From f67112d92dd41f048ca3b87a5657617c32004bef Mon Sep 17 00:00:00 2001
From: gbabelo <123087977+gbabelo@users.noreply.github.com>
Date: Thu, 8 Jan 2026 10:38:50 +0100
Subject: [PATCH] korr
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@@ -565,7 +565,7 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen. –
-Mein Schatten soll Ihnen Rö– schiken ich bin froh mich Ihnen als Physiognom nur im Profil zeigen zu dürfen, von meinem Brustbild machte Ihnen die Güte Ihres Herzens eine viel zu vortheilhafte Zeichnung. Dafür bin ich aber Herz genug gewesen, das Ihrige an meine Lippen zu drüken u: einen Wunsch gen Himmel zu schiken, den Mann von Angesicht zu sehen, mit dem ich einen Briefwechsel scheüe, bis ich ihn inniger u: vertrauter – führen kann – das heißt bis Ihre gute Meynung von mir nicht mehr Vortheil ist.
+Mein Schatten soll Ihnen Rö– schiken ich bin froh mich Ihnen als Physiognom nur im Profil zeigen zu dürfen, von meinem Brustbild machte Ihnen die eine viel zu vortheilhafte Zeichnung. Dafür bin ich aber Herz genug gewesen, das Ihrige an meine Lippen zu drüken u: einen Wunsch gen Himmel zu schiken, den Mann von Angesicht zu sehen, mit dem ich einen Briefwechsel scheüe, bis ich ihn inniger u: vertrauter – führen kann – das heißt bis Ihre Meynung von mir nicht mehr Vortheil ist.
Ich bin den Armen eines Vaters entschlüpft, der so redlich dachte als Sie, obgleich nicht so aufgeklärt. Seyen Sie mein Vater! Lenz.
@@ -601,7 +601,7 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen. –
2. Worte! – Nur Ihr seyt m: Herzen nahe, kommt mir aber kommt mir allein – wenn ichs Euch sagen werde bis auf Basel entgegen: Ich gedenke, so Gott u: m. Gesundheit will in 4. Wochen abzureisen. bin ich solche Freunde zu haben – doch ist mir bange, Kinder, daß Ihr Waßer aus der Dürre, u: Leben von dem Todten erwartet – o wie tief unter aller Erwartung bin ich – ob’s falsche oder wahre Bescheidenheit uns – oder sey, werdet Ihr sehen. Doch bring ich Euch ein redlich offenes Herz, das eures schrecklich gern kennt – giebt durchs Empfangen u: empfängt durchs Geben –
- bey Dir also steig ich ab – bey Dir leb’ u: wes’ ich, aber ach! Nur einen Tag u. einen Sonntag – Sagen darf ich’s hoff’ ich o daß ich vor einigem Wiederwillen würde, wenn Du etwas mehr als Teller Waßer, Gabel u. Löfel – um meinetwillen auf Deinen Tisch legen würdest. – will mich auch bey sich haben – in Erfurth – thu, was du willst – ihn fortzureitzen: doch wär’ ich vielleicht der Straßburger Freunde wagts – denen ich mitbringen mögte, – doch thue was du willst. Gott stärke dich Du edler Schwacher! Es ist eine der bittet, daß dein Glaube nicht abnehme u: der ist mehr als L–
+ bey Dir also steig ich ab – bey Dir leb’ u: wes’ ich, aber ach! Nur einen Tag u. einen Sonntag – Sagen darf ich’s hoff’ ich o daß ich vor einigem Wiederwillen krank würde, wenn Du etwas mehr als Teller Waßer, Gabel u. Löfel – um meinetwillen auf Deinen Tisch legen würdest. – will mich auch bey sich haben – in Erfurth – thu, was du willst – ihn fortzureitzen: doch wär’ ich vielleicht der Straßburger Freunde wagts – denen ich mitbringen mögte, chenirt – doch thue was du willst. Gott stärke dich Du edler Schwacher! Es ist einer der bittet, daß dein Glaube nicht abnehme u: der ist mehr als L–
@@ -1105,7 +1105,8 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen. –
Hier hast Du die Seele m: Seele – die immer geheime Triebfeder alles deßen was gut u: wirksam an mir ist – ohne die ich als ein kalter toter Klumpe dahinfallen würde, der nur die Erde zu beschweren nicht aber zu beglüken im Stande ist, mit der ich, wenn ich eine Weile lieber Flamman so weit ich reichen kann ausgebreitet vor ihr gern als ausgebrante Asche hinsinken will, glüklich genug m: Zeitraum hindurch von ihr erwärmt worden zu seyn. Sie kann mehrere so Erwärmte so begeistert haben, aber niemand mit der ungetheilten Empfindung als mich. Ich kenne auf der Welt nicht’s Schöneres als Sie, ein Gedanke an ihr ist mir Belohnung, der ich nichts auf der Welt zu vergleichen weiß. Und so gehen alle meine Arbeiten so ruhig so heiter, so frey von andern Leidenschaften, u: doch so munter u: voll der großen Hoffnung irgend einmahl ihren Beyfall zu erhalten – Ach L.! wie glücklich! wenn der Zustand dauern könnte. Wenigstens will ich mich durch meine Handlungen auch des Vorzugs würdig machen, sie geliebt zu haben u: ihr nicht Ursache geben darüber zu erröthen –
Doch wenn Du nicht m: Unglück willst, schweige, sie ist in einer Lage u: unter Menschen, wo diese Gedanken selber zu denen sie weiter nicht die geringste Gelegenheit gegeben, aber dadurch daß sie so vollkommen ist, ihr zum äußersten Nachtheil ausgelegt werden würde.
