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Einleitungstexte
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@@ -20,7 +20,7 @@ Als Sekundärquellen sind Roth/JGM beide etwa gleich zuverlässig bzw. unzuverl
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- NB in HKB 573 (138/16), als die Zeitung wohl kurz vorm Verkauf stand, schreibt Hamann ein paar interessante Infos an Herder, etwa dass Krichton Ende 1779 als Redakteur des gelehrten Teils aufhören will (er war der Nachfolger von Penzel); über Hamann hat Kanter bei Johann Karl Wezel nachgefragt; Hamann sandte den nicht überlieferten Brief auch ab; zum weiteren Ausgang vgl. HKB 574 (149/9ff, vmtl. wurde schließlich nichts daraus (Wezel, auch Beiträger bei Weißes Neuer Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste, befand sich zu dieser Zeit auf Reisen, u.a. St. Petersburg; war wohl grad im Baltikum); früher sei auch Ebeling Redakteur des gelehrten Teils gewesen
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- NB 574 (149/9ff) viele interessante Detail-Infos zum Niedergang der Zeitung und Kanters Unternehmungen sowie zu seinem Wezel-Projekt
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- NB 576: Nachfolger von Crichton als gelehrter Redakteur war eine Zeit lang Brahl (vgl. letter="577" page="159" line="16"); dazu sowie zum weiteren Niedergang vgl. auch [https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/586#178-23](https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/586#178-23)
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- unter die bekannten Rezensenten ist auch Friedrich Plessing zu rechnen, vgl. [https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/586#178-21](https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/586#178-21)
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- unter die bekannteren Rezensenten ist auch Friedrich Plessing zu rechnen, vgl. [https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/586#178-21](https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/586#178-21)
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- zum weiteren Schicksal der Zeitung, nachdem Kanter sie 1781 an Wagner und Dengel abgeben musste: 1788 Verkauf an Hartung; vgl. dazu ausführlich [https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/102377/207](https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/102377/207)
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- Die Auflage der KGPZ lag nach Informationen Hamanns Ende 1779 bei etwa 200: »Die Zeitungsleser auswärtig u einheimische werden nicht viel über 200 ausmachen.« Was für eine Auflage hatten andere mehrwöchentlich erscheinende Zeitungen, etwa die aus Hamburg? oder ADB?!
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- Im Sommer 1780 ist Hamann wieder deutlich aktiver, erst die Rezensionen [https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/598#211-28](https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/598#211-28), dann der Ernst und Falk-Druck; nichts davon aber überliefert
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@@ -28,4 +28,6 @@ Als Sekundärquellen sind Roth/JGM beide etwa gleich zuverlässig bzw. unzuverl
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- zum Zustand des Blatts Ende 1780 vgl. auch [https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/611#255-26](https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/611#255-26); die Geschichten vom Froschmäusekrieg der jungen Königsberger Dichter von 1780 ist auch recht lustig, leider gar nicht überliefert
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- zu den Redakteuren vgl. Rehberg, 105ff
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Fn zu Rehberg: Die Publikation ist bedeutsam, weil er 1942 noch Zugang den Beständen der Königsberger Universitätsbibliothek und den Archiven hatte, ihm mithin Materialien zur Verfügung standen, die bald darauf verloren waren. Es gilt jedoch, vorsichtig mit ihr umzugehen, nicht nur wegen seiner antisemitischen Fixation gegen die „verjudeten Berliner“; auch viele Details sind falsch.
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- Die Frage, bis wann die KGPZ existierten, ist nicht so leicht zu beantworten. Kohnen, Zur programmierten „Verhudelung“, S. 1 schreibt, das Blatt sei „bekanntlich vom 3. Februar 1764 bis 1796“ erschienen; S. 16 weiter ohne Belege: Die Zeitung sollte seinen Bankrott und seinen Tod überdauern und wurde von seinen Söhnen, die den Wunsch des Vaters respektieren wollten, bis zum Jahre 1796 unter hohen Verlusten künstlich am Leben gehalten.“ – Rehberg, 108 schreibt von Kanters plänen, die Zeitung 1780 an Hartung zu verkaufen, was sich zerschlug, vor der Leipziger Ostermesse 1781 sei sie aber an Wagner/Dengel verkauft worden (Wagner stieg 1783 aus, Dengel 1787 bankrott). In dem einzigen nach 1772 überlieferten Jg., nämlich 1799, heißt die Zeitung jedenfalls nach wie vor „Königsbergische Gelehrte und Politische Zeitungen, bringt aber im Wesentlichen nur noch politische Nachrichten und Anzeigen; Herausgeber steht nicht dabei, fast alle Buchanzeigen sind aber von Nicolovius’ Buchladen; er war mittlerweile offenbar auch Herausgeber der KGPZ.
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- Die Frage, bis wann die KGPZ existierten, ist nicht so leicht zu beantworten. Kohnen, Zur programmierten „Verhudelung“, S. 1 schreibt, das Blatt sei „bekanntlich vom 3. Februar 1764 bis 1796“ erschienen; S. 16 weiter ohne Belege: Die Zeitung sollte seinen Bankrott und seinen Tod überdauern und wurde von seinen Söhnen, die den Wunsch des Vaters respektieren wollten, bis zum Jahre 1796 unter hohen Verlusten künstlich am Leben gehalten.“ – Rehberg, 108 schreibt von Kanters plänen, die Zeitung 1780 an Hartung zu verkaufen, was sich zerschlug, vor der Leipziger Ostermesse 1781 sei sie aber an Wagner/Dengel verkauft worden (Wagner stieg 1783 aus, Dengel 1787 bankrott). In dem einzigen nach 1772 überlieferten Jg., nämlich 1799, heißt die Zeitung jedenfalls nach wie vor „Königsbergische Gelehrte und Politische Zeitungen, bringt aber im Wesentlichen nur noch politische Nachrichten und Anzeigen; Herausgeber steht nicht dabei, fast alle Buchanzeigen sind aber von Nicolovius’ Buchladen; er war mittlerweile offenbar auch Herausgeber der KGPZ. – – Sehr aufschlussreich in dieser Hinsicht ist Dreher: Der Buchhandel und die Buchhändler zu Königsberg in Preußen im 18. Jahrhundert, S. 197–200 (http://digital.slub-dresden.de/id405271263-18960180/207); ebd., 198 auch ein Zitat der Anzeige der Übernahme in den KGPZ; S. 201 zum Kauf der Kanterschen Zeitung aus der Konkursmasse 1787 an schnell wechselnde Eigentümer, 1789 kauften Kanters Brüder die Zeitung und führten sie 1796 weiter (sogar ein Zitat ihres Abschiedsgedicht!) – danach ging die KGPZ wohl an Nicolovius
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- Warum Hamanns zwei Beiträge vom Winter 1780/81 nicht überliefert sind, ist etwa so unklar wie das Fehlen des Lessing-Drucks. Sie sind jedenfalls im Briefwechsel klar markiert und hätten JC Berens Blatt zur Chronik von Riga (https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Register/Allgemein/b#berens-blatt, vgl. https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/598#211-27) behandelt, außerdem Cless’ Algemeines geistliches Magazin, vgl. (https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Register/Allgemein/c#cless-magazin und https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/614#267-24); außerdem ist wahrscheinlich eine Bearbeitung Hamanns von Lichtenbergs Artikel über den Zellerfelder Propheten in den KGPZ 1780 erschienen, https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/605#233-11. – Unger, 934 scheint sich zu sehr auf Hamanns Selbstaussage aus dem Fliegenden Brief zu verlassen, er habe ‚in den Jahren 67–80‘ zuweilen Rezensionen und Beilagen für die KGPZ geliefert. Unger hat jedenfalls „im Jahrgang 1780 trotz eifrigsten Suchens nicht die geringste Spur eines Beitrages aus seiner Feder entdecken können“ (S. 934). Und Nadlers Edition von Hamanns KGPZ-Beiträgen endet 1779. – Da die Jahrgänge 1780/81 nicht überliefert sind, sind die Hamann-Texte wohl endgültig verloren. Besonders der Text zu JC Berens hätte einen interessiert; etwa, inwiefern sich die gespannte Beziehung und das selbst nach über zwanzig Jahren nie recht verdaute Zerwürfnis widergespiegelt hätte (vgl. etwa die Enttäuschung in https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/612#265-8). Man hätte Hamanns die Auftragsarbeit (von Hartknoch, vgl. https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/598#208-24) außerdem im Kontrast zu Herders Rezension im Merkur lesen können (vgl. https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/600#217-25 und https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/612#261-22).
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- Auch den öffentlich und in den KGPZ ausgetragenen Streit der jungen Königsberger Dichter aus der Preußischen Blumenlese bzw. Tempe von 1780/81 kann man gut erwähnen. Im Hintergrund spielt noch immer die Konkurrenz des Kanterschen mit dem Hartungschen Buchladen. Leider nur über Mitteilungen Hamanns an Herder überliefert, der Jg. der KGPZ und die übrigen Zeitungen sind nicht überliefert; vgl. https://dev.hamann-ausgabe.de/HKB/Briefe/611#255-10
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Reference in New Issue
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