diff --git a/Marginal-Kommentar.xml b/Marginal-Kommentar.xml index 833a515..88c23d9 100644 --- a/Marginal-Kommentar.xml +++ b/Marginal-Kommentar.xml @@ -67253,7 +67253,7 @@ Brief Nr. 524 - Nachtmalvergifters Im September 1776 traten nach der Spende des Abendmahlweins Vergiftungserscheinungen auf. Der Verdacht wurde auf gelenkt, der die Tat aber bestritt; Lavater griff das Ergeignis in den Zwo Predigten bey Anlaß der Vergiftung des Nachtmahlweins auf, vgl. JCLB. + Nachtmalvergifters Im September 1776 traten nach der Spende des Abendmahlweins Vergiftungserscheinungen auf. Der Verdacht wurde auf gelenkt, der die Tat aber bestritt; Lavater griff das Ereignis in den Zwo Predigten bey Anlaß der Vergiftung des Nachtmahlweins auf, vgl. JCLB. @@ -82548,7 +82548,7 @@ Brief Nr. 602 -Hofpr. Schultz …  Antwort wohl , s.u. +Hofpr. Schultz …  Antwort wohl , s.u. @@ -82732,6 +82732,60 @@ Brief Nr. 602 +Brief Nr. 603 + + +Der Brief wurde erst später abgeschickt, vgl. ; das Datum unten bezieht sich auf das Ende der Niederschrift. + + + +Mann des Todes … Mann vom Berge Im Sinne eines scherzhaften Eingeständnisses für die Autorschaft der Zwey Scherflein, die sich gegen Klopstock und seine Orthographiereform richteten. „Mann des Todes“ ist wohl – mit etwa 2 Sam 12,5 im Hintergrund – eine Anspielung auf Lavaters erste Predigt bey Anlaß der Vergiftung des Nachtmahlweins, mit der er den Schuldigen per Predigt aus der Deckung locken wollte, vgl. S. 5: „So davon zu reden, daß der elende Verbrecher, wenn er uns hört, oder wenn andere ihm den Inhalt unserer Predigt – mittheilen – erwache, in sich selber gehe, an seine Brust schlage – sich in den Staub hinwerfe und ausrufe: „Ich, ich bin der Mann des Todes“ (zur Aktualität dieser Lavater-Schrift für Hamann 1780 vgl. seine Anteilnahme am Schicksal Wasers, und ). – Im Bild des Meuchelmordes bleibt auch der „Mann vom Berge“, der legendäre Assassinenfürst, der „das Morden als ein Gewerbe“ trieb und „seine Künstler im Todtschlagen“ hatte, die „allemal zu seinem Befehle bereit standen“ (Guthrie: Allgemeine Weltgeschichte, Bd. 6,2 (Leipzig 1769), S. 461). + + + +2 Scherfl. (anonym erschienen) + + + +Ueberbringer … Heimsteller Wohl und , über die die Zwey Scherflein auf Hamanns Wunsch hin an Klopstock gerieten (vgl. ); Hintergrund ist – wie für Hamann überhaupt, diesen Brief zu schreiben – die irritierte Reaktion Klopstocks, als er das Dedikationsexemplar der Zwey Scherflein erhielt, wovon Herder vor Kurzem Mitteilung machte, vgl. . – Mit „Ueberbringer“ könnte auch Claudius gemeint sein, über den dieser Brief zu Klopstock kam, vgl. . + + + +kundbaren Niemanden Vgl. die Widmung der Sokratische Denkwürdigkeiten an „An das Publicum, oder Niemand, den Kundbaren“, zurückgehend auf die Überlistung des Polyphem mittels eines Wortwitzes in , 9, 364–414. + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +An den … Hamann notierte den Brief an Klopstock auf „Claudius Frachtbrief“ (), also auf der Adressseite von Claudius’ Sendung, die am 6. Oktober in Königsberg ankam, vgl. . + + + +Henr. Dietr. Voß Henrich Dietrich Voß, wohl ein Schiffer + + +