-Mit allen Talenten geschmükt die das weibliche Herz nur bilden können, sie spricht 5. Sprachen, auch das Latein sie macht zeichnet als eine Meisterin, sie spielt den Flügel treflich, sie tanzt, reitet jetzt sogar – u: hat täglich alle ihre Sunden so eingetheilt – daß keine Minute unangewendet bleibt. –Und diese tiefe Empfindung von Religion – von Familien Banden – von freundschaftlichen Verhältnißen – selbst fast zu partheyische Vaterlandsliebe. Ich werde Dir einmal einige ihrer Brfe lesen die ich erbeütet habe (ich habe m: Freundin einige durch besondere Wege gestolen) sie schreibt gern u: immer aus Bedürfniß sich mitzutheilen, nie aus kalt erschriebner Höflichkeit oder eigennuzer Veranlaßungen ehe sie m: Namen wußte u: die zuerst m: ganze Seele ausgespannt ein solches Frauenzimmer von Angesicht zu sehen. Mehr als 4 Wochen habe ich eine andere überall für sie angesehen, weil ich nicht Gelegenheit hatte in ihre Gesellschaft zu kommen. So wenig war es körperlicher Reiz allein der mich feßelte, hätte sie in der Marke einer Olinde gestekt, ich würde sie verehrt haben. Wie sehr wünsche ich Du kämest nach Strasburg u: hättest Gelegenheit wie sie Dir – denn nicht fehlen kann sie zu sehen u: zu sprechen. Eben höre ich daß Göethe nach Italien gereist sey, für die Wahrheit dieses Gerüchs kann ich nicht stehen. Seye daran was es wolle, was er thut ist mir immer recht, ich erwarte nächstens schriftliche Nachrichten davon – Viel u: mancherley Weh ruht an diesem Herzen
+Mit allen Talenten geschmükt die das weibliche Herz nur bilden können, sie spricht 5. Sprachen, auch das Latein sie macht zeichnet als eine Meisterin, sie spielt den Flügel treflich, sie tanzt, reitet jetzt sogar – u: hat täglich alle ihre Sunden so eingetheilt – daß keine Minute unangewendet bleibt. – Und diese tiefe Empfindung von Religion – von Familien Banden – von freundschaftlichen Verhältnißen – selbst fast zu partheyische Vaterlandsliebe. Ich werde Dir einmal einige ihrer Brfe lesen die ich erbeütet habe (ich habe m: Freundin einige durch besondere Wege gestolen) sie schreibt gern u: immer aus Bedürfniß sich mitzutheilen, nie aus kalt erschriebner Höflichkeit oder eigennuzer Veranlaßungen ehe sie m: Namen wußte u: die zuerst m: ganze Seele ausgespannt ein solches Frauenzimmer von Angesicht zu sehen. Mehr als 4 Wochen habe ich eine andere überall für sie angesehen, weil ich nicht Gelegenheit hatte in ihre Gesellschaft zu kommen. So wenig war es körperlicher Reiz allein der mich feßelte, hätte sie in der Marke einer Olinde gestekt, ich würde sie verehrt haben. Wie sehr wünsche ich Du kämest nach Strasburg u: hättest Gelegenheit wie sie Dir – denn nicht fehlen kann sie zu sehen u: zu sprechen.
+Eben höre ich daß Göethe nach Italien gereist sey, für die Wahrheit dieses Gerüchs kann ich nicht stehen. Seye daran was es wolle, was er thut ist mir immer recht, ich erwarte nächstens schriftliche Nachrichten davon – Viel u: mancherley Weh ruht an diesem Herzen
Königs Brief an Madame Hess vom 14. Juni 1775 enthält folgende Notiz. „Lentz hat mir auch geschrieben; die Achtung von Herder u seiner Frau rührt ihn gar sehr, er sagt mir“:
@@ -1120,11 +1121,21 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen. –
-vous pouvez vous fier a ma parole d’honneur que ladite feuille ne sera jamais publiée avec ma bonne volonté. Aussi n’etoit elle ecrite qu’ après le point de vue d’une grande partie de vos lecteurs, dont les caquets au sujet de vous et de vos ecrits ne parviennent jamais jusqu’a vous. Je n’aurois pas crú, que cela pourroit te faire quelque peine, je ne te l’ ai communiqué que pour sonder tes façons d’envisager ces choses lá, pour pouvoir a l’ avenir dire quelque chose de plus raisonnable la dessuzis. Voila mes intentions, j’ai tout employé de supprimer cela et je te puis assurer d’ avance qu’il ne verra jamais le jour. Nous en parlerons davantage.
+vous pouvez vous fier a ma parole d’honneur que ladite feuille ne sera jamais publiée avec Aussi n’etoit elle ecrite qu’ après le point de vue d’une grande partie de vos lecteurs, dont
les caquets au sujet de vous et de vos ecrits ne parviennent jamais jusqu’a vous. Je n’aurois pas crú, que cela pourroit te faire quelque peine, je ne te l’ ai communiqué que pour sonder tes façons d’envisager ces choses lá, pour pouvoir a l’ avenir dire quelque chose de plus raisonnable la dessuzis. Voila mes intentions, supprimer cela et je te puis qu’il ne verra jamais le jour. Nous en parlerons davantage.
Le.
Remerciemens pour la peine que vous vous etes donnée avec les Lindaviana
+linke Spalte
Eulenspiegel
+Wurstfresser aus dem Scheishaus.
+
+Margaretlin Madre de tuti I Santi
+
+Leisekentritt. Schleicher.
+Lasueangel. Laus. Angel.
+Hengst mensch von einer Prinzeß
+rechte Spalte
+Eulenspiegel
Fotzenhut
Dreckfincke
Saumagen
@@ -1140,13 +1151,7 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen. –
Schlinschlanschlodi, kommt von Akademien
Metze Magen Regenwurm
Ganz Magen
-Wurstfresser aus dem Scheishaus.
-
-Margaretlin Madre de tuti I Santi
-
-Leisekentritt. Schleicher.
-Lasueangel. Laus. Angel.
-Hengst mensch von einer Prinzeß
+
Luise Königs Hand:
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index 5429811..aa033f9 100644
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Zürich, Zentralbibliothek, FA Lav. Ms. 590. Anh. II, Exzerpte von zg. Hand aus Briefen von
Johann
- Caspar Lavater an Johann Gottfried Röderer; S. 3–5 die Abschrift eines ungedruckten Briefs
- (Ende Mai
- 1774), dessen Original verschollen ist.
+ Caspar Lavater an Johann Gottfried Röderer, S. 3–5.
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- Freye/Stammler Bd. 1, S. 81f. Zürich, Zentralbibliothek, FA Lav. Ms. 572, Nr. 19: Abschrift von Lavaters oder anderer zg.
+ Freye/Stammler Bd. 1, S. 81f. Der handschriftliche Teil nach: Zürich, Zentralbibliothek, FA Lav. Ms. 572, Nr. 19, Abschrift von Lavaters oder anderer zg.
Hand mit dem Zusatz „Z. den 2. Sept. 1774.“; „auf graubläuliches Papier gedrucktes Rundschreiben“ (Stöber 1874, S. 82).
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- Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv, GSA 25/XXXIV,9,4, Bl. 4–6. Die Außenseiten des gefalteten Quartblattes wurden von Goethe und Johann Heinrich Merck für ein Personenregister zu „Hanswursts Hochzeit“ verwendet.
+ Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv, GSA 25/XXXIV,9,4, Bl. 4–6. Die Außenseiten des gefalteten Quartblattes wurden für ein Personenregister zu „Hanswursts Hochzeit“ verwendet.
Sie können sich auf mein Ehrenwort verlassen, dass besagtes Blatt niemals mit meiner Zustimmung