parseSidenote(dec, t) + if err != nil { + return err + } + if pageNum == 0 { + if curPage != nil { + pageNum = curPage.Number + } else { + pageNum = 1 + } + } + p := ensurePage(pageNum) + p.Sidenotes = append(p.Sidenotes, sn) + continue + } + + acc.appendStart(name, attrsToMap(t.Attr)) + + case xml.EndElement: + name := t.Name.Local + + if isTransparentWrapper(name) { + continue + } + + // INFO: Exit-Bedingung + if name == start.Name.Local { + if acc.curLine != nil { + acc.closeLine() + } + l.Data = pages + return nil + } + + // INFO: Selbst-schließende tags werden vom Go-Parser expandiert, deswegen: + if name == "page" || name == "line" { + continue + } + + acc.appendEnd(name) + + case xml.CharData: + s := string([]byte(t)) + if isOnlyASCIISpace(s) { + if acc.isAtLineStart() { + continue + } + s = " " + } + acc.appendText(s) + } + } + + l.Data = pages + return nil } diff --git a/xmlmodels/letter_examples_test.go b/xmlmodels/letter_examples_test.go new file mode 100644 index 0000000..a776ea7 --- /dev/null +++ b/xmlmodels/letter_examples_test.go @@ -0,0 +1,278 @@ +package xmlmodels + +import ( + "encoding/xml" + "os" + "slices" + "strings" + "testing" +) + +type examplesRoot struct { + Letters []Letter `xml:"letterText"` +} + +func loadExampleLetters(t *testing.T) []Letter { + t.Helper() + + paths := []string{"example.xml", "../example.xml"} + var data []byte + var err error + for _, p := range paths { + data, err = os.ReadFile(p) + if err == nil { + break + } + } + if err != nil { + t.Fatalf("read example.xml: %v", err) + } + + var root examplesRoot + if err := xml.Unmarshal(data, &root); err != nil { + t.Fatalf("unmarshal example.xml: %v", err) + } + if len(root.Letters) == 0 { + t.Fatalf("example.xml contained no letterText elements") + } + return root.Letters +} + +func TestLettersFromExampleXMLRespectLineInvariants(t *testing.T) { + letters := loadExampleLetters(t) + + var foundLetterFirst bool + var foundSidenoteFirst bool + var foundPageStartContinuation bool + var foundSyntheticCarry bool + + for _, letter := range letters { + for pageIdx, page := range letter.Data { + if len(page.Lines) > 0 && page.Lines[0].Type == First { + foundLetterFirst = true + } + if pageIdx > 0 && len(page.Lines) > 0 && page.Lines[0].Type == Continuation { + foundPageStartContinuation = true + } + + for i := 0; i+1 < len(page.Lines); i++ { + if linePairHasValidSyntheticCarry(page.Lines[i], page.Lines[i+1]) { + foundSyntheticCarry = true + } + } + + for _, sn := range page.Sidenotes { + if len(sn.Lines) > 0 && sn.Lines[0].Type == First { + foundSidenoteFirst = true + } + for i := 0; i+1 < len(sn.Lines); i++ { + if linePairHasValidSyntheticCarry(sn.Lines[i], sn.Lines[i+1]) { + foundSyntheticCarry = true + } + } + } + } + } + + if !foundLetterFirst { + t.Fatalf("expected at least one letter page to start with synthetic First line") + } + if !foundSidenoteFirst { + t.Fatalf("expected at least one sidenote to start with synthetic First line") + } + if !foundPageStartContinuation { + t.Fatalf("expected at least one non-initial page to start with Continuation line") + } + if !foundSyntheticCarry { + t.Fatalf("expected at least one synthetic close/reopen carry between consecutive lines") + } +} + +func TestLettersFromExampleXMLSyntheticContinuationsAreConsistent(t *testing.T) { + letters := loadExampleLetters(t) + + for _, letter := range letters { + for pageIdx, page := range letter.Data { + for lineIdx, line := range page.Lines { + assertLineLocallyValid(t, letter.Letter, page.Number, "page", lineIdx, line) + } + + for i := 0; i+1 < len(page.Lines); i++ { + assertCarryPair( + t, + letter.Letter, + page.Number, + "page", + i, + page.Lines[i], + page.Lines[i+1], + ) + } + + if pageIdx > 0 && len(page.Lines) > 0 && len(letter.Data[pageIdx-1].Lines) > 0 { + prevPage := letter.Data[pageIdx-1] + assertCarryPair( + t, + letter.Letter, + page.Number, + "page-boundary", + 0, + prevPage.Lines[len(prevPage.Lines)-1], + page.Lines[0], + ) + } + + for _, sn := range page.Sidenotes { + for lineIdx, line := range sn.Lines { + assertLineLocallyValid(t, letter.Letter, page.Number, "sidenote", lineIdx, line) + } + for i := 0; i+1 < len(sn.Lines); i++ { + assertCarryPair( + t, + letter.Letter, + page.Number, + "sidenote", + i, + sn.Lines[i], + sn.Lines[i+1], + ) + } + } + } + } +} + +func assertLineLocallyValid(t *testing.T, letter, page int, where string, lineIdx int, line Line) { + t.Helper() + + sawNonContToken := false + for tokIdx, tok := range line.Tokens { + if tok.Type == StartElement && tok.Synth { + if sawNonContToken { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has synthetic opener after non-prefix token at token %d", letter, page, where, lineIdx, tokIdx) + } + continue + } + sawNonContToken = true + } + + sawContCloser := false + for tokIdx, tok := range line.Tokens { + if tok.Type == EndElement && tok.Synth { + sawContCloser = true + continue + } + if sawContCloser { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has token after synthetic closer at token %d", letter, page, where, lineIdx, tokIdx) + } + } + + var stack []string + var textFromTokens strings.Builder + for tokIdx, tok := range line.Tokens { + switch tok.Type { + case StartElement: + stack = append(stack, tok.Name) + case EndElement: + if len(stack) == 0 || stack[len(stack)-1] != tok.Name { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has unbalanced end token %q at token %d", letter, page, where, lineIdx, tok.Name, tokIdx) + } + stack = stack[:len(stack)-1] + case CharData: + textFromTokens.WriteString(tok.Value) + if isOnlyASCIISpace(tok.Value) { + if isLineStartPosition(line, tokIdx) { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d contains leading whitespace-only chardata token at token %d", letter, page, where, lineIdx, tokIdx) + } + if tok.Value != " " { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d contains non-normalized whitespace token %q at token %d", letter, page, where, lineIdx, tok.Value, tokIdx) + } + } + } + } + if len(stack) != 0 { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d ended with %d unclosed tags", letter, page, where, lineIdx, len(stack)) + } + if line.Text != textFromTokens.String() { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has Text mismatch: %q != %q", letter, page, where, lineIdx, line.Text, textFromTokens.String()) + } + if line.Text != "" { + if hasLeadingASCIISpace(line.Text) { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has Text starting with whitespace: %q", letter, page, where, lineIdx, line.Text) + } + if hasTrailingASCIISpace(line.Text) { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d has Text ending with whitespace: %q", letter, page, where, lineIdx, line.Text) + } + } +} + +func isLineStartPosition(line Line, idx int) bool { + for i := 0; i < idx; i++ { + tok := line.Tokens[i] + if tok.Type == StartElement && tok.Synth { + continue + } + return false + } + return true +} + +func assertCarryPair(t *testing.T, letter, page int, where string, lineIdx int, prev, next Line) { + t.Helper() + + closed := syntheticClosedNames(prev) + reopened := syntheticReopenedPrefixNames(next) + + if len(closed) == 0 { + if len(reopened) != 0 { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d->%d reopens %d tags with no synthetic closes in previous line", letter, page, where, lineIdx, lineIdx+1, len(reopened)) + } + return + } + + slices.Reverse(closed) + if !slices.Equal(closed, reopened) { + t.Fatalf("letter %d page %d %s line %d->%d synthetic carry mismatch: closed=%v reopened=%v", letter, page, where, lineIdx, lineIdx+1, closed, reopened) + } +} + +func syntheticClosedNames(line Line) []string { + var out []string + for _, tok := range line.Tokens { + if tok.Type == EndElement && tok.Synth { + out = append(out, tok.Name) + } + } + return out +} + +func syntheticReopenedPrefixNames(line Line) []string { + var out []string + for _, tok := range line.Tokens { + if tok.Type == StartElement && tok.Synth { + out = append(out, tok.Name) + continue + } + break + } + return out +} + +func linePairHasValidSyntheticCarry(prev, next Line) bool { + closed := syntheticClosedNames(prev) + if len(closed) == 0 { + return false + } + + slices.Reverse(closed) + reopened := syntheticReopenedPrefixNames(next) + if len(reopened) < len(closed) { + return false + } + for i := range closed { + if reopened[i] != closed[i] { + return false + } + } + return true +} diff --git a/xmlmodels/textparse.go b/xmlmodels/textparse.go new file mode 100644 index 0000000..f6dcaad --- /dev/null +++ b/xmlmodels/textparse.go @@ -0,0 +1,282 @@ +package xmlmodels + +import ( + "encoding/xml" + "strings" +) + +type TokenType int + +const ( + StartElement TokenType = iota + EndElement + CharData +) + +type LineType int + +const ( + Continuation LineType = iota + First + Fist = First // backward-compatible alias for historical typo + Semantic // Indent=0 , still type="break" + Indent // Indent>0, type dosent matter + Empty // no line content, after that, an empty line +) + +type Token struct { + Type TokenType + Name string + Attrs map[string]string + Value string + // INFO: true means synthetic token without corresponding XML token. + Synth bool +} + +type Line struct { + Type LineType + Indent int + Text string + Tokens []Token +} + +type Page struct { + Number int + Lines []Line + Sidenotes []Sidenote +} + +type Sidenote struct { + Position string + Annotation string + Lines []Line +} + +type lineAccumulator struct { + curLine *Line + openStack []Token + implicitType LineType + hasAnyLine bool + appendLine func(Line) + hasCharData bool +} + +func newLineAccumulator(implicitType LineType, appendLine func(Line)) *lineAccumulator { + return &lineAccumulator{ + implicitType: implicitType, + appendLine: appendLine, + } +} + +func (a *lineAccumulator) setImplicitType(lt LineType) { + a.implicitType = lt +} + +func (a *lineAccumulator) startLine(lt LineType, indent int) { + a.curLine = &Line{Type: lt, Indent: indent} + a.hasCharData = false + for _, st := range a.openStack { + a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{ + Type: StartElement, + Name: st.Name, + Attrs: st.Attrs, + Synth: true, + }) + } +} + +func (a *lineAccumulator) ensureLine() { + if a.curLine != nil { + return + } + a.startLine(a.implicitType, 0) + if a.implicitType == First { + a.implicitType = Continuation + } +} + +func (a *lineAccumulator) closeLine() { + if a.curLine == nil { + a.ensureLine() + } + a.trimRightWhitespace() + for i := len(a.openStack) - 1; i >= 0; i-- { + a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{ + Type: EndElement, + Name: a.openStack[i].Name, + Synth: true, + }) + } + a.curLine.Text = lineTextFromTokens(a.curLine.Tokens) + a.appendLine(*a.curLine) + a.hasAnyLine = true + a.curLine = nil +} + +func (a *lineAccumulator) handleLineMarker(se xml.StartElement) { + lt, indent, emitEmpty := parseLineMarker(se) + if a.curLine != nil { + a.closeLine() + } + if emitEmpty { + a.startLine(Empty, 0) + a.closeLine() + a.implicitType = Continuation + return + } + a.startLine(lt, indent) + a.implicitType = Continuation +} + +func (a *lineAccumulator) appendStart(name string, attrs map[string]string) { + a.ensureLine() + a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{ + Type: StartElement, + Name: name, + Attrs: attrs, + }) + a.openStack = append(a.openStack, Token{ + Type: StartElement, + Name: name, + Attrs: attrs, + }) +} + +func (a *lineAccumulator) appendEnd(name string) { + a.ensureLine() + a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{ + Type: EndElement, + Name: name, + }) + if len(a.openStack) == 0 { + return + } + if a.openStack[len(a.openStack)-1].Name == name { + a.openStack = a.openStack[:len(a.openStack)-1] + return + } + for i := len(a.openStack) - 1; i >= 0; i-- { + if a.openStack[i].Name == name { + a.openStack = append(a.openStack[:i], a.openStack[i+1:]...) + return + } + } +} + +func (a *lineAccumulator) appendText(s string) { + a.ensureLine() + if !a.hasCharData { + s = trimLeftASCIISpace(s) + } + if s == "" { + return + } + a.curLine.Tokens = append(a.curLine.Tokens, Token{ + Type: CharData, + Value: s, + }) + a.hasCharData = true +} + +func (a *lineAccumulator) isAtLineStart() bool { + if a.curLine == nil { + return true + } + for _, tok := range a.curLine.Tokens { + if tok.Type == StartElement && tok.Synth { + continue + } + return false + } + return true +} + +func (a *lineAccumulator) trimRightWhitespace() { + if a.curLine == nil { + return + } + toks := a.curLine.Tokens + for { + lastCharIdx := -1 + for i := len(toks) - 1; i >= 0; i-- { + if toks[i].Type == CharData { + lastCharIdx = i + break + } + } + if lastCharIdx < 0 { + break + } + trimmed := trimRightASCIISpace(toks[lastCharIdx].Value) + if trimmed == "" { + toks = append(toks[:lastCharIdx], toks[lastCharIdx+1:]...) + continue + } + toks[lastCharIdx].Value = trimmed + break + } + a.curLine.Tokens = toks +} + +func lineTextFromTokens(tokens []Token) string { + var b strings.Builder + for _, tok := range tokens { + if tok.Type == CharData { + b.WriteString(tok.Value) + } + } + return b.String() +} + +func parseBlockLines(dec *xml.Decoder, endLocalName string) ([]Line, error) { + lines := make([]Line, 0, 8) + acc := newLineAccumulator(First, func(line Line) { + lines = append(lines, line) + }) + + for { + tok, err := dec.Token() + if err != nil { + return nil, err + } + + switch t := tok.(type) { + case xml.StartElement: + name := t.Name.Local + if name == "line" { + acc.handleLineMarker(t) + continue + } + if isTransparentWrapper(name) { + continue + } + acc.appendStart(name, attrsToMap(t.Attr)) + + case xml.EndElement: + name := t.Name.Local + if isTransparentWrapper(name) { + continue + } + if name == endLocalName { + if acc.curLine != nil { + acc.closeLine() + } + return lines, nil + } + if name == "line" { + continue + } + acc.appendEnd(name) + + case xml.CharData: + s := string([]byte(t)) + if isOnlyASCIISpace(s) { + if acc.isAtLineStart() { + continue + } + s = " " + } + acc.appendText(s) + } + } +}