From 3fe7a2bda91e991729bce890a6bacb3d2e28c52e Mon Sep 17 00:00:00 2001
From: klopfertherabbit <123269390+klopfertherabbit@users.noreply.github.com>
Date: Sat, 24 Jan 2026 01:14:34 +0100
Subject: [PATCH] HKB 611
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1. Samuel
-1 Sam 11 Sam 11 Sam 31 Sam 51 Sam 61 Sam 71 Sam 101 Sam 141 Sam 171 Sam 181 Sam 191 Sam 201 Sam 221 Sam 241 Sam 251 Sam 261 Sam 30
+1 Sam 11 Sam 11 Sam 31 Sam 51 Sam 61 Sam 71 Sam 101 Sam 141 Sam 171 Sam 181 Sam 191 Sam 201 Sam 221 Sam 241 Sam 251 Sam 261 Sam 281 Sam 30
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@@ -82888,7 +82888,7 @@ Der Brief wurde erst später abgeschickt, vgl.
-Mann des Todes … Mann vom Berge Im Sinne eines scherzhaften Eingeständnisses für die Autorschaft der Zwey Scherflein, die sich gegen Klopstock und seine Orthographiereform richteten. „Mann des Todes“ ist wohl – mit etwa 2 Sam 12,5 im Hintergrund – eine Anspielung auf Lavaters erste Predigt bey Anlaß der Vergiftung des Nachtmahlweins, mit der er den Schuldigen per Predigt aus der Deckung locken wollte, vgl. S. 5: „So davon zu reden, daß der elende Verbrecher, wenn er uns hört, oder wenn andere ihm den Inhalt unserer Predigt – mittheilen – erwache, in sich selber gehe, an seine Brust schlage – sich in den Staub hinwerfe und ausrufe: „Ich, ich bin der Mann des Todes“ (zur Aktualität dieser Lavater-Schrift für Hamann 1780 vgl. seine Anteilnahme am Schicksal Wasers, und ). – Im Bild des Meuchelmordes bleibt auch der „Mann vom Berge“, der legendäre Assassinenfürst, der „das Morden als ein Gewerbe“ trieb und „seine Künstler im Todtschlagen“ hatte, die „allemal zu seinem Befehle bereit standen“ (Guthrie: Allgemeine Weltgeschichte, Bd. 6,2 (Leipzig 1769), S. 461).
+Mann des Todes … Mann vom Berge Im Sinne eines scherzhaften Eingeständnisses für die Autorschaft der Zwey Scherflein, die sich gegen Klopstock und seine Orthographiereform richteten. „Mann des Todes“ ist wohl – mit etwa 2 Sam 12,5 im Hintergrund – eine Anspielung auf Lavaters erste Predigt bey Anlaß der Vergiftung des Nachtmahlweins, mit der er den Schuldigen per Predigt aus der Deckung locken wollte, vgl. S. 5: „So davon zu reden, daß der elende Verbrecher, wenn er uns hört, oder wenn andere ihm den Inhalt unserer Predigt – mittheilen – erwache, in sich selber gehe, an seine Brust schlage – sich in den Staub hinwerfe und ausrufe: „Ich, ich bin der Mann des Todes“ (zur Aktualität dieser Lavater-Schrift für Hamann 1780 vgl. seine Anteilnahme am Schicksal Wasers, und ). – Im Bild des Meuchelmordes bleibt auch der „Mann vom Berge“, der legendäre Assassinenfürst, der „das Morden als ein Gewerbe“ trieb und „seine Künstler im Todtschlagen“ hatte, die „allemal zu seinem Befehle bereit standen“ (Guthrie: Allgemeine Weltgeschichte, Bd. 6,2 (Leipzig 1769), S. 461). – Einer Anekdote Friedrich Roths zufolge soll Klopstock beim Empfang der Zwey Scherflein durch Claudius scherzend gefragt haben, ob sie „von dem Alten vom Berge sey?“ und Hamann dieses hier aufgreifen (Roth: Hamann’s Schriften, Bd. 6, S. VI). Daran ist zwar einiges unstimmig, Roth könnte die Anekdote aber aus dem Kontext von Claudius und Jacobi erzählt bekommen haben.
@@ -84576,7 +84576,7 @@ Hamann beginnt den Brief als Begleitschreiben zum Brief von
-Beichtvater
+Beichtvater
@@ -84584,43 +84584,39 @@ Hamann beginnt den Brief als Begleitschreiben zum Brief von
-Salomon … Magus Für und Hamann (nach Hamanns Au Salomon de Prusse und Mosers Treuherzigem Schreiben); gemeint sind ihre Kommentare zur deutschen Litteratur und Sprache in Friedrichs Ueber die deutsche Litteratur und den Zwey Scherflein.
+Salomon … Magus Für und Hamann (nach Hamanns Au Salomon de Prusse und Mosers Treuherzigem Schreiben); gemeint sind ihre Kommentare zur deutschen Litteratur und Sprache in Friedrichs II. Ueber die deutsche Litteratur und den Zwey Scherflein (zu Stellen, die sich indirekt gegen die friderizianische Kulturpolitik wenden, vgl. N III,233/6 und 241/4).
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-Skarteque ?!?
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+Skarteque Scharteke, abgegriffenes, altes Buch (‚Skarteque‘ ist einer altertümliche französierende Schreibweise);
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-trunknen Noah 1 Mo 9,21
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+Geschichte des trunknen Noah 1 Mo 9,18–27
-Chams der die Blöße seines Vaters aufdeckt und verflucht wird, 1 Mo 9,18- 27
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-Raynal mit seiner in Paris öffentlich wegen Freigeisterei verbrannten Histoire philosophique
+Chams … Raynal Cham sah die Blöße seines Vaters und wurde dafür verflucht (1 Mo 9,22–25). Raynal deckte in seiner kürzlich erschienen 3. Auflage der Histoire des deux Indes die ausbeuterischen und tyrannischen Zustände in den Kolonien auf; dafür wurde er verfolgt, die 3. Auflage 1781 verbrannt und er musste aus Frankreich fliehen. – Hamann wünscht sich offenbar, dass ein Franzose die verfehlte friderizianische Kulturpolitik in einer Art entblöße wie Raynal/Diderot die europäische Kolonialpolitik.
-Qvandt ?!?
+Qvandt , der in De la littérature allemande, S. 10 merkwürdigerweise als der einzige deutsche Redner von Rang genannt wird (Friedrich II. hörte ihn 1739/40 in Königsberg, er war aber schon 1772 in hohem Alter gestorben); vgl. die Ausführungen zu Quandt im Vorwort der Neuausgabe von Ludwig Geiger (Stuttgart 1883), S. IV–VI..
-Samuels Schatten 1 Sm 28,15ff
+Samuels Schatten … In 1 Sam 28 lässt König Saul gegen Ende seiner Herrschaft den Propheten Samuel von den Toten rufen; dieser prophezeit ihm 1 Sam 28,16–19 das baldige Ende seines Königtums.
-herculische Pudenda
+herculische Pudenda „herculisch“ aus dem Bildbereich von Herrschaft, Größe und Kraft, „Pudenda“ aus der Scham- bzw. Entblößungsszene um Noah und Cham.
-Größe
+Größe Das Epitheton „der Große“ trug bereits zu Lebzeiten (zuerst bei der Rückkehr vom Zweiten Schlesischen Krieg 1745/46), vgl. auch Schubarts Hymnus Friedrich der Große von 1786.
-Bileam seine Eselin 4 Mo 22,27
+Bileam seine Eselin Der verblendete Bileam schlug seine Eselin, obwohl sie den Engel sah, 4 Mo 22,27; vgl. auch die zeitgenössischen literaturtheoretischen und exegetischen Diskussionen um die Geschichte von Bileam und seiner Eselin, .
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@@ -15979,7 +15979,7 @@ Q
Johann Jakob Quandt
-1686–1772. Oberhofprediger, Professor der Theologie in Königsberg, Stadtbibliothekar.
+1686–1772. Oberhofprediger, Professor der Theologie in Königsberg, Stadtbibliothekar; von 1739/40 in Königsberg gehört und als Redner geschätzt, vgl. De la littérature allemande, S. 10; vgl. auch die Informationen zu Quandt im Vorwort der Neuausgabe von Ludwig Geiger (Stuttgart 1883), S. IV–VI.Quandt, Neue Sammlung Alter und Neuer Lieder
@@ -16179,7 +16179,7 @@ Lehrer der Kinder und Hausgenosse M. L
Guillaume-Thomas-François Raynal
-1713–1796. Frz. Schriftsteller, verließ 1747 den Jesuitenorden, Hauslehrer, literarischer Korrespondent, Redakteur des Mercure de France, 1781–88 im Exil in Deutschland und der Schweiz.
+1713–1796. Frz. Schriftsteller, verließ 1747 den Jesuitenorden, Hauslehrer, literarischer Korrespondent, Redakteur des Mercure de France; nach der Publikation der 3. Aufl. der Histoire des deux Indes und dem Verbot des Buchs 1781–88 im Exil in Brandenburg-Preußen und der Schweiz.Raynal, Anecdoten zur Lebensgeschichte
@@ -16190,7 +16190,8 @@ Lehrer der Kinder und Hausgenosse M. L
Raynal, Histoire des deux Indes
-Histoire philosophique et politique Des Établissements & du Commerce des Européens dans les deux Indes (6 Bde., Amsterdam 1770). – Anonym publiziert, schnell in mehrfachen Auflagen; neben Raynal auch zugeschrieben. Digitalisat: Bibliothèque nationale de France, département Philosophie, histoire, sciences de l'homme, G-28071.
+Histoire philosophique et politique Des Établissements & du Commerce des Européens dans les deux Indes. 1. Aufl. (6 Bde., Amsterdam 1770) anonym publiziert, ebenso die 2. Aufl. Den Haag 1774; 3. Aufl. (10. Bde., Genf 1780) unter Raynals Namen; sie löste eine breite Debatte über Ausbeutung in den Kolonien aus und wurde 1781 verboten und verbrannt; neben Raynal auch zugeschrieben, der besonders für die 3. Aufl intensiv mitarbeitete. Digitalisat 1. Aufl.: Bibliothèque nationale de France, département Philosophie, histoire, sciences de l'homme, G-28071. Digitalisat 3. Aufl.: BSB München: H.e.e. 94 b.
+Übers. (1780): Europens Handel mit beyden Indien. Ein Auszug aus Raynals Geschichte, von M. Franz Christian Lorenz Karsten (Rostock, Leipzig: Koppe 1780). Digitalisat: BSB München: Merc. 115.
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@@ -4368,11 +4368,11 @@
-Johann Georg Hamann’s Schriften, Bd. I–VII Hg. v. Friedrich Roth. Berlin 1821–1825. Bd. VIII a/b Hg. v. Gustav Adolph Wiener. Berlin 1842–1843 [= Roth}.
+Johann Georg Hamann’s Schriften, Bd. I–VII Hg. v. Friedrich Roth. Berlin 1821–1825. Bd. VIII a/b Hg. v. Gustav Adolph Wiener. Berlin 1842–1843 [= Roth]. Digitalisat: BSB München: Opp. 488 m.
-Johann Georg Hamanns, des Magus im Norden, Leben und Schriften. Hg. v. Karl Hermann Gildemeister. 6 Bde. Gotha 1857–1868 [= Gildemeister].
+Johann Georg Hamanns, des Magus im Norden, Leben und Schriften. Hg. v. Karl Hermann Gildemeister. 6 Bde. Gotha 1857–1868 [= Gildemeister]. Digitalisat: BSB München: Biogr. 500 hc
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@@ -11670,7 +11670,7 @@ Vor dem Entwurf an Witwe Blom notierte sich Hamann einen weiteren, den er dann a
Druck ZH nach den unpublizierten Druckbogen von 1943. Original verschollen. Letzter
bekannter Aufbewahrungsort: Staats- und Universitätsbibliothek Königsberg, Msc. 2552 [Roths
- Hamanniana], II 59.
+ Hamanniana], II 59. – Laut Roth: Hamann’s Schriften, Bd. 6, S. VI wurde der Brief in Hamanns Nachlass gefunden.
Friedrich Roth (Hg.): Hamann’s Schriften. 8 Bde. Berlin, Leipzig 1821–1843, VI
163–166. Friedrich Gottlieb Klopstock: Werke und Briefe.