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@@ -1795,7 +1795,8 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen.
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<line type="break" /><align pos="center"><note>Außenseite des zum Umschlag gefalteten Bogens, rotes Siegel:</note></align> <line type="break" /><align pos="center"><note>Außenseite des zum Umschlag gefalteten Bogens, rotes Siegel:</note></align>
<line type="break"/><address><aq>A Monsieur Monsieur Henri Jules <line type="break"/><address><aq>A Monsieur
<line type="break"/>Monsieur Henri Jules
<line type="break"/>de <ul>Lindau,</ul> chez Monsieur <line type="break"/>de <ul>Lindau,</ul> chez Monsieur
<line type="break"/>Logis Inspecteur des èglises <line type="break"/>Logis Inspecteur des èglises
<line type="break"/>françoises de la Hesse <line type="break"/>françoises de la Hesse
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<line type="break" /><align pos="center"><note>Außenseite des zum Umschlag gefalteten Bogens, rotes Siegel:</note></align> <line type="break" /><align pos="center"><note>Außenseite des zum Umschlag gefalteten Bogens, rotes Siegel:</note></align>
<line type="break"/><address>Herrn Herrn Joh. Casp. <ul>Lavater</ul> <line type="break"/><address>Herrn
<line type="break"/>Herrn Joh. Casp. <ul>Lavater</ul>
<line type="break"/>Pfarrer am Waysenhause <line type="break"/>Pfarrer am Waysenhause
<line type="break"/><ul>zu Zürich.</ul> <line type="break"/><ul>zu Zürich.</ul>
<line type="break"/>Durch einen Freund.</address> <line type="break"/>Durch einen Freund.</address>
@@ -1927,7 +1929,7 @@ Und doch muß ich meinen Entschluß vor Ihnen verbergen.
<line tab="1"/>Lassen Sie sich durch keinen menschlichen Rath davon abbringen, suchen Sie aber den Druck der Wolken zu hintertreiben (sollt es auch auf meine Kosten geschehen) wenn Sie mich und mein Wohlseyn lieb haben. Kann es aber nicht mehr seyn, so ists Schicksal und ich ergebe mich darinn. Nur die deutschen Namen, die Namen! und daß die Vertheidigung nicht angedruckt wird. <line tab="1"/>Lassen Sie sich durch keinen menschlichen Rath davon abbringen, suchen Sie aber den Druck der Wolken zu hintertreiben (sollt es auch auf meine Kosten geschehen) wenn Sie mich und mein Wohlseyn lieb haben. Kann es aber nicht mehr seyn, so ists Schicksal und ich ergebe mich darinn. Nur die deutschen Namen, die Namen! und daß die Vertheidigung nicht angedruckt wird.
<line tab="1"/>Gotter läßt ein Schauspiel von mir drucken: Die Algierer, eine Nachahmung der <aq>Captivei</aq> im Plautus. Lavater hat ein Gedicht von anderthalb Bogen von mir herausgegeben: <ul>Petrarch</ul> <ul>aus seinen Liedern gezogen</ul>. eine kleine Ergiessung des Herzens die Ihnen Freude machen wird. Beyde werden wohl in Leipzig zu haben seyn. <line tab="1"/>Gotter läßt ein Schauspiel von mir drucken: Die Algierer, eine Nachahmung der <aq>Captivei</aq> im Plautus. Lavater hat ein Gedicht von anderthalb Bogen von mir herausgegeben: <ul>Petrarch</ul> <ul>aus seinen Liedern gezogen</ul>. eine kleine Ergiessung des Herzens die Ihnen Freude machen wird. Beyde werden wohl in Leipzig zu haben seyn.
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<line tab="1"/>Machen Sie mir doch die Freude und schicken <ul>mir einige</ul> Anzeigen von Ihrer <insertion pos="top">Monaths</insertion>Wochenschrift nach der mich hier so manche Leute gefragt haben an denen Ihnen gelegen ist. Ihre Litterarischen Neuigkeiten sind mir und meinen Freunden sehr willkommen. Unsere deutsche Gesellschaft breitet ihren Wipfel immer weiter aus, so daß ich unter ihrem <del>Wipfel vo</del> Schatten von der Hitze des Tages offt herrlich abgekühlt werde. Einige Mitglieder derselben, unter andern eine sehr liebenswürdige Magistratsperson (Herr v. Türkheim<tl></tl> arbeiten an der Wochenschrift Der <ul>Bürgerfreund</ul> der ich an manchen Orten Deutschlands Nachahmer wünschte. Besonders in Ansehung des Lokalen. In der Schweitz kommen auch noch flüchtige Aufsätze von mir heraus, in denen ein Familiengemählde: Die beyden Alten, ein Drama Ihre Augen füllen wird. Das Kostnitzergenie kenne ich nicht, in Colmar kenne ich einen jungen Franzosen, von dem ich etwas in Lausanne werde drucken lassen, das Ihnen die Beschaffenheit des Bodens im Elsaß zur Hervorbringung poetischer Köpfe näher bezeichnen wird. Wissen Sie daß <ul>Stella</ul> von Goethen in Berlin gedruckt wird und er in <del>Gotha</del> Weymar bleibt? Vielleicht komm ich auch bald in Ihre Gegenden. Lieben Sie immer <line tab="1"/>Machen Sie mir doch die Freude und schicken <ul>mir einige</ul> Anzeigen von Ihrer <insertion pos="top">Monaths</insertion>Wochenschrift nach der mich hier so manche Leute gefragt haben an denen Ihnen gelegen ist. Ihre Litterarischen Neuigkeiten sind mir und meinen Freunden sehr willkommen. Unsere deutsche Gesellschaft breitet ihren Wipfel immer weiter aus, so daß ich unter ihrem <del>Wipfel vo</del> Schatten von der Hitze des Tages offt herrlich abgekühlt werde. Einige Mitglieder derselben, unter andern eine sehr liebenswürdige Magistratsperson (Herr v. Türkheim<tl></tl> arbeiten an der Wochenschrift Der <ul>Bürgerfreund</ul> der ich an manchen Orten Deutschlands Nachahmer wünschte. Besonders in Ansehung des Lokalen. In der Schweitz kommen auch noch flüchtige Aufsätze von mir heraus, in denen ein Familiengemählde: Die beyden Alten, ein Drama Ihre Augen füllen wird. Das Kostnitzergenie kenne ich nicht, in Colmar kenne ich einen jungen Franzosen, von dem ich etwas in Lausanne werde drucken lassen, das Ihnen die Beschaffenheit des Bodens im Elsaß zur Hervorbringung poetischer Köpfe näher bezeichnen wird. Wissen Sie daß <ul>Stella</ul> von Goethen in Berlin gedruckt wird und er in <del><del>Gotha</del></del> Weymar bleibt? Vielleicht komm ich auch bald in Ihre Gegenden. Lieben Sie immer
<line type="break" /><align pos="right">Ihren Freund Lenz.</align> <line type="break" /><align pos="right">Ihren Freund Lenz.</align>
<sidenote pos="left" page="3" annotation="am linken Rand der dritten Seite, vertikal"> Herrn Zimmermann wenn Sie ihn sehen, meine ganze Hochachtung. Ich wünschte mehr Zeit zu haben, ihn in seinem Sohn zu geniessen.</sidenote> <sidenote pos="left" page="3" annotation="am linken Rand der dritten Seite, vertikal"> Herrn Zimmermann wenn Sie ihn sehen, meine ganze Hochachtung. Ich wünschte mehr Zeit zu haben, ihn in seinem Sohn zu geniessen.</sidenote>
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