From 6273b389e44de6af70aaf3ec8158be4ea6e99649 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: gbabelo <123087977+gbabelo@users.noreply.github.com> Date: Fri, 13 Mar 2026 15:23:53 +0100 Subject: [PATCH] korr bis 138 --- data/xml/briefe.xml | 23 +++++++++++++---------- data/xml/traditions.xml | 2 +- 2 files changed, 14 insertions(+), 11 deletions(-) diff --git a/data/xml/briefe.xml b/data/xml/briefe.xml index 10b4f61..273d371 100644 --- a/data/xml/briefe.xml +++ b/data/xml/briefe.xml @@ -2280,6 +2280,8 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen. – könnte es aufs späteste in 14 Tagen da seyn. Verzeyhen Sie das erste und letztemal daß mich die Noth zwingt in dem zu seyn. Wie werd ichs in meinem ganzen Leben gut machen? + +Außenseite des zum Umschlag gefalteten Bogens, rotes Siegel:
Herrn Herrn Leibarzt
    Zimmermann
@@ -2289,22 +2291,22 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen. – Ehe Du die Pappiere ließst muß ich Dir sagen daß ich noch lebe und vors erste auch noch mit dem Quartier in der Welt verliebt nehme. Nun kannst Du lesen. -Den dritten zweiten gieng ich zu meinem Vormund, den vierten und nach Cassel wo ich Gaudot auf meine Bitte gekommen war, um meinen lezten Willen zu vollbringen, und mich alles in Ordnung zu bringen helfen. Hier ist etwas von einem Brief den ich an Grewen schreiben wollte – … … . Still unsetteld Two cruel Days yet I must live for my affairs sake. Still unsetteld undetermined. Wether that I live or that I die. I must make +Den dritten zweiten gieng ich zu mednem Vormund, den vierten und nach Cassel wo ich Gaudot auf meine Bitte gekommen war, um meinen lezten Willen zu vollbringen, und mich alles in Ordnung zu bringen helfen. Hier ist etwas von einem Brief den ich an Grewen schreiben wollte – … … . Still unsetteld Two cruel Days yet I must live for my affairs sake. Still unsetteld undetermined. Wether that I live or that I die. I must make great sacrifices. And what party I chose I will not be determined by weekness but by Strenth of soul. Great God that art in heaven send thou me that strenth I want yet. The third -I have no strenth, whether to act, nor to omit the action Gaudot teils me I must expect the time, where I am far from my family. But no, this is the moment or not in a long while. Now I am to begin …….. (viel Uhrsachen) …… Now Death would be a new kind of life or a new kind of torture If I am obliged to try this yet, I shall be obliged to try all others till my death. But If I know myself enough for to be sure that I kan never get existentiam unoquoque momento debitam it ist weekness andfolly to wait for an other time -……… Now Death would be the seal of my existence, which else will never have a certain determination. Could all those ideas, be clear, active and lively in my soul at the last instant and till then, I would not be undecided. But this I pretend from my soul, before she fear can claim the right from my hand to break be untied from her prison. -Gaudot machte mich immer mehr um wankelmüthig. Ich bekam Geschäfte denen ich der in Ungewissheit obliegen mußten. Ich reißte nach Zell. Der Engel, meine Schwester, die nur mich auf der Welt hat – neue Fesseln. Zimmermann den ich in Hannover gesprochen habe tadelt +I have no strenth, whether to act, nor to omit the action Gaudot teils me I must expect the time, where I am far from my family. But no, this is the moment or not in a long while. Now I am to begin …….. (viel Uhrsachen) …… Now Death would be t a new kind of life or a new kind of torture If I am obliged to try this yet, I shall be obliged to try all others till my death. But If I know myself enough for to be sure that I kan never
    get existentiam unoquoque momento debitam
it is weekness and folly to wait for an other time
+……… Now Death would be the seal of my existence, which else will never have a certain determination. Could all those ideas, be clear, active and lively in my soul at the last instant and till then, I would not be undecided. But this I pretend from my soul, before she fear can claim the right from my hand to break be untied from her prison. +Gaudot machte mich immer mehr um wankelmüthig. Ich bekam Geschäfte denen ich der in Ungewissheit obliegen mußten. Ich reißte nach Zell. Der Engel, meine Schwester, die nur mich auf der Welt hat: neue Fesseln. Zimmermann den ich in Hannover gesprochen habe tadelt meinen Schlus w von dem Vergangenen auf das Zukünftige. Er will ich soll hoffen, und behauptet es sey mir noch erlaubt zu leben, Summa, ich wandle noch unter die Lebendigen. -Du wirst nunmehr meinen Brief mit die 9 Carolinen benennenkommen haben und deine an Me Gothe in Frankfurt habe ich noch sechs geschickt. Von Peter höre ich aber noch nichts. Wollte Gott er käme nicht. Ich bin seiner nicht werth und eben deswegen wird er mir oft zu Last seyn. Ich habe Salis gebethen selbst zu entscheiden was ihm am zuträglichsten ist. Nach der Entscheidung also kommt er mit oder nicht. Schreib mir nur frey was Du mir zu sagen hast. O daß Du doch Gaudot kenntest. +Du wirst nunmehr meinen Brief mit die 9 Carolinen benennenkommen haben und deine an Me Gothe in Frankfurt habe ich noch sechs geschickt. Von Peter höre ich aber noch nichts. Wollte Gott er käme nicht. Ich bin seiner nicht werth und eben deswegen wird er mir oft zu Last seyn. Ich habe Salis gebethen selbst zu entscheiden was ihm am zuträglichsten ist. Nach der Entscheidung also kommt er mit oder nicht. Schreib mir nur frey was Du mir zu sagen hast. O daß Du doch Gaudot kenntest. Gudensburg in Hessen den 16 Merz 1776
-Darmstadt d. 17ten Mart. 1776. +Darmstadt d 17ten Mart 1776. -Nur ein paar Worte Freude u. Danksagung treflicher Mann über die gute Nachricht von Ihrer baldigen Ankunft. War das nicht ein herrlicher Einfall von Ihnen an mich zu schreiben, so daß wir einander nun als gute alte Bekannte umarmen können. Wo Sie hinreisen, möge Segen u. Glück Ihnen folgen, nur wünsche ich nicht daß Sie in die große Weltwirthschaft geworfen werden, wo alle Eigenthümlichkeit des Menschen verloren geht. Selbst die Lage in Str., worüber Sie in anderem Betracht Ursache haben, mißvergnügt zu seyn, machte Sie doch mit zum Dichter, der sich Drang fühlte, Menschen zu bilden, u. mit Geistern, mit Unbekannten zu reden, weil alles um Ihn her tod war. -Jezo hab ich keine Zeit was abzuschreiben, kaum noch so viel Ihnen zu sagen daß ich Sie mit der wärmsten Umarmung erwarte. Mein Haus ist der nächste Nachbar am PostHaus, also sehn Sie’s ganz als das Ihrige, u. Gott gebe, auf etwas mehr, als kurze Zeit an. +Nur ein paar Worte Freude u. Danksagung treflicher Mann über die gute Nachricht von Ihrer baldigen Ankunft. War das nicht ein herrlicher Einfall von Ihnen an mich zu schreiben, so daß wir einander nun als gute alte Bekannte umarmen können. Wo Sie hinreisen, möge Segen u. Glük Ihnen folgen, nur wünsche ich nicht daß Sie in die große Weltwirthschaft geworfen werden, wo alle Eigenthümlichkeit des Menschen verlohren geht. Selbst die Lage in Str., worüber Sie in anderem Betracht Ursache haben, mißvergnügt zu seyn, machte sie doch mit zum Dichter, der sich Drang fühlte, Menschen zu bilden, u. mit Geistern, mit Unbekannten zu reden, weil alles um Ihn her tod war. +Jezo hab ich keine Zeit was abzuschreiben, kaum noch so viel Ihnen zu sagen daß ich Sie mit der wärmsten Umarmung erwarte. Mein Haus ist der nächste Nachbar am Post Haus, also sehn Sie’s ganz als das Ihrige, u. Gott gebe, auf etwas mehr, als kurze Zeit an JHM. @@ -2322,13 +2324,14 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen. – -Lenz! Dir gebührt von mir Lob u: Dank u: Preis, um all Deine schöne herrlichen Dinger, die mir von Dir zu Durchsicht kamen – Zu Herzen kamen – für die Dinge, die Du mir letzten Sommer schenktest, u: für den letzten Gruß durch Röd: – o Lenz! wie ich allen die fern sind abgestorben bin, – ’s schmerzt bisweilen nicht wenig. Doch könnt ich nur Dich nahen, Dich nächsten genießen, daß es heißen könnt
    genuß!!
Liebster! Du sendest Kaisern bisweil ein Liedchen, worein unser einer schließen mögte, Du hättest viele, schwere, giftige Leiden; – Todeswunden – Ich leide oft mit Dir nach Maaßgab meiner Kälte. -Laß uns auf das was kommen soll, das edle große Werk nicht sol „das in d. Leben Epoque machen soll“ – nicht so lange warten, als unser Herr Gott auf den Meßias. Und Du kommst gen Zürich! Das soll mir in meiner unseligen Abgeschiedenheit von Dir Trost seyn; so ich nicht krank seyn werde, u: das mich an Deinem Genusse stören sollte, wie ao 75 an Göthe p: +Lenz! Dir gebührt von mir Lob u: Dank u: Preis, um all Deine schöne herrlichen Dinger, die mir von Dir zu Gesicht kamen – Zu Herzen kamen – für die Dinge, die Du mir lezten Sommer schenktest, u: für den letzten Gruß durch Röd: – o Lenz! wie ich allen die fern sind abgestorben bin, – ’s schmerzt bisweilen nicht wenig. Doch könnt ich nur Dich nahen, Dich nächsten genießen, daß es heißen könnt
    genuß!!
Liebster! Du sendest Kaisern bisweil ein Liedchen, worein unser einer schließen mögte, Du hättest viele, schwere, giftige Leiden; – Todeswunden – Ich leide oft mit Dir nach Maaßgab meiner Kälte. +Laß uns auf das was kommen soll, das edle große Werk nicht sol „das in d. Leben Epoque machen soll“ – nicht so lange warten, als unser Herr Gott auf den Meßias. Und Du kommst gen Zürich! Das soll mir in meiner unseligen Abgeschiedenheit von Dir Trost seyn; So ich nicht krank seyn werde, u: das mich an Deinem Genuße stören sollte, wie ao 75 an Göthe p Veracht’ die 2 Worte nicht; sie sind im Bethe geschrieben mit viel Liebe u: Anstreben Deiner – wovon Dinte nichts zeigt. Pf. Zürich 19 März 1776. +Außenseite des zum Umschlag gefalteten Bogens, rotes Siegel:
Herrn Lenz. abzugeben bey Herrn Mag. Röderer. diff --git a/data/xml/traditions.xml b/data/xml/traditions.xml index 8304e21..80f8c55 100644 --- a/data/xml/traditions.xml +++ b/data/xml/traditions.xml @@ -883,7 +883,7 @@ - Riga, Latvijas Akadēmiskā Bibliotekā, Ms. 1113, F. 25, V. 32, Nr. 41. + Riga, Latvijas Akadēmiskā Bibliotekā, Ms. 1113, F. 25, V. 32, Nr. 41. Handschriftlicher Vermerk auf dem Umschlag „frc. Basel“ unentzifferte hsl. Kürzel; Stempel „BASLE“, rotes Siegel: zentrale Blume, Schmuckblätter